Bei Mundfäule handelt es sich um eine Erkrankung der Mundschleimhaut und des Zahnfleischs. In der Regel tritt die Krankheit nur bei Kindern auf, jedoch können auch Erwachsene davon betroffen sein. Mundfäule beginnt zunächst mit hohem Fieber, das bis zu fünf Tage lang andauern kann. Anschließend schwillt das Zahnfleisch an, jedoch entstehen noch keine Schmerzen. Im späteren Verlauf tritt die Entzündung auch an den Innenseiten der Mundhöhle auf. Dabei sind Gaumen, Zunge und eventuell die Lippen betroffen. Hinzu kommt ein starker und säuerlicher Mundgeruch. Nach ungefähr einer Woche trocknen auch die Bläschen wieder und die wunden Stellen heilen. Erst nachdem der Vorgang abgeschlossen ist, kann der Virus nicht mehr übertragen werden.

Die Ursachen der Krankheit

Wenn Mundfäule bei kleinen Kindern auftritt, ist der Herpes-Simplex-Virus die Ursache. In der Regel erfolgt die Übertragung der Viren von den Eltern auf das Kleinkind. Wer unter einer Lippenherpes-Erkrankung leidet, sollte grundsätzlich auf jeden Mundkontakt zum Kind verzichten. Ebenfalls Tabu ist das Ablecken des Schnullers sowie gemeinsames Benutzen von Besteck und Trinkgefäßen. Wenn der Virus auf das Kind übertragen wird, kommt es zur Mundfäule, was an einigen Symptomen erkennbar ist.

Die Symptome

Typisches Anzeichen für Mundfäule ist hohes Fieber, welches oft über Tage hinweg andauert. Weitere Symptome sind geschwollene Lymphknoten am Hals und schmerzhafte Bläschen sowie Aphten an der Mundschleimhaut oder am Zahnfleisch, Gaumen und Zunge. Das Zahnfleisch und die Mundschleimhaut schwellen an und es können Halsschmerzen entstehen. Auch Mundschmerzen und Schluckbeschwerden gehören zu den Symptomen. Typisch für die Krankheit ist ein säuerlicher Mundgeruch. Betroffene Kinder haben es beim Essen schwer und verweigern oftmals die Nahrungsaufnahme. Optimal sind deshalb kühle und weiche Speisen sowie kalte Getränke.

Die Behandlung

Wer an Mundfäule leidet, kann die Schmerzen im Mundbereich mit Gelen und Salben lindern. Das Fieber kann mit Zäpfchen oder kühlen Umschlägen behandelt werden. Wenn die Beschwerden stärker sind und eine Austrocknung droht, sollte man direkt einen Arzt kontaktieren. Grundsätzlich sollte man bedenken, dass die Krankheit fast immer nur symptomatisch behandelt wird. Das bedeutet, dass die Ursache nicht bekämpft wird, sondern nur die Symptome. Weitere Behandlungstipps und Vorsorgemöglichkeiten finden Sie auch auf der Domain mundfaeule.org.

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