Cetirizin ist ein Antiallergikum, das, im Gegensatz zu Aerius, rezeptfrei in den Apotheken erworben werden kann. Als Arzneimittel unterliegt Cetirizin der Apothekenpflicht und darf somit nur durch Fachkräfte der Apotheke an den Endverbraucher, unter Umständen nach einer qualifizierten Beratung, abgegeben werden. Da es sich nicht um eine verschreibungspflichtige Arznei handelt, werden die Kosten nicht oder nur in seltenen Fällen von den Krankenkassen übernommen.

Die pharmazeutische Entwicklung ist soweit fortgeschritten, dass der Wirkstoff von Cetirizin sich nicht auf das zentrale Nervensystem auswirkt und somit zu einer Übermüdung der Betroffenen führt. Zu dieser zweiten Generation der Antiallergika, die die Bildung von Histamin verhindern, gehören auch Loratadin und Lorano, das ebenfalls den reinen Wirkstoff Loratadin enthält.

Linderung von allergischen Beschwerden

Cetirizin blockiert die Bildung von Histamin. © Fotolia.com

Cetirizin blockiert die Bildung von Histamin.
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Cetirizin blockiert die Bildung von Histamin, das den Körper unterschiedlich allergisch reagieren lässt. Um die Möglichkeit einer Verschlimmerung der Symptome auszuschließen, sollte das Medikament nur nach einer ärztlichen Empfehlung oder durch eine kompetente Beratung in der Apotheke eingenommen werden. Besonders bei Heuschnupfen geht die Erkrankung nicht nur mit einem Schnupfen einher. Durch das Anschwellen der Nasenschleimhäute wird die Atemfunktion extrem beeinträchtigt. Aber auch die Augen können von allergischen Reaktionen betroffen sein. Sie können tränen und auch jucken, was sich bis zu einer allergischen Bindehautentzündung ausweiten kann. Bei einem direkten Kontakt mit dem Allergieauslöser können die betroffenen Stellen auf der Haut einen starken Juckreiz aufweisen und auch hier kann es als allergische Reaktion zu Quaddeln kommen. Cetirizin kann allerdings auch bei Nesselsucht und Neurodermitis deutlich zur Linderung der Beschwerden beitragen.

Einnahme von Cetirizin

In der Regel wird Cetirizin einmal täglich und zwar am Abend eingenommen. Die Einnahme kann völlig unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen, da die Nahrungsaufnahme keinerlei Auswirkung auf die Effektivität des Medikamentes ausübt. Der Wirkstoff Cetirizinhydrochlorid ist sowohl in Tablettenform und auch als Saft erhältlich. Besonders wichtig ist, dass das Medikament genau nach Anweisung auf dem Beipackzettel oder des Arztes eingenommen wird, damit der gewünschte Behandlungserfolg eintreten kann. Zudem ist die empfohlene Dosis nicht eigenständig zu erhöhen, da andernfalls das Risiko der Nebenwirkungen zunehmen kann. Ein beigefügter Messbecher für den Saft sowie eine Einkerbung bei den Tabletten erleichtern die Einhaltung der vorgeschriebenen Dosis.

Lorano

Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und das Gras ist grün. Sogar sehr grün und es blüht! Das ist für viele Menschen leider kein Grund zur Freude. Sie leiden an Heuschnupfen und können viele Wochen im Frühling oder Sommer kaum genießen. Abhilfe schaffen Medikamente, die die allergische Reaktion des Körpers unterdrücken. Eines dieser Medikamente heißt Lorano und enthält den Wirkstoff Loratadin. Loratadin ist ein sogenanntes Antihistaminikum, das die Wirkung von Histamin im menschlichen Körper hemmt.

Histamin ist der Hauptbotenstoff im Rahmen einer allergischen Reaktion und dockt an Rezeptoren (Empfängerorte) in der Zellwand an. Lorano blockiert diese Rezeptoren und nimmt somit dem Histamin die Möglichkeit, seine Wirkung zu entfalten. Eine allergische Reaktion fällt deutlich schwächer aus oder unterbleibt ganz. Lorano hat den Vorteil einer raschen Wirkung und kann effektiv bei plötzlich auftretenden (akuten) Symptomen eingesetzt werden.

Lorano enthält den Wirkstoff Loratadin. © Fotolia.com

Lorano enthält den Wirkstoff Loratadin.
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Symptome, die Lorano akut bekämpft sind:

  • der allergische Schnupfen, auch Rhinitis genannt
  • der quälende Juckreiz von Nase und Augen
  • die geschwollene Nasenschleimhaut

Lorano hat gegenüber anderen Antihistaminika wie zum Beispiel Cetirizin den Vorteil, dass es die Verkehrstüchtigkeit nicht einschränkt. Erst vergleichsweise hohe Dosen können eine leichte Müdigkeit zur Folge haben.

Die Urtikaria

Lorano behandelt neben dem Heuschnupfen ein weiteres histaminvermitteltes Krankheitsbild, die Nesselsucht oder Urtikaria. Hier stehen die Symptome Juckreiz, Hautrötung und Quaddeln der Haut im Vordergrund. Auslöser kann eine Allergie sein, aber auch Kälte oder Hitze. Oft bleibt der Auslöser auch unbekannt. Besonders bei Kindern tritt Nesselsucht häufig auf und legt sich nach Behandlung mit einem Antihistaminikum rasch wieder.

Verwandte Medikamente und Wirkstoffe

Der Wirkstoff Desloratadin (im Medikament Aerius verwendet) ist ein Stoffwechselprodukt (Metabolit) des Loratadin und etwas länger wirksam. Es ist weniger anfällig für Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Grapefruitsaft als Loratadin, bei ansonsten vergleichbaren Eigenschaften. Er wird ebenfalls bei Heuschnupfen und Nesselsucht zur Therapie eingesetzt.

Loratadin

Wer von Allergien geplagt wird, freut sich über schnelle Hilfe durch Loratadin, denn unter Niesen und Asthma-Anfällen, sowie Juckreiz auf der Haut, möchte keiner lange leiden. Loratadin ist ein sogenannter H1-Rezeptor-Antagonist bzw. Antihistaminikum, das im Bereich der Behandlung von Allergien und Neurodermitis eingesetzt wird.

Wirkung von Loratadin

Loratadin ist ein Antagonist, der Histamin von den H1-Rezeptoren verdrängt, so dass diese nicht mehr aktiviert werden können. Da der Botenstoff Histamin normalerweise für die allergische Reaktion verantwortlich ist und wesentlich an den allergischen Entzündungsvorgängen beteiligt ist, hilft Loratadin gegen die allergischen Reaktionen, die dadurch entstehen. Außerdem wirkt Loratadin auch auf andere Stoffe, die der Körper im Falle von Entzündungen ausschüttet, so zum Beispiel auf Prostaglandine und Leukotriene. Loratadin blockt die Entzündungsvermittler und sorgt somit für den Rückgang von Schwellungen, Rötungen und Juckreiz, der zum Beispiel durch Neurodermitis ausgelöst wird. Darüber hinaus werden durch das Medikament Entzündungsanzeichen bei Nasennebenhöhlenentzündung gestoppt sowie die zunehmende Sekretabsonderung im Falle eines allergischem Schnupfens. Letzendlich wirkt das Mittel also antiallergisch und lindert deutlich das Leiden der betroffenen Allergiker.

Loratadin:

Loratadin ist ein Antagonist, der Histamin von den H1-Rezeptoren verdrängt, so dass diese nicht mehr aktiviert werden können. © Fotolia.com

Loratadin ist ein Antagonist, der Histamin von den H1-Rezeptoren verdrängt, so dass diese nicht mehr aktiviert werden können.
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• H1-Rezeptor-Antagonist und Antihistaminikum
• Zur Behandlung von Allergien wie Heuschnupfen und Neurodermitis geeignet
• Blockiert die Bindungsstellen für Histamine
• Nicht verschreibungspflichtig

Einsatz von Loratadin

Bei Allergien der Haut wird Loratadin eingesetzt, um den Juckreiz und die Rötung der Haut zu mindern. Daher wird es häufig bei Erkrankungen wie Neurodermitis eingesetzt. Hilfreich ist das Arzneimittel auch bei der Bekämpfung von Nasennebenhöhlenentzündungen. Dort sorgt das Mittel für eine Abschwellung der Schleimhäute, so dass das angestaute Sekret abfließen kann und Entzündungen verschwinden. Besonders bei Heuschnupfen wird es zur Linderung der Beschwerden, wie lästiges Niesen, Nasenfluss und Augenbrennen, eingesetzt. Selbst bei chronischer Nesselsucht hilft das Medikament und lindert neben dem Juckreiz und Rötungen auch das Quaddeln der Haut.

Vorteile des Medikaments

Der Vorteil dieses Mittels ist, dass es im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Medikamenten, keine sedierende Wirkung hat und somit keinen Einfluss auf das zentrale Nervensystem ausübt. Ein weiterer Vorteil ist, dass der darin enthaltene Wirkstoff als Fiasma wirkt, als funktioneller Inhibitor, der über ein bestimmtes Enzym, das CYP3A4 abgebaut wird. Somit bleibt der Wirkstoff im Durchschnitt nur etwa acht Stunden im Körper.

Nebenwirkungen

Leider kann die Einnahme des Antihistaminikum zu Nebenwirkungen führen, wie zum Beispiel Müdigkeit und Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Mundtrockenheit oder sogar Herzrhythmusstörungen. Darüber hinaus ist auf Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bzw. Medikamenten zu achten.

Aerius

Aerius ist ein Medikament, welches antiallergisch wirkt und zudem auch nicht müde macht. Es verbessert deutlich die allergischen Symptome und überwacht deren Wirkung. Aerius verhilft bei Anzeichen allergischer Rhinitus, der die durch eine Allergie erzeugte Infektion der Nasengänge verbessert. Charakterisierend für die Allergie ist eine juckende und laufende Nase, Niesen, gerötete, juckende und tränende Augen sowie ein juckender Gaumen.

Aerius ist ebenso wirksam bei Nesselsucht und deren Symptome, wie großflächige Quaddeln und starker Juckreiz. Durch das Medikament ist die Abschaffung dieser Anzeichen den ganzen Tag wirksam, so hat man einen erholsamen Schlaf und kann einer alltäglichen Geschäftigkeit nachgehen.

Aerius Tabletten beinhalten den Wirkstoff Desloratadin. Dieser wird der Gruppe der H1-Antihistaminika zugeordnet. Desloratadin leitet sich von den vorhergegangenen Wirkstoff Loratadin her. Dieser Wirkstoff wirkt viel stärker als Loratadin. Es werden Entzündungen eingehemmt, indem es die Freisetzung von Mastzellen (entzündungshervorrufende Stoffe) erfolgreich abwehrt. Sehr positiv zu bewerten ist, dass Aerius nicht auf das zentrale Nervensystem wirkt, darum hat es keine ermüdende Wirkung.

Es gibt ähnliche Medikamente wie Lorano, Loratadin und Cetirizin. Sie gehören zu der Gruppe Antihistaminika, welche hauptsächlich bei Juckreiz, Nesselsucht und Heuschnupfen eingesetzt werden. Die Arzneimittel gehören zu der neueren Generation an und haben weniger Nebenwirkungen.

Wann sollte Aerius eingenommen werden?

Aerius ist ein Medikament, welches antiallergisch wirkt und zudem auch nicht müde macht. © Fotolia.com

Aerius ist ein Medikament, welches antiallergisch wirkt und zudem auch nicht müde macht.
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Dieses Medikament sollte einmal täglich unzerkaut zwischen den Mahlzeiten mit viel Wasser eingenommen werden. Die Behandlungsdauer richtet sich danach welche Art der allergischen Rhinitis festgestellt wird. Wenn die Symptome intermittierend sind, das heißt, dass die Anzeichen weniger als vier Tage pro Woche erscheinen und weniger als vier Wochen anhalten, so wird der Arzt eine Behandlung vorschlagen, die sich stark an den bisherigen Krankheitsverlauf orientiert. Ist die allergische Rhinitis persistierend, das heiß, die Symptome dauern länger als vier Wochen und treten mehr als vier Tage pro Woche auf, so wird der Arzt eine langandauernde Behandlung vorschlagen.

Bei Nesselsucht hängt die Dauer der Behandlung vom Patienten ab. Aerius sollte nur eingenommen werden, wenn keine Überempfindlichkeiten gegen den Bestandteilen des Medikamentes bestehen. Aerius enthält Laktose. Darum sollten es nur Patienten einnehmen, die keine Intoleranz gegen bestimmte Zuckerarten haben. In der Schwangerschaft und Stillzeit wird von der Einnahme des Medikamentes abgeraten. Besteht eine eingeschränkte Nierenfunktion, so ist die Einnahme mit Vorsicht zu genießen.

Was ist das besonderen an dem Medikament?

Im Vergleich mit Loratadin hat der Wirkstoff Desloratadin eine vierfach höhere Wirksamkeit zum H1-Rezeptor. Zudem hat Desloratadin eine langfristige Plasmahalbwertzeit und durchquert zu einen kleinen Teil die Blut-Hirn-Schranke und ist darum weitgehend frei von Nebenwirkungen des zentralen Nervensystems. Loratadin wird in der Leber zu Desloratin umgewandelt. Es gibt auch Aerius-Saft in 0,5 mg/ml für Kinder erhältlich. Dieses Arzneimittel wird auch schon bei Kleinkinder von 1-11 Jahren verschrieben. Ab 12 Jahren werden Tabletten verordnet.

Wie bekämpft man Heuschnupfen?

Auch dieses Jahr leiden wieder viele Menschen an Heuschnupfen. Zahlreiche Bäume, Gräser und Sträucher führen bei den Heuschnupfengeplagten zu Symptomen wie tränenden, juckenden Augen und einer laufenden Nase.
Glücklicherweise gibt es mittlerweile verschiedene Methoden, um Heuschnupfen wirksam zu bekämpfen.

Antiallergische Augentropfen und Nasensprays

Sind vor allem Auge und/oder Nase betroffen, erweist sich oft eine lokale Behandlung mit antiallergischen Augentropfen und Nasensprays als wirksam.
Zu den in Augentropfen und Nasensprays hauptsächlich verwendeten Wirkstoffen gehören Cromoglicinsäure, Levocabastin und Azelastin.
Die Wirkstoffe Levocabastin und Azelastin führen innerhalb von Minuten zu einer deutlichen Linderung der Beschwerden. Bei einer nur zweimal täglichen Anwendung bieten sie wirksamen Schutz für bis zu 24 Stunden.
Eine Behandlung mit dem Wirkstoff Cromoglicinsäure sollte dagegen 2 Wochen vor Beginn der Pollensaison starten, da sich die Wirkung erst langsam entwickeln muss.
Daneben gibt es auch freiverkäufliche und verschreibungspflichtige Nasensprays, die einen geringen Cortisonanteil besitzen. Sie wirken besonders gut bei einer durch Heuschnupfen oft entstehenden verstopften Nase.

Antiallergika zum Einnehmen

Neben der lokalen Behandlung ist auch eine systemische Herangehensweise verfügbar, um die Symptome von Heuschnupfen zu bekämpfen.
Zu den am häufigsten verwendeten Wirkstoffen gehören Cetirizin, Levocetirizin, Loratadin und Desloratadin.
Der Wirkstoff Loratadin ist beispielweise in dem freiverkäuflichen Präparat „Lorano“ enthalten, Desloratadin kommt in dem verschreibungspflichtigen Medikament „Aerius“ vor.
Alle Wirkstoffe gehören zur Gruppe der sogenannten Antihistaminika, das heißt sie blockieren die Wirkung von Histamin, das für die typischen Allergiesymptome verantwortlich ist.
In der Regel reicht eine einmal tägliche Einnahme aus, um den Heuschnupfen und seine Symptome für 24 Stunden wirksam zu unterdrücken.

Hyposensibilisierung

Die wohl wirksamste Therapie bei Heuschnupfen ist die Hyposensibilisierung. Diese bekämpft nämlich nicht nur die Symptome, sondern setzt an der Ursache der allergischen Reaktionen an. Bei der Hyposensibilisierung wird der Körper Schritt für Schritt an den Allergieauslöser gewöhnt, indem dem Betroffenen stetig steigende Dosen des Allergens verabreicht werden.
Meist wird dem Patienten durch einen Arzt ein Allergenextrakt unter die Haut injiziert.
Daneben gibt es seit einiger Zeit die Möglichkeit, die entsprechenden Allergene sublingual über Tropfen oder Tabletten zuzuführen.
Menschen, die an Heuschnupfen leiden, sollten mit der Hyposensibilisierung am besten im Herbst beginnen, um im Frühjahr vor den lästigen Symptomen verschont zu werden.