Quälende Hustenattacken mit schleimigem Auswurf, gefährliche Atemnot, hohe Anfälligkeit für Infektionskrankheiten und die Entwicklung eines Lungenemphysems – das alles sind Anzeichen der COPD, einer lebensbedrohenden, chronischen Erkrankung der Lunge. Das Erschreckende bei dieser Diagnose: COPD ist nicht heilbar, die geschädigte Lunge wird sich nicht mehr regenerieren können. Kann man jedoch durch geeignete Therapien COPD zum Stillstand bringen?

COPD zum Stillstand bringen – sofort mit dem Rauchen aufhören

COPD, die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (chronic obstruktive pulmonary disease), ist im Volksmund als Raucherhusten bekannt. So sind etwa 90 Prozent der chronischen Raucher irgendwann einmal von dieser schweren Krankheit betroffen. Die erste Maßnahme, COPD zum Stillstand zu bringen, ist daher das sofortige, strikte Rauchverbot. Die Beschränkung des Nikotinkonsums auf wenige Zigaretten pro Tag ist nicht hilfreich, denn der Entzündungsprozess der Bronchien schreitet trotzdem weiter voran. Eine Entziehungskur unter ärztlicher Aufsicht ist daher anzuraten.

COPD zum Stillstand bringen – Bewegung als Bestandteil der Therapie

Die ständigen Hustenanfälle, die Verengung der Atemwege und die quälende Absonderung von Schleim führen zu Atemnot und letztendlich zur Schwächung des Organismus. Die Betroffenen fühlen sich ständig müde und erschöpft. Im fortgeschrittenen Stadium kann bereits die geringste körperliche Anstrengung zur Tortur werden. Also wird möglichst jede Bewegung vermieden. Aber gerade das ist falsch! Mangelnde körperliche Aktivität führt zu Muskelabbau. Muskelaufbau durch entsprechendes Training ist jedoch notwendig, damit die Körperzellen den eingeatmeten Sauerstoff effektiv verwerten können. Natürlich kann und darf der geschwächte Körper bei COPD keine sportlichen Höchstleistungen vollbringen. Ein wesentlicher Teil der Therapie ist die Teilnahme an einer Lungensportgruppe unter ärztlicher Aufsicht. Durch moderates Training kann die Lebensqualität trotz starker Einschränkungen bei COPD wesentlich verbessert werden.

COPD zum Stillstand bringen – welche Sportarten sind zu empfehlen?

Wichtig sind geringere, jedoch regelmäßige Belastungen. Sinnvoll ist ein Mix aus Ausdauer- und Krafttraining. Folgende Sportarten kommen infrage:

  • zügiges Spazierengehen
  • Wandern
  • Walken und Nordic Walking
  • Rad fahren
  • Gymnastik
  • Schwimmen
  • Tanzen

Sinnvoll sind unter anderem auch Entspannungsübungen wie autogenes Training, Yoga, Übungen nach Pilates und spezielle physiotherapeutische Atemübungen.

COPD zum Stillstand bringen durch gesunde Ernährung

Neben dem Rauchverzicht und ausreichender Bewegung ist eine ausgewogene, gesunde Ernährung wichtig, um den Körper bei COPD weitgehend zu entlasten.

  • Nehmen Sie sich Zeit zum Essen
  • Verzehren Sie mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt
  • Denken sie daran, viel zu trinken (Mineralwasser ohne Kohlensäure, ungesüßten Tee)
  • Kontrollieren Sie Ihr Gewicht. Übergewicht ist zu vermeiden
  • Verzehren Sie vor allem eiweißhaltige Nahrung zur Stärkung der Muskulatur
  • aber vermeiden Sie möglichst blähende Lebensmittel wie Hülsenfrüchte oder Kohl

COPD zum Stillstand bringen – weitere Behandlungsmöglichkeiten

Wer an COPD erkrankt ist, muss dauerhaft entsprechende Medikamente zu sich nehmen. So bringt die Inhalation von Bronchodilatatoren oder Kortison schnelle Erleichterung für die erkrankten Bronchien. Sinnvoll ist auch ein Luftreiniger in der Wohnung und auch am Arbeitsplatz. Bei sehr schwerer Erkrankung ist die Versorgung mit Sauerstoff durch eine sogenannte „Nasenbrille“ notwendig, um die lebensgefährliche Atemnot zu verhindern oder zumindest zu minimieren.

Fazit:

Die Lungenkrankheit COPD, die vor allem bei starken Rauchern auftritt, ist zwar nicht heilbar, jedoch kann moderater Sport und eine gesunde Ernährung den weiteren Verlauf stoppen.

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