Bereits seit vielen Jahren ist die Behandlung bestimmter Erkrankungen mit Hilfe von Stammzellen in der Medizin eine häufige, wie auch erfolgreiche Möglichkeit um Krankheiten zu begegnen. War diese Form der Behandlung von Patienten in den Anfangsjahren der Forschung sehr umstritten, ist die Methode heute unverzichtbar geworden. In den letzten Jahren ist die Zahl jener Erkrankungen, vor allem des Stoffwechselbereiches, die mit Therapieformen behandelt werden können, die auf Stammzellen beruhen, stetig gestiegen. Auch bei bestimmten Erkrankungen des Blutes sowie bei Krebsbefall hat sich der Einsatz von Stammzellen als effiziente Behandlungsmethode erwiesen.

Immer neue Behandlungsbereiche

Neue Möglichkeiten der Behandlung mit Stammzellen hat die Forschung in der jüngsten Vergangenheit auch im Bereich der Gefäßerkrankungen sowie von bestimmten Krankheiten, die den Herzmuskel betreffen, entdeckt. Besonders in diesem Therapiebereich wurde der erfolgreiche Einsatz von Stammzellen, die aus dem Körper der Patienten entnommen wurden, hinlänglich dokumentiert. Auch im Bereich der Alzheimerforschung und der Untersuchung nach Möglichkeiten der Parkinsonbehandlung findet die Stammzellentherapie immer mehr Befürworter. Nicht umsonst gelten Stammzellen mittlerweile als die größten Hoffnungsträger der Medizin.

Nabelschnurblut als perfekte Quelle

Im Gegensatz zu Stammzellen, die von Erwachsenen entnommen werden und deren Alterungsprozess entsprechend hoch ist, eignen sich Stammzellen, die aus dem Blut der Nabelschnur nach der Entbindung gewonnen werden, wesentlich besser. Da diese noch in keiner Weise beschädigt oder bestimmten Gewebe zugeordnet sind und es sich um nicht vorgealterte Stammzellen handelt, ist die Qualität entsprechend hoch und die Einsatzmöglichkeiten bedeutend größer als bei anderen Stammzellen. Immer mehr junge Eltern lassen daher gleich nach der Geburt Nabelschnurblut einlagern. Besonders einige probate Blutbanken haben sich mittlerweile auf diese Form der Gesundheitsvorsorge spezialisiert. Die Einlagerung des Blutes aus der Nabelschnur ist sehr aufwändig. Einige Kliniken haben sich allerdings auf den Wachsenden Bedarf an der Entnahme von Nabelschnurblut eingestellt und arbeiten daher mit Blutbanken, die diese Leistung anbieten zusammen. Interessierte können beispielsweise hier Stammzellen spenden.

Einfache Abwicklung

Hat man sich zu einer Entnahme entschlossen, lässt sich das Procedere einfach realisieren. Meist kann man die Zugangsinformationen zum Servicebereich privater Blutbanken online anfordern und seine eigene Daten dann bequem via Internet eingeben. Wenige Wochen vor dem berechneten Geburtstermin kommt dann in der Regel eine Entnahmebox, die die werdende Mutter in die Entbindungsklinik mitnimmt. Die Entnahme nach der Abnabelung des Kindes erfolgt völlig ohne Risiko und ist völlig schmerzfrei. Das entnommene Blut wird von einem Kurier in der Klinik abgeholt und zur Blutbank gebracht. Dort erfolgt nach gründlicher Untersuchung des Nabelschnurblutes die fachgerechte Einlagerung nach höchsten Qualitätsstandards.

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