Übersichtlichkeit, auch Weitsichtigkeit genannt, ist ein sogenannter axialer Brechungsfehler des Auges. Der Augapfel ist im Verhältnis zur Brechkraft zu kurz oder die Brechkraft ist zu gering. Diese Faktoren führen dazu, dass sich die Bildlage für Objekte, die optisch weit entfernt sind, bei entspanntem Auge nicht in der sogenannten Netzhautebene befindet. Die Voraussetzung für einen genauen Seheindruck ist nicht erfüllt.

Ursachen von Weitsichtigkeit

Weitsichtigkeit ist sehr stark verreitet. In den meisten Fällen handelt es sich um eher leichtere Formen. Von Weitsichtigkeit spricht man, wenn die Werte über 0,5 dpt liegen. In den häufigsten Fällen ist die Ursache ein zu kurz gewachsenes Auge. Hier spricht man von einer Achsenhyperopie. Diese Ursache ist genetisch veranlagt.

Weitsichtigkeit kann man aber auch durch falsches Verhalten verursachen. Wenn man zum Beispiel im Dunklen oder bei Dämmerung ohne Licht liest, schädigt man seine Augen. Bei Jugendlichen kann das Auge ein solches Problem noch selbst ausgleichen. Bei vielen macht sich die Weitsichtigkeit erst im zunehmenden Alter bemerkbar.

Eine weitere Ursache ist die Brechungshyperopie. Hier ist das Auge zwar normal, aber die Brechkraft zu gering. So wird das Bild, welches das Auge wahrnimmt, hinter der Netzhaut abgebildet. Die Krankheit kann im Weiteren auch entstehen, wenn die Linse wegen einer Linsentrübung entfernt wurde.

Symptome bei Weitsichtigkeit

Weitsichtige Menschen beanspruchen ihre Augen fast dreimal so viel wie Normalsehende. Sie kneiffen die Augen zusammen, blinzeln oder machen ein Auge ganz zu, um mit dem Anderen möglichst genau sehen zu können. Dies verursacht über einen längeren Zeitraum Kopfschmerzen, Schwindel und ein starkes Brennen der Augen.

Betroffene, die nichts dagegen unternehmen sehen sehr müde aus und haben den sogenannten Schlafzimmerblick. Sobald man die Symptome der Weitsichtigkeit erkennt, sollte man unbedingt zum Arzt gehen. Mit so einem Problem sollte man nicht lange warten. Denn unsere Augen sind sehr wichtig. Auch wenn man nur eine Woche länger wartet, kann sich die Sehkraft um einiges verringern und man braucht vielleicht eine stärkere Brille als man sie zuvor gebraucht hätte.

Diagnose von Weitsichtigkeit

Kontaktlinsen gegen Weitsichtigkeit

Kontaktlinsen gegen Weitsichtigkeit (© JPC-PROD – Fotolia.com)

Die Diagnose von Weitsichtigkeit wird beim Optiker oder auch beim Augenarzt gestellt. Die Ärzte führen einen Test durch, bei dem die Brechkraft bestimmt wird. Dieser dient zur Diagnose. Danach untersuchen sie das subjektive Sehvermögen des Patienten. Danach bekommt der Betroffene angefertigte Augengläser.

Behandlung von Weitsichtigkeit

Die Weitsichtigkeit kann heut zu tage schon sehr gut behandelt werden. Ziel der Behandlung ist es, den Brechungsfehler so weit zu korrigieren, dass die Betroffenen Objekte in der Ferne und auch in der Nähe wieder optimal sehen können. Bei den meisten Fällen kommt es zur Brille. Aber auch Kontaktlinsen sind eine Möglichkeit. Jedoch sind Kontaktlinsen nicht für jeden das Richtige. Vielen Menschen gelingt es nur sehr schwer die Linse in das Aug zu bekommen. Weiters sind Augenoperationen eine Option. Sie versprechen sehr große Heilungschancen.

Weitsichtigkeit vorbeugen

Der Weitsichtigkeit kann man nicht vorbeugen. Begleitbeschwerden können jedoch durch frühzeitiges erkennen und einschreiten gehemmt werden. Besonders bei Kindern sollte man die Weitsichtigkeit ernst nehmen. Deshalb wäre es ratsam, regelmäßig zum Augenarzt zu gehen. So kann man zumindest bei seinen Kindern der Weitsichtigkeit ein wenig vorbeugen oder den Fehler früh möglichst erkennen.

Medikamente gegen Weitsichtigkeit

Medikamente bei Weitsichtigkeit bekommt man nicht. Bei den Begleitbeschwerden bekommt man natürlich in jeder Apotheke das Passende. Doch gegen Weitsichtigkeit hilft leider nur eine Brille, Kontaktlinsen oder eine Augenoperation. Zur Operation gehört allerdings sehr viel Mut und Vertrauen in die Ärzte dazu.