Das Wort „perioral“ bedeutet „um den Mund“, während Dermatitis für „Entzündung der Haut“ steht. Periorale Dermatitis ist jedoch eine Entzündung der Gesichtshaut, welche aufgrund der Entwicklung von kleinen Eruptionen um den Mund entsteht. Diese Krankheit wird allgemein bei jungen Frauen dijagnostiziert, aber sie kann manchmal auch Männer betreffen. Beim Auftreten einer perioralen Dermatitis können Papeln oder winzige rote Beulen um die Lippen bemerkt werden und ein brennendes Gefühl kann in dem geröteten Bereich aufkommen. Die Ausschläge können auf den Wangen, der Haut neben der Nase und den Lippen, dem Kinn oder der Region knapp unterhalb der Nase erscheinen. Hautausschläge können auch rund um die Stirn und den Augen entstehen.

Bei wem tritt periorale Dermatitis am häufigsten auf?

90% der an periorale Dermatitis leidenden Patienten sind weiblich. Frauen zwischen 20 und 45 Jahren sind am anfälligste für diese Krankheit und es wird angenommen, dass 1% der weiblichen Bevölkerung, irgendwann in ihrem Leben schon einmal an dieser Krankheit gelitten hat.

Symptome von perioraler Dermatitis

Periorale Dermatitis besitzt eine Reihe von Symptomen und die meisten davon sind mit bloßem Auge zu erkennen. Diese umfassen:

Trockene Haut ist eine der Symptome der Periorale Dermatitis, die oft nicht als Symptom wahrgenommen wird. © Fotolia.com

Trockene Haut ist eine der Symptome der Periorale Dermatitis, die oft nicht als Symptom wahrgenommen wird.
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  • Eine Rötung der Haut – Die Haut des betroffenen Gesichtsbereichs wird rot oder oft pink
  • Hautausschläge – Der Patient scheint Ausschläge in den betroffenen Gesichtsbereichen zu besitzen. Diese Ausschläge variieren oft in ihrer Größe und verursachen Schmerzen. Einige Leute haben aber auch schmerzlose Hautausschläge.
  • Juckreiz – Einige Patienten klagen über ein juckendes Gefühl oder leichtes Brennen in der betroffenen Region
  • Trockene Haut – Die Haut um den Mund wird trocken und bei manchen Menschen kann die Haut auch schuppig sein
  • Straffheit – Bei manchen Menschen wird auch ein angespanntes Gefühl in den betroffenen Hautpartien verspürt

Ursachen von perioraler Dermatitis

Die Ärzte sind sich nicht sicher, was genau periorale Dermatitis verursachen kann. Allerdings haben Dermatologen und medizinische Experten mehrere Faktoren lokalisiert, welche diese Krankheit verursachen können. Diese sind:

  • Gesichtscremes – Salben und Cremes mit Steroiden als Inhaltsstoff, werden vermutet ein Auslöser für diese Krankheit zu sein
  • Kosmetische Produkte – Einige Inhaltsstoffe in kosmetischen Produkten, sollen schädlich für die Haut und verantwortlich für periorale Dermatitis sein
  • UV-Strahlen – Ultraviolette Strahlen werden auch angenommen, dieses Probleme auszulösen
  • Fluorierte Zahnpasta – Diese Arten von Zahnpasta werden auch als ein Faktor betrachtet, welcher für die Entstehung dieser Krankheit verantwortlich ist
  • Veränderungen im Hormonspiegel – Hormonelle Veränderungen können auch ein Auslöser dieser Krankheit sein
  • Orale Pillen – Viele Experten vermuten auch, dass orale Kontrazeptiva ein Grund für diese Krankheit sind

Die typischen Hautkrankheiten im Gesicht

Die am häufigsten in der Praxis vertretenen Hautkrankheiten sind Akne, Herpes, Rosacea und Hautkrebs. Im folgenden werden alle genauer erklärt.

Akne

Akne ist die vermutlich bekannteste Hautkrankheit. © Fotolia.com

Akne ist die vermutlich bekannteste Hautkrankheit.
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Zu den hormonell bedingten Hautkrankheiten während der Pubertät zählt Akne. Die Symptome sind fettige Haut, Mitesser, Pickel ,Pusteln oder Knötchen, meistens über das ganze Gesicht verteilt. In ausgeprägter Form können auch blutige oder eitrige Wunden entstehen. Die Ursache sind Bakterien, die durch Überproduktion von Talg in verstopfte Poren eindringen. Während Akne von selbst heilt, sollte auf besondere Hygiene geachtet werden. Poren verstopfende Cremes sind zu vermeiden, während Dampfbäder mit Kamillenblüte oder Apfelessig der Porenöffnung dienen. Bei schwerer Akne ist ein Dermatologe aufzusuchen, um mit einer medikamentösen Therapie oder antibiotischen Salbe die Ursache zu bekämpfen.

Herpes

Der Typ 1 von Herpes (Lippenherpes) ist eine Infektion im Gesicht, ausgelöst durch ein DNA-Virus, welches nach Ausbruch im Körper verbleibt. Ein schwaches Immunsystem, Stress- oder Fieberanfälligkeit führen oft zu dieser Krankheit. Herpes gehört zu den Hautkrankheiten, die über Speichel und Sexualkontakt übertragen werden. Typische Symptome sind gerötete Stellen an der Lippe, auf der brennende und juckende Bläschen entstehen, die sich mit Flüssigkeit füllen. Nach Eintrübung der Bläschen kommt es zu einer langsamen Verkrustung und Abheilung. Wenn Hausmittel wie Honig, Teebaumöl oder Melissenöl keine Abhilfe schaffen, gibt es in der Apotheke anti virale Salben oder Herpespflaster.

Rosacea (Kupferrose)

Zu den chronischen Hautkrankheiten zählt Rosacea. Als unheilbare, zyklisch verlaufende Krankheit macht sie sich durch eine Rötung im Gesicht bemerkbar. Begleiterscheinungen sind stechende Schmerzen oder ein Brennen im Gesicht. Im Verlauf erscheinen Flecken im sich verdickenden Gesicht, gefolgt von Pusteln, Knötchen, Schuppungen oder Schwellungen. Manchmal treten auch Ödeme auf. Als Ursache wird ein gestörtes Gefäßnervensystem vermutet. Die Krankheit lässt sich antibiotisch behandeln oder kann als äußere Therapie mit bestimmten Präparaten gelindert werden. Als letzte Instanz kommt eine Lasertherapie in Frage.

Hautkrebs

Wenn ein Tumor der Oberhaut entsteht, meistens verursacht durch intensive Sonneneinstrahlung, spricht man von einem Basaliom. Es treten ganz kleine Knötchen auf, die nach außen bluten und nach innen wachsen können. Ohne weitere Symptome können diese Hautkrankheiten gut behandelt werden, da sie nur gering metastasieren. Heutzutage wird mit Cremes oberflächlich behandelt, doch die sicherste Methode bleibt die chirurgische Entfernung des Tumors.

Papeln

Papeln sind kleine, knötchenartige Veränderungen an der Hautoberfläche, welche die Größe eines Hirsekorns, aber auch einer Erbse erreichen können. Sie werden durch ihr Erscheinungsbild auch als „Knötchen“ oder „Bläschen“ bezeichnet. Meist sind sie durch ihre rötliche oder bräunliche Einfärbung gekennzeichnet, wodurch sie schnell entdeckt werden können.
Die Knötchen können als Einzelbeschwerde oder als Symptom einer Erkrankung auftreten, was durch eine ärztliche Diagnose abgeklärt werden sollte. Es gibt verschiedene Arten von Papeln, die dadurch unterschieden werden, in welcher Hautschicht sie entstehen. Es können daher folgende Papeln voneinander abgegrenzt werden: epidermale, kultane und epidermo-kultane Papeln.

Ursachen der Entstehung

Papeln können in Bläschenform auftreten. © Fotolia.com

Papeln können in Bläschenform auftreten.
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Grundsätzlich entstehen Papeln durch die Vermehrung von von Hautzellen an den bestimmten Stellen. Diese Häufung der Zellen verursacht schlussendlich eine Erhebung, die als Bläschen wahrgenommen wird. Die drei Papeltypen müssen jedoch unterschieden werden:

1) Bei den epidermalen Papeln vermehren sich die Hornhautzellen, wie es zum Beispiel auch bei Warzen der Fall ist.
2) Beim zweiten Typ, den kultanen Papeln, vervielfachen sich hingegen die Zellen in der Lederhaut. Sie können im Rahmen der Geschlechtskrankheit Syphilis auftreten.
3) Bei der Mischform der ersten beiden Typen handelt es sich um die epidermo-kutanen Papeln. Diese Bläschen treten bei verschiedensten Ekzemarten auf.

Periorale Dermatitis im Zusammenhang mit Papeln

Bei der perioralen Dermatitis handelt es sich um eine Hauterkrankung rund um den Mund, die mit den Knötchen unter der Haut einhergeht. Die Knötchen liegen in diesem Fall meist in den Nasolabialfalten vor, die Zone rund um die Lippen bleibt hierbei jedoch meist frei. Bei sehr großflächiger Ausbreitung können auch andere Bereiche im Gesicht, wie das Kinn, die Stirn, die Wangen und die Augenlieder mit Bläschen übersät sein.
Oftmals entsteht die Hautveränderung durch Überpflegung der Haut in Kombination mit Stress oder Bakterien. Meist sind es gepflegte Frauen im Alter von rund 30 Jahren, die von perioraler Dermatitis betroffen sind, wodurch die Erkrankung auch als „Stewardessenkrankheit“ bekannt ist.

Übertriebene Hautpflege

Jeder möchte gesunde und gut gepflegte Haut haben und deshalb kommt es immer wieder vor, dass manche Menschen es mit der Hautpflege etwas zu ernst nehmen. Wie problematisch es werden kann, wenn man seine Haut übertrieben pflegt, kann unterschiedlich ausfallen. Hautärzte warnen vor zu viel Pflege und raten davon dringend ab, zu viele Pflegeprodukte zu verwenden. Besonders junge Menschen übertreiben es oft mit der Hautpflege. Gerade junge Haut leidet oft an Irritationen und an Hautunreinheiten. Oft kann eine übertriebene Reinigung sogar das Gegenteil bewirken und das Hautbild verschlimmert sich. Vor allem am Morgen ist es nicht nötig, die Haut mit Pflegeprodukten allzu sehr zu belasten. Über Nacht kommt es kaum zu Verunreinigungen und deshalb reicht es völlig aus, die Haut mit einem milden Pflegeprodukt zu reinigen. Durch die Überpflege kann die Haut schnell fetten und somit neue Hautunreinheiten hervorrufen.

Wie steht die Mundrose (Periorale Dermatitis) mit übertriebener Hautpflege in Verbindung?

Flugbegleiterinnen haben häufiger als andere Menschen mit perioraler Dermatitis zu kämpfen. © Fotolia.com

Flugbegleiterinnen haben häufiger als andere Menschen mit perioraler Dermatitis zu kämpfen.
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Leidet man an einem Hautausschlag um Nase und Mund, spricht man in der Regel von der Mundrose. Die Mundrose kann durch übertriebene Hautpflege entstehen und ist ziemlich verbreitet. Sie ist nicht ansteckend und tritt zumeist im Gesicht auf.

Diese Symptome treten bei der Mundrose auf:
– Kleine Hautrötungen oder Bläschen können sich hauptsächlich um den Mund bilden.
– Auch an der Nase können sich Hautrötungen bilden oder sogar um die Augen und der Stirn.

Die Mundrose wird auch Stewardessen-Krankheit genannt

Warum wird die Mundrose (Periorale Dermatitis) auch Stewardessen-Krankheit genannt? Früher erkrankten oft Stewardessen an dieser Hautkrankheit, weil diese in den ersten Jahren der Flugreisen kortisonhaltige Cremes aus Amerika mitgebracht haben. Durch die übertriebene Hautpflege und falsch angewendeten Cremes, die Kortison enthielten, hat sich das Hautbild der Frauen eher verschlechtert.
Hat man Probleme mit der Haut und ist sich nicht ganz so sicher, welche Hautpflege die Richtige ist, sollte man sich mit einem Dermatologen in Verbindung setzen. Zuerst sollte überprüft werden, welcher Hauttyp man ist und dem entsprechend sollte die Hautpflege genau abgestimmt werden.

Ausschlag im Gesicht

Ausschlag im Gesicht kann viele Ursachen haben. Zunächst ist es ratsam, mögliche Ausbruchsfaktoren zu erkennen. Tritt der Hautausschlag regelmäßig und über einen langen Zeitraum auf sollten Sie einen Arzt zu Rate ziehen. Von voreiligen Diagnosen ist Abstand zu nehmen.

Windpocken

Durch Varizella-Zoster-Viren ausgelöst verursachen Windpocken juckende Bläschen. Diese treten jedoch nicht nur im Gesicht auf. Auch Rumpf, Kopfhaut und im späteren Krankheitsverlauf die Gliedmaßen sind betroffen. Eine Windpockeninfektion sollte auf jeden Fall von einem Arzt abgeklärt und behandelt werden, da diese ansteckend ist.

Allergische Reaktionen

Hautallergiker haben oftmals mit unangenehmen Juckreiz zu kämpfen. © Fotolia.com

Hautallergiker haben oftmals mit unangenehmen Juckreiz zu kämpfen.
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Stark juckender Ausschlag ist meist auf Allergien zurückzuführen. Ausschlag im Gesicht wird beispielsweise durch ein Shampoo oder ein Duschgel ausgelöst. Bei Kontakt mit der Haut entstehen so Rötungen und Quaddeln. Diese sind häufig sehr schmerzhaft. Aber auch verschiedenste Cremes und Make-Up können Ausschlag im Gesicht hervorrufen. Bei empfindlicher Haut empfiehlt sich der Kauf von Naturprodukten oder Bioprodukten. Diese sind häufig verträglicher.

Häufige Auslöser bei Ausschlag im Gesicht:

  • Nickel
  • Chrom
  • Perubalsam ( enthalten in Parfums, Lotionen, Cremes…)

Neurodermitis

Sie leiden unter extrem trockender und empfindlicher Haut? Dann könnte die Ursache für Ausschlag im Gesicht „Neurodermitis“ sein. Die Haut neigt dazu, Ekzeme zu entwickeln. Häufige Auslöser sind mechanische Einflüsse und bestimmte Lebensmittel. Aber auch Hausstaub, Tierhaare und Pollen können Neurodermitis hervorrufen. Die Neurodermitis tritt meist in Schüben auf. Die beschädigte Haut sollte auch hier in jedem Fall ärztlich versorgt werden, da sich sonst eine bakterielle Infektion bilden kann.

Ausschlag durch psychische Probleme

Die psychosomatischen Leiden der Betroffenen spiegeln sich hierbei oftmals auf der Haut wieder. Besonders betroffen ist das Gesicht. Jedoch können auch andere Körperteile betroffen sein. Begleitet wird dieser Juckreiz durch Schlaf und Konzentrationsstörungen.

Ausschlag durch zu häufiges Besuchen eines Sonnenstudios

Die übermäßige Sonnenstrahlung im Solarium löst in einigen Fällen ebenso einen juckenden, rötlichen Hautausschlag aus. In dem Fall ist es ratsam die Besuche im Sonnenstudio gegebenenfalls einzuschränken oder zu unterlassen. Eine Untersuchung vom Hautarzt ist hierbei empfehlenswert.

Hautausschlag ist in keinem Fall auf die leichte Schulter zu nehmen und Bedarf immer einer Klärung durch einen Facharzt. Je früher eine Diagnose erkannt wurde, desto weniger Beschwerden treten auf.