Als Varikose oder auch Krampfadern, bezeichnet man dauerhaft erweiterte Venen im Bereich der unteren Extremitäten. Speziell an den Waden treten die Krampfadern besonders oft auf, häufig allerdings auch an den Oberschenkeln oder sogar im Beckenbereich. Diese erweiterten Venen stellen häufig nicht nur ein kosmetisches, sondern auch ein medizinisches Problem dar, weshalb man bei Verdacht auf Krampfadern so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen sollte, um längerfristigen Venenproblemen vorzubeugen.

Was genau sind Krampfadern?

Bei der Varikose erweitern sich die Venen unter der Haut, da das Blut von dort nicht mehr richtig fließen kann. Diese erweiterten Venen werden dann als bläuliche, geschwollene, geschlängelte Linien auf der Haut sichtbar.

Ursachen

Die Gründe für Varikose sind äußerst vielfältig. Häufig liegt die Veranlagung dafür bereits in den Genen und wird durch Bewegungsmangel, Übergewicht und stehende Tätigkeiten noch begünstigt. Eine weitere Ursache der auftretenden Varikose können auch hormonelle Einflüsse sein, speziell während der Schwangerschaft. Zudem wird durch die vergrößerte Gebärmutter der Abfluss des Blutes aus den Beinen behindert.

Typische Symptome

Obwohl man aufgrund der Bezeichnung annehmen könnte, dass Krampfadern für Krämpfe in den Beinen sorgen, ist dem nicht so. Eine Information über Krampfadern zwischendurch: Der Begriff stammt von dem altdeutschen Wort „krimpfan“ für „krümmen“ ab. Entdeckt man zum ersten Mal Besenreiser an den Beinen, kann man im Grunde von einem ersten indirekten Symptom sprechen. Denn wo Besenreiser sind, werden auch Krampfadern bald nicht mehr weit sein. Andere Symptome sind:

  • schwere, müde und schmerzende Beine
  • angeschwollene Beine
  • Beschwerden besonders nach langem Stehen oder Sitzen sowie bei warmen Temperaturen
  • bei Frauen: Beschwerden während und vor der Menstruation

Behandlung

Die übliche Varikose wird entweder physikalisch, medikamentös oder mittels Kompressionstherapie behandelt. Bei der physikalischen Behandlung werden häufig Beinmassagen verordnet (allerdings nur, solange keine Venenentzündungen oder Thrombose vorliegen). Zudem sollte man bei Krampfadern viel Laufen, im Idealfall barfuß, und Venengymnastik betreiben. Auch kalte Unterschenkelgüsse und Wassertreten haben sich im Laufe der Zeit gegen Varikose bewährt. Medikamentöse Behandlungen erfolgen meist homöopathisch durch Gels, Sprays, Cremes und Kapseln mit Inhaltsstoffen aus der Arnika-Pflanze, Mäusedorn oder Rosskastanienextrakten. Diese sollen abschwellend wirken und die typischen Beschwerden lindern. Bei der Kompressionstherapie werden dem Patienten Kompressionsstrümpfe verordnet und individuell angepasst. Diese sollen die Arbeit der Muskelpumpen und Venenklappen unterstützen, sodass das Blut in den Beinen wieder ungehindert fließen kann.

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