Das Wohlbefinden und einen gesunden Schlaaf wird durch viele Faktoren unseres Bettes beeinflusst: Neben Bettwäsche und Matratze wird das Lattenrost oft unterschätzt.  Nicht nur die Bundeswehr, auch Singles und Paare schätzen dieses Untergestell aus vielen Gründen. Für wen diese Art Unterbett geeignet ist, welche Lattenrosttypen es gibt und was deren Vor- und Nachteile sind, sowie für welchen Typ man sich letztendlich entscheiden sollte, soll anhand des Beispiels des 140×200 cm Lattenrost hier kurz dargestellt werden.

Für wen ist dieses Unterbett geeignet?

Das Lattenrost 140×200 cm, das auch in Hotels als „Queensize“, d.h. als kleinstes Doppelbett, angeboten wird, hat seine Freunde unter Einzelpersonen wie Paaren. Für eine Einzelperson ist mehr als ausreichend Platz für alle Liegepositionen da und gerade frischverliebte Paare mögen es, sich in diesem Bett eng aneinander zu kuscheln.Paare schätzen es auch, dass die Matratze durchgehend ist, d.h. dass sich keine störende Ritze in der Mitte befindet. Da die Betten auch in kleinere Zimmergrößen passen und man auf ihnen ausnehmend bequem ruhen kann, dürften diese Unterbetten Verkaufsschlager bleiben. Allerdings sollten beim Kauf die Nutzung und die Schlafgewohnheiten der Nutzer in Betracht gezogen werden. Es gilt besonders Rückenschmerzen durch die richtige Größe zu vermeiden!

Die verschiedenen Typen von Unterbetten – Standard

Der sogenannte Rollrost ist die einfachste und preiswerteste Version an Unterbetten. Dabei verfügt der Rost über keinen Rahmen, sondern ist aus Latten zusammengesetzt, die durch Gewebebänder zusammen gehalten werden. Direkter Vorteil ist, dass dieses Modell für den Transport ganz praktisch zusammengerollt werden kann.Etwas nachteilig fällt auf, dass das Nutzungsgewicht genau beachtet werden muss: Ansonsten könnten die Latten in der Mitte durchbiegen oder das Bett bei einer ungünstigen Drehung des Nutzers verrutschen, so dass der Schläfer plötzlich in den Bettkasten rutscht (da ja kein Holzrahmen vorhanden ist).

Anders als der Rollrost verfügt der Federholzrahmen, wie der Name schon sagt, über einen Holzrahmen. Der Aufbau ist grundsätzlich wie beim Rollrost, doch bietet der Federholzrahmen mehr Sicherheit und ist (je nach Typ) verschiedenartig im Kopf- und Fußbereich in der Höhe einstellbar. Nachteilig fällt hier das Gewicht ins Auge.
Auf der anderen Seite kann hier der Härtegrad des Liegens individuell eingestellt werden, weswegen viele Nutzer dieses Modell vor einem Rollrost bevorzugen.

Die verschiedenen Typen von Unterbetten – Besonderes

Beim Tellerlattenrost handelt es sich um einen Rahmen mit einem Untergestell, auf welchem federnde Teller angebracht wurden. Diese werden vor allem von Menschen mit orthopädischen Beschwerden bevorzugt, da sie eine sogenannte Punkteelastizität bieten. Hier verfügt man über noch mehr Schlafkomfort, muss dafür aber auch tiefer in den Geldbeutel greifen.Der King unter den Queensize-Unterbetten ist ohne Zweifel der elektrische Lattenrost. Er ist die komfortabelste Ausführung, da hier Fuß- und Kopfteil elektrisch verstellt werden können. Dafür ist er auch das teuerste und bei weitem schwerste Modell (ein solcher Typ fängt erst bei einem Gewicht von 25 kg an, wohingegen ein Tellerlattenrost etwa 20 kg, ein Federholzrahmen ca. 15 kg und ein Rollrost sieben bis acht kg wiegen).

Zwar wird nicht unbedingt der Schlaf durch ein solches Modell gesundheitsförderlicher, aber das Liegen wird allgemein als angenehmer empfunden, wodurch Krankheiten auch schneller ausheilen können. Allerdings ist dieses Modell am besten nur durch einen Schläfer nutzbar, da es für den Partner unbequem sein kann, die vom anderen gewünschte Liege- oder Sitzposition einzunehmen.

Worauf Käufer eines Lattenrostes achten sollten

Entscheidend ist wie erwähnt, beim Kauf eines Lattenrostes auf die Qualität zu achten und die Nutzung des Bettes in die Kaufentscheidung mit einzubeziehen. Grundsätzlich kann bereits ein Lattenrost für 30,- € ausreichend Schlafkomfort bieten; wichtig dafür ist aber, dass Lattenrost und Matratze perfekt aufeinander abgestimmt sind.

Auch die Gewichtsklasse gilt es zu berücksichtigen: Schwingungen, die sich während des Schlafs ergeben, können sich bei einem zu weich gewählten Typ auf die andere Bettseite übertragen (ähnlich wie beim Wasserbett). Die Empfehlung des Bettenverkäufers an das Paar im bekannten Loriot-Sketch „Sie können ruhig mal probeliegen!“ macht also durchaus Sinn bzw. ist sogar ein Probekauf zu erwägen.

Zusammenfassung

Klare Gründe für den Kauf eines Lattenrostes sind neben dem Liegekomfort, der praktischen Nutzung als Einzel- und Doppelbett sowie des guten Preis/Leistungsverhältnisses auch die Tatsache, dass das Norm Maß 140×200 überall verfügbar ist: Man kann also vom Boxspringbett bis zur Gelmatratze über eine reiche Matratzenauswahl verfügen. Die Feineinstellung des Rostes sollte gründlich erfolgen, damit höchster Schlafkomfort gewährleistet werden kann.Kurz gesagt: Die Anschaffung eines Lattenrostes ist aus ökonomischen, gesundheitlichen und praktischen Erwägungen heraus zu empfehlen.

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