Augentropfen gehören zu den Medikamenten, die direkt behandeln, wo sich die Krankheit äußert. Die Tropfen wirken durch Einträufeln in den Bindehautsack des Auges oder auf die Hornhaut. Der Arzneistoff entfaltet seine Wirkung direkt im Auge. Im Unterschied zum oral eingenommenen Medikament, dass teils Wirkungen im Magen-Darm-Trakt freisetzt oder die Medikamentengabe durch Infusion über die Blutbahn, gehören somit die Augentropfen zu jenen Arzneien, die sehr gezielt einzusetzen sind und vielfach schnell wirken. So tritt auch die Wirkung der Tropfen, die gegen chronische Erkrankungen, wie das Glaukom (grüner Star) ständig geträufelt werden müssen, bereits verhältnismäßig schnell nach den ersten Anwendungen ein.

Augenmedizin in Form von Tropfen wird nach strengen Vorgaben unter aseptischen Bedingungen als wässrige oder ölige Lösung, je nach Art der Behandlung, hergestellt. In Deutschland dürfen die Tropfen nur in Apotheken gehandelt werden. Es gibt jedoch sowohl rezeptpflichtige wie auch rezeptfreie Tropfenmedikamente.

Krankheiten

Das Spektrum von Augenerkrankungen ist sehr groß. Viele Augenerkrankungen sind eher harmlos und leicht behandelbar. Solche lassen sich am besten mit Tropfen therapieren. Das sind beispielsweise Bindehautentzündungen, Hornhautentzündungen, trockene Augen, Augenreizungen bei Bildschrimarbeit, Reizungen durch entfernte Fremdkörper, allergische Reizungen. Als Dauermedikation gibt es Tropfen beim Glaukom. Diese Arzneien sind verschreibungspflichtig und ihre Wirkung, wie auch die Krankheitsentwicklungen müssen ständig kontrolliert werden. Verschreibungspflichtig sind auch antibiotische Augentropfen bei bakteriellen Augenerkrankungen.

Alternativen zu Augentropfen

Ein oft verwendete Alternative ist Augensalbe, die oft die gleich Wirkung hat wie Tropfen, manchmal verträglicher ist. Allerdings ist nach der Gabe das Sehen durch den Salbenfilm eingeschränkt. Beim Glaukom ist die Alternative die operative Laserbehandlung, eine der wenigen Laserbehandlungen, die von den Krankenkassen übernommen wird. Zur Anwendung können bei bestimmten Erkrankungen und nach Behandlungen auch Augenbäder kommen. Tritt die Augenentzündung als Begleiterscheinung eines viralen oder bakteriellen Infekts auf, wird der Infekt behandelt, das Auge lediglich, wenn eine Rötung oder Entzündung starke Beschwerden verursacht.

Homöopathische Alternativen zu Augentropfen

Es werden sowohl von der Naturmedizin wie der Homöopathie zu Augentropfen Alternativen angeboten. Homöopathische Alternativen sind beispielsweise Natrium muriaticum und Hamamelis virginiana C5 beim geröteten Auge, Lycopodium beim trockenen Auge, Arnica montana C9 und Ledum palustre C5 beim „blauen Auge“, sowie Belladonna C5 bei extremer Lichtempfindlichkeit.

Nebenwirkungen

Wie bei allen Medikamenten können auch bei den Tropfenbehandlungen des Auges Nebenwirkungen auftreten. Die Ursachen können beim Medikament, bei Nebenerkrankungen des Patienten oder in der Anwendung liegen. Grundsätzlich sollten die Tropfen nicht überdosiert und immer vorschriftsmäßig geträufelt werden. Konservierungsmittel in Augentropfen, wie Thiomersal, Quecksilberverbindungen, Chlorhexidin, Ethanol und weitere dürfen nicht am operierten oder verletzten Auge verwendet werden, da sie nicht in die Blutbahn geraten dürfen. Harmlose Nebenwirkungen können zeitweilige Sehtrübung, Jucken, Brennen, Tränen sein. Es gab allerdings auch schon Augemedikamente, wie Imolol, die wegen gefährlicher Nebenwirkungen vom Markt genommen wurden.

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