Der Ausdruck Rheuma bezeichnet eine Vielzahl an unterschiedlichen Krankheitsbildern, denen rheumatische Beschwerden zugrunde liegen. Oftmals zeigen sich die Symptome im Bewegungsapparat. Es kommt zu Gelenk-, Weichteil-, Knochen- und Knorpelentzündungen.

Wie entsteht Rheuma?

Die eigentlichen Ursachen für Rheuma sind noch weitestgehend ungeklärt. Die Schulmedizin hat allerdings nachgewiesen, dass es sich um spezielle Autoimmunerkrankungen handelt. Das menschliche Abwehrsystem richtet sich dabei gegen die eigenen Organe und gesundes Gewebe. Der Körper identifiziert die eigenen Organe und umliegendes Gewebe als fremd und setzt die Immunabwehr folglich gegen sie ein. Es kommt zu Wucherungen, aufgrund von Innenhautentzündungen; auch die Gelenke sind betroffen. Somit werden mit der Zeit immer mehr an Knochen, Bändern und Knorpel vernichtet. Es wird angenommen, dass unter Anderem auch genetische Veranlagungen verantwortlich sein können. Ein Beweis hierfür liegt allerdings bis Heute nicht vor. Es wurden auch Faktoren wie Infektionen, Umwelteinflüsse oder Verletzungen in Betracht gezogen, allerdings gibt es auch hier keine eindeutigen Nachweise.

Die Krankheit ohne Beschwerden

Die Symptome von Rheuma können sehr vielfältig sein. Einige Betroffene weisen nur vereinzelte Symptome auf, andere wiederum bemerken die ersten Beschwerden schon im Anfangsstadium der Erkrankung. Es kommt allerdings auch vor, dass viele Jahre lang gar keine Beschwerden auftreten, obwohl Rheuma schon lange vorhanden ist. In manchen Fällen ist es durchaus möglich, dass es zu einem jahrzehntelangen Krankheitsverlauf kommt, bei dem keinerlei Schmerzen und Beschwerden auftreten. Auch wenn eine rheumatische Erkrankung als solche diagnostiziert wurde, kann der Verlauf beschwerdefrei sein. Die Ursachen hierfür sind noch nicht geklärt, es wird allerdings ein Zusammenhang mit der spezifischen Immunabwehr des einzelnen Patienten vermutet. Während das Abwehrsystem einiger Betroffener sehr aggressiv vorgeht, ist dieser Vorgang bei Anderen wiederum weniger stark ausgeprägt. In vielen Fällen bei Rheuma ohne Beschwerden, wird hauptsächlich auf Naturheilverfahren gesetzt.

Auf diese Weise kann eine fast völlige Beschwerdefreiheit auch nach der Diagnosenstellung erhalten bleiben. Weiterhin differenzieren sich die die Symptome von Patient zu Patient auf sehr unterschiedliche Weise. Meist zeigen sich am Anfang der Erkrankung sehr allgemeine Symptome wie Antriebslosigkeit, Abgeschlagenheit, erhöhte Temperatur und ein Mangel an Appetit. Aber auch diese Symptome können durchaus völlig ausbleiben oder erst im späten Stadium der rheumatischen Erkrankung in Erscheinung treten.

Der Krankheitsverlauf

Während des Krankheitsverlaufs kann es zu unterschiedlichen Beschwerden kommen, welche häufig in der Nacht auftreten. Das ist dadurch bedingt, dass Knochen und Gelenke zu dieser Zeit nicht in Bewegung sind. Da die Erkrankung aber sehr schleichend verläuft, findet sich in dieser Tatsache ein weiterer Grund für eine völlige Beschwerdefreiheit der Betroffenen. Allgemeine Symptome, wie Gewichtsreduktion oder Entzündungserscheinungen werden oftmals nicht erkannt oder beachtet, da diese kurzfristig symptomatisch behandelt werden können. Der beschwerdefreie Verlauf kann somit bei allen rheumatischen Erkrankungen auftreten. Im Spätstadium ist weiterhin ein Schwund an Knochengewebe möglich. Dieser ist auch als Osteoporose bekannt.

Zusammenfassung der unterschiedlichen Rheuma-Erkrankungen

  • Morbus Bechterew
  • Bindegewebs- und Gefäßerkrankungen
  • Arthrose
  • Gicht
  • Weichteil-Rheuma
  • Muskel-Rheuma

 

 

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