Unter einem Schlafmittel oder auch Hypnotikum, versteht man in der Medizin ein Medikament, welches den Einschlafprozess fördern soll und gleichzeitig für einen durchgehenden Schlaf sorgt. Bei diesem Medikament wird häufig von einem Übergangsmittel gesprochen, da es sich zwischen den Beruhigungsmitteln und den Betäubungsmitteln bewegt. Je nach Schlafstörungsproblem, kommen Mittel mit langer und Mittel mit eher kurzer Wirkung zum Einsatz. Diese werden meist oral verabreicht. Schlafmittel werden häufig zur Einleitung einer Anästhesie verwendet, um den Patienten zu beruhigen und ihn in einen dauerhaften Schlagzustand zu bringen.

Krankheiten

Viele Krankheiten können zu einer Schlafstörung führen. Somit ist der Einsatz von Schlafmitteln vor allem bei psychischen Störungen gegeben. Diese können auf viele psychiatrische Erkrankungen zurückgehen, wie zum Beispiel einer Angststörung, Depressionen, Panikstörung oder bei Schizophrenie. Es kann jedoch auch das Knirschen von Zähnen den Patienten immer wieder aus seinem Schlaf reißen und somit den Einsatz eines Schlafmittels begünstigen. Bei Störungen innerhalb des Gehirns oder bei der Fehlproduktion von Hormonen, wie deren der Schilddrüse, kann zu einer Schlafstörung führen.

Schulmedizinische Alternativen

Es muss nicht immer ein Schlafmittel verschrieben werden. Häufig reicht es aus, wenn die Ursachen für die Symptome bekämpft werden. Eine Verhaltenstherapie kann Angststörungen und Panikstörungen entgegen wirken. Leichte Beruhigungsmittel, sowie Antidepressiva können ebenfalls eine Schlafstörung verhindern. Gegen hormonelle Schlafstörungen kann die Gabe von Hormonen oder Hormonhemmern helfen, um das Gleichgewicht innerhalb des Körpers wieder herstellen zu können. Entspannungsübungen für den Rücken und andere Muskelpartien können ebenfalls hilfreich sein, damit die Spannungen gelöst werden und es zu einem schnelleren Schlaf kommt.

Homöopathische Alternativen zu Schlafmitteln

Generell kann sowohl aus der Homöopathie als auch aus der Naturheilkunde viele Stoffe verwendet werden, um Schlafstörungen bekämpfen zu können. Ambra, Aranin, Belladonna und Camphora sind nur einige der Mittel, die verwendet werden können bei einer Schlafstörung. Sie werden in Form von kleinen Kügelchen verabreicht, die mit einer bestimmten Menge Wasser zu sich genommen werden. Unter den natürlichen Schlafmitteln befinden sich Johanneskraut, Baldrian, Lavendel und Hopfenzapfen, die vor allem In Kapselform angeboten werden. Diese müssen jedoch, genauso wie homöopathische Mittel, einige Zeit eingenommen werden, bevor sie als Schlafmittel richtig wirken können.

Nebenwirkungen von Schlafmitteln

Schlafmittel führen vor allem zu Benommenheit, die noch nach dem Schlaf sehr lange anhalten kann. Sie dürfen generell nicht vor dem Autofahren genommen werden, da sie zu Sekundenschlaf führen können. Einige Patienten empfinden leichte Kopfschmerzen nach der Gabe von Schlafmitteln, es kann jedoch auch vermehrt zu Übelkeit und einem Ziehen in den Muskeln kommen. Schlafmittel können abhängig machen und sollten deshalb nur für einen bestimmten Zeitraum genommen werden. Es sollte ebenfalls darauf geachtet werden, dass sie langsam abgesetzt werden, da es sonst zu Halluzinationen kommen kann.

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