Die häufigsten psychischen Erkrankungen gehören auch zu den häufigsten Gründen für Krankschreibungen. In Deutschland leiden 8 Millionen Menschen an psychischen Störungen, hier die häufigsten psychischen Erkrankungen.

Angststörungen

Man unterscheidet zwei Gruppen von Angstzuständen, die der „gerichteten“ Ängste und die der „ungerichteten“ Ängste. Bei den „gerichteten“ Ängsten unterscheidet man „soziale Phobie“, „Spezifische Phobie“ und „Agoraphobie“, Ängste und Befürchtungen beziehen sich hierbei auf bestimmte Situationen oder Objekte. Bei den „ungerichteten“ Ängsten unterscheidet man zwischen „Panikstörung“, so wie der „generalisierten Angststörung“.
Hierbei handelt es sich um Ängste, die ohne einen bestimmten äußeren Auslöser auftreten.

AD(H)S – Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung

Es gibt drei verschiedene Bereiche, der Wahrnehmungsbereich in Art von – Tagträumerei, leichter Ablenkbarkeit, extremer Vergesslichkeit, mangelndes Durchhaltevermögen und Kritikempfindlichkeit. Der Sozialisationsbereich z.B. – Impulsivität (spontanes Handeln ohne vorheriges Nachdenken), niedrige Frustrationstoleranz, mangelnde Selbststeuerungsfähigkeit, Schwierigkeiten planvoll zu handeln und sich selbst zu organisieren und Antriebslosigkeit. Der motorische Bereich z.B. – Zappeligkeit, Ungeschicklichkeit in Grob-/Feinmotorik und falsche Kraftdosierung.

Burnout

Müdigkeit und Erschöpfung als Symptome eines Burnouts

Müdigkeit und Erschöpfung als Symptome eines Burnouts (© Robert Kneschke – Fotolia.com)

Das Krankheitsbild des Burnout-Syndroms äußert sich durch – chronische Müdigkeit und seelische Erschöpfung, Distanzierung von der Arbeit, körperlichen Beschwerden, psychische Veränderungen und Veränderungen im sozialen Verhalten sowie kognitive Leistungseinschränkungen – Konzentrationsstörungen, Entscheidungsunfähigkeit, Wahrnehmung von Leistungsverlust und Selbstzweifel.

Demenz

Die häufigsten psychischen Erkrankungen im Alter, hier die über 70-Jährigen werden angeführt von der Demenz. Im Anfangsstadium äußert sich die Demenz durch Störung des Kurzzeitgedächtnisses sowie der Merkfähigkeit, später Störungen des Langzeitgedächtnisses und zunehemend Verlust erlernter Fähigkeiten wie Rechnen oder Sprechen. Dies hat Orientierungsschwierigkeiten im späteren Krankheitsverlauf zur Folge, dies betrifft die eigene Person, die Umgebung sowie das aktuelle Geschehen. Bei weiter fortgeschrittener Erkrankung ist Hilfe im Alltagsgeschehen wie Einkaufen, Kochen oder Waschen notwendig.

Depression

Negatives und pessimistisches Denken gehört zu den häufigsten Merkmalen einer Depression. Die eigene Person, Vergangenheit und Zukunft sind fast unentwegt mit negativen Gedanken behaftet. Selbstvorwürfe und Schuldgefühle, oft durch den Tod nahestehender Menschen oder finanzielle Sorgen hervorgerufen, sind häufig Auslöser depressiver Erkrankungen.

Borderlinesyndrom

Diese noch nicht sehr gut verstandene Erkrankung liegt im Grenzbereich zwischen Neurose und Psychose, sie äußert sich in Form von Alkoholismus und Sucht, Selbstverletzungen, Depression, Instabilität von Selbstbild, Beziehungen und Stimmungen.

Zwangsstörungen

Hier müssen erkrankte ihren „Tick“ zwanghaft ausleben. Tourettegeschädigte, Messies aber auch viele Magersüchtige gehören zu den Menschen, die an Zwangsstörungen leiden.

Schizophrenie

Der „klassische“ Wahnsinn. An Schizophrenie erkrankte entwickeln oft seltsam anmutende Wahnvorstellungen ohne jegliche reale Basis. Mit logischen Argumenten sind betroffene nicht davon abzubringen, da ihnen ihre Wahnideen absolut schlüssig erscheinen.

Leiden Patienten an Verfolgungswahn, denken sie abgehört, kontrolliert oder bedroht zu werden. Akut erkrankte erleben häufig Sinnestäuschungen (Halluzinationen) auf akustischen oder anderen Sinnesgebieten, diese werden sehr oft als bedrohlich, gar unheimlich empfunden.

Nicht nur die häufigsten psychischen Erkrankungen sollten für die wissenschaftliche Forschung Forderung nach Kreativität und Innovation sein. Die gezielte Untersuchung bisher als unspezifisch betrachteter Behandlungsfaktoren könnte ein lohnendes Feld sein.