Zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe sind für unseren Körper notwendig, um sämtliche Funktionen aufrecht zu erhalten und ihn vor äußerlichen sowie innerlichen Einflüssen zu schützen. Besonders wichtig ist Vitamin C. Um dieses wird sich vermehrt gesorgt, sobald die Tage wieder dunkler werden und die Erkältungswelle bereits auf dem Weg ist. Aber wofür genau ist das Vitamin eigentlich zuständig und sind die Bedenken berechtigt?

Funktionsweise von Vitamin C

Vitamin C ist auch unter dem Namen Ascorbinsäure bekannt. Es fängt freie Radikale im Blut, Gehirn sowie den Zellen ab und hindert diese daran, sich im Körper zu entfalten. Gleichzeitig ist es ein Antioxidant, wodurch es im Immunsystem eine wichtige Rolle spielt und nicht wegdenkbar ist. Das Vitamin kann zahlreiche Krankheiten effektiv vorbeugen und verbessert die Aufnahme von anderen wichtigen Stoffen wie Calcium und Eisen. Vitamin C kräftigt das Bindegewebe und ist mit für die Regulation der Ausschüttung von Sexual-, Schilddrüsen-, Wachstums und Stresshormonen verantwortlich.
Es ist an der Produktion beteiligt von:
  • Zähnen
  • Zahnfleisch
  • Knochen
  • Gallensäure

Darüberhinaus bindet Vitamin C Nitrosamine, die Krebs auslösen können. Seine Aufgaben im Körper sind vielfältig, was deutlich macht, wie wichtig es ist, den Körper mit Vitamin C zu versorgen. Bei Vitamin C handelt es sich um ein wasserlösliches Vitamin, das der menschliche Organisamus nicht selber herstellen kann. Stattdessen muss es ihm von außen zugeführt werden, am besten durch rohes Obst und Gemüse.

Erhöhter Bedarf im Herbst

Vitamin C spielt somit auch eine wichtige Rolle dabei, die alltägliche Gesundheit aufrecht zu erhalten und gegen übliche Viren und Bakterien zu verteidigen. Diese schwirren besonders im Herbst vermehrt durch öffentliche Einrichtungen und alle Orte, an denen viele Menschen sich versammeln. Zahlreiche Personen husten, haben Schnupfen, Halsschmerzen oder eine Kombination aus mehreren Symptomen. Eine vermehrte Vitamin C Aufnahme soll verhindern, dass der oder die Betroffene sich ansteckt. Das Immunsystem wird durchs Vitamin C gestärkt und das Risiko, als Wirt für fremde Viren zu enden reduziert. Dennoch bleibt gesagt, dass nur wenige Menschen in Deutschland Probleme haben, die empfohlene Tagesmenge des Vitamins aufzunehmen. Wird die Dosis überschritten, so hat dies keinen weiteren positiven Effekte auf den Körper, weil dieser den Überschuss durch den Urin wieder ausscheidet.

Überdosis Vitamin C

Während sich durch eine gesunde Ernährung der empfohlene Vitamin-C-Spiegel mühelos erreichen und aufrecht erhalten lässt, sind allgemeinverkäufliche und in der Werbung angepriesene Vitaminpräparate oft sehr hoch dosiert. Normalerweise stellt dies kein Problem für den Körper dar, kann er den Überfluss über Auscheidungsorgane bewältigen. Ist die Dosis durch Tabletten etc. jedoch extrem überzogen, fallen diese Prozesse aus. Es kann zu Erbrechen, Durchfall, Übelkeit und Baukrämpfen kommen. Ebenfalls möglich ist die Entstehung von Nierensteinen. Dies erklärt, warum es nicht sinnvoll ist, den Bedarf über Präparate zu decken. Frisch gepresster Orangensaft oder Obst und Gemüse sind vorzuziehen. Es kann zum einen sehr schnell zu einer zu großen Nährstoffaufnahme kommen, zum anderen sei erwähnt, dass Vitaminpräparate zu dem Gedanken leiten, dass diese eine gesunde Ernährung ersetzen können. Dies ist jedoch nicht der Fall. Das künstlich beigefügte Vitamin C enthält keine weiteren Informationen für den Körper und gelangt somit vollkommen isoliert in diesen. Es beinhaltet oftmals größere Mengen an Säure, welche die Schleimhäute des Verdauungssystem angreifen können. Um dem entgegen zu wirken setzt der menschliche Organismus auf den Einsatz von körpereigenen Mineralien, die die Haut schützen sollen. Bei regelmäßiger Einnahme von Vitaminpräparaten kann es dadurch zu einer Entmineralisierung des Körpers kommen, weil eine hohe Anzahl an Mineralien eingesetzt werden muss, um die Säure daran zu hindern, größeren Schade anzurichten. Möchten Betroffene dennoch auf Tabletten zurückgreifen, ist es wichtig, welche auszuwählen, die sich erst im Dünndarm öffnen. Dies ist meistens gewährt, wenn sie in Form einer Kapsel vorliegt. Während die Werbung die Nützlichkeit des Vitamins sehr hoch anpreist, erwähnt sie nicht, dass die spezielle Aufnahme meistens gar nicht notwendig ist. Heutzutage werden zahlreichen Fertiggerichten sogar bereits Dosen an Vitamin C zugefügt. Es ist also in westlichen Ländern beinahe unmöglich, einen Mangel zu erleiden.

Ascorbinsäure im Alltag

100 Milligramm des Vitamins täglich gelten als Richtlinie für gesunde Erwachsene. Kinder sollten ungefähr 60 bis 80 Milligramm zu sich nehmen. Schwangere, Stillende sowie Raucher hingegen haben einen erhöhten Bedarf und können sich an 150 Milligramm orientieren, wobei Schwangere bereits mit 110 Milligramm auskommen. Ascorbinsäure wird ebenfalls durch den Schweiß ausgeschwemmt. Wird regelmäßig exzessiv Sport getrieben, verlangt der Körper somit ebenfalls nach mehr Vitamin C. Großer psychischer Stress und die Einnahme bestimmter Medikamente, wie von Antibiotika oder oralen Verhütungsmitteln, also der „Pille“, führen ebenfalls zu einer Anpassung der Aufnahme. Aber auch Personen, die zu diesen Gruppen gehören, sollten sich um die Versorgung ihres Organismus keine größeren Bedenken machen. 100 Gramm Brokkolie enthalten bereits 115 Milligramm, Paprika 140 Milligramm, schwarze Johannisbeeren 177 Milligramm des Vitamins.

Kein Mangel an Vitamin C in westlichen Ländern

Vitamin C Mängel sind in anderen Ländern üblicher und wirken sich auf den gesamten Körper aus, was auch kein Wunder ist angesichts des breit gefächerten Aufgabenschemas des Vitmanins. So kann es zu einer schlechten Wundheilung und vermehrten Infekten kommen. Blutungen von Haut, Schleimhäuten und Zahnfleisch entstehen, Gelenke und Glieder können schmerzen. Die meisten Symptome lassen sich darauf zurückführen, dass der Körper ohne Vitamin C eine sehr minimalistische Fähigkeit zur Kollagenbildung besitzt. Innere Organe und Muskeln sind bei auftretenden Blutungen ebenfalls betroffen. Zudem reduzieren Müdigkeit und Schwäche die Leistung, sogar Depressionen sind möglich. Daduch, dass die freien Radikale nicht mehr effektiv bekämpft werden, kann die Lunge chronisch beschädigt werden, wodurch ebenfalls der Sauerstoffaustausch nachhaltig negativ beeinflusst wird. Ein schwerer Mangel wird auch oft als „Seefahrerkrankheit“ bezeichnet, weil Seefahrer diesem früher oft aufgrund mangelnden Obstes und Gemüses ausgesetzt waren.

Das Vitamin spielt somit im menschlichen Körper eine entscheidene Rolle und ist unverzichtbar. Dennoch ist es nicht notwendig, sich größere Sorgen um die Aufnahme des Stoffes zu machen. Einen Mangel an Ascorbinsäure zu erleiden ist in Deutschland beinahe ausgeschlossen, sodass die Nahrungsergänzung durch bestimmte Präparate überflüssig ist. Wie in zahlreichen Lebensfragen ist eine gesunde Ernährung der Schlüssel zum Erfolg.

 

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