Aphrodisiaka verdanken ihren Namen der griechischen Liebesgöttin. Bis in diese Zeit lassen sich die Ursprünge der sexuellen Leistungsbringer zurückverfolgen.

Was ist ein Aphrodisiakum?

In unterschiedlichen Zeiten und Zivilisationen diente die Verwendung von Aphrodisiaka ganz unterschiedlichen Zielen:

Manchen war die Libido unwichtig – Hauptsache, die Nachkommenschaft war durch zahlreiche Spermien gesichert. Anderen ging es darum, mehr sexuelle Leistungsfähigkeit beim Geschlechtsakt zu erlangen. Und es gab noch eine Gruppe, welche in erster Linie nach mehr sexueller Erregung trachtete.

In der Natur fanden die Menschen dafür verschiedenste Pflanzen und Tierprodukte, die ihrem Interesse dienlich waren. Im Laufe der Jahrhunderte haben Wissenschaftler ein reiches Wissen über die Wirkung und Anwendung jener Aphrodisiaka gesammelt. Einige Pflanzen haben zum Beispiel eine gefäßerweiternde Wirkung, die einen übermäßigen Blutstrom im Bereich der Genitalien verursacht und eine Erektion begünstigt.

Heutzutage werden unter dem Namen Aphrodisiakum Produkte verkauft, die die sexuelle Lust steigern sollen. Zahlreiche echte und angebliche Aphrodisiaka werden dabei angeboten. Doch man läuft leicht Gefahr, Opfer einer Fälschung zu werden. Diese Mischungen sind zuweilen sogar lebensgefährlich, daher sollte auf rezeptfreie Ware gänzlich verzichtet werden. Nur vom Arzt nach einer ausgiebigen Untersuchung verschriebene Medikamente sind sicher und wirksam.

Einsatzmöglichkeiten

Dyspareunien bezeichnen Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, insbesondere bei Frauen. Diese können durch Veränderungen der Schleimhaut, durch Warzen oder Krämpfe entstehen. In diesem Falle ist ein Aphrodisiakum absolut kontraindiziert, die Ursachen müssen unbedingt medizinisch abgeklärt werden.

Auch Erektionsstörungen können vielfältige Gründe haben, die nicht immer mit einem Aphrodisiakum behoben werden können. Im Kopf liegt der häufigste Grund der erektilen Dysfunktion; die Qualität der Beziehung, das Selbstbild und die Prägungen der Kindheit können nicht medikamentös beeinflusst werden. Im Falle von Erektionsstörungen aufgrund von Gefäß- oder Nervenerkrankungen, Hormonschwankungen oder nach Operationen ist der Einsatz eines Aphrodisiakums sogar gefährlich.

Letztlich sind Aphrodisiaka nur dann sinnvoll, wenn es sich um eine vorübergehende, nicht krankheitsbedingte sexuelle Lustminderung handelt.

Alternativen zum Aphrodisiakum

Es gibt zahlreiche Mittel, die nicht auf das sexuelle Lustempfinden selbst abzielen, sondern andere Probleme beheben:
Seit den 1990er Jahren sind Phosphodiesterase-5-Hemmer auf dem Markt und ergänzen das Aphrodisiaka-Angebot. Der Inhaltsstoff hemmt den venösen Rückfluss des Blutes und sorgt für eine langanhaltende Erektion.

Auch Frauen haben insbesondere nach gynäkologischen Operationen oft sexuelle Funktionsstörungen, weil ihnen wichtiges Testosteron fehlt. Ein Hormonpflaster kann hier Abhilfe schaffen.

Weitere Alternativen

Psychotherapien können helfen, sich mit den ursprünglichen Problemen der sexuellen Lustminderung besser auseinanderzusetzen, das Selbstbild zu verbessern und gelassener mit dem Thema Sexualität umzugehen.

Pflanzliche Produkte wie Ginseng, Yohimbe-Rinde, Gingko, Ingwer und Kakao sind beinahe alle seit der Antike als Lustbringer und Libidosteigerer bekannt. Diese Präparate können in jeder Apotheke nach guter Beratung gekauft werden.

Nebenwirkungen

Wie alle Medikamente haben auch Aphrodisiaka Nebenwirkungen, die Vorsicht gebieten: So sollten diese Präparate nicht von Menschen mit Gerinnungsstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Niereninsuffizienz oder psychischen Störungen eingenommen werden. Andernfalls kann es zu Blutdruckabfall oder -steigerung, Herzrasen oder Angstzuständen kommen.

Das beste Aphrodisiakum ist letztendlich noch immer Liebe, Zeit und Zärtlichkeit.

Aphrodisiakum kaufen