Die Krankheit Rheuma bringt einige körperliche Belastungen mit sich. Eine davon ist ein starker Gewichtsverlust, der sich oft nur durch gesunde Ernährung ausgleichen lässt. Auf einige Lebensmittel sollte zudem komplett verzichtet werden.

Warum nimmt man bei Rheuma ab?

Der Gewichtsverlust bei Rheuma hat mehrere Gründe. In erster Linie ist es natürlich das generelle Unwohlsein und die Schmerzen, die mit der jeweiligen Erkrankung einhergehen. Diese sorgen dafür, dass weniger Appetit besteht. Auch die verschriebenen Medikamente können dazu führen, dass der Appetit gezügelt wird.
Darüber hinaus kann Rheuma mit anderen Erkrankungen, wie etwa Morbus Crohn wechselwirken. Dadurch treten weitere Beschwerden auf, die eine ausreichende Ernährung erschweren und durch das Unwohlsein generell dafür sorgen, dass zu wenig Nährstoffe eingenommen werden.
Die Ernährung bei Rheuma spielt generell eine große Rolle. Vielfach ist die Ernährung bei Rheuma nicht ideal und Betroffene verschlimmern durch die verzehrten Lebensmittel die Erkrankung.

Wie sieht eine gesunde Ernährung bei Rheuma aus?

Menschen, die an Rheuma leiden, können die Beschwerden durch eine gesunde Ernährung lindern und in manchen Fällen auch Medikamente einsparen. In erster Linie ist es wichtig, auf Fleisch- und Wurstprodukte weitestgehend zu verzichten. Wie Studien gezeigt haben, wirken sich gerade diese Lebensmittel und die enthaltenen Fette negativ auf Rheuma aus. Stattdessen sollte auf überwiegend pflanzliche Kost zurückgegriffen werden. Auch fettarme Milchprodukte und Fisch können helfen, die Symptome von entzündlichem Rheuma zu lindern. Grund dafür ist der geringe Anteil an Arachidonsäuren, welche entzündungsfördernd wirken. Zwar enthalten auch Fisch und Meeresfrüchte Arachidonsäuren, jedoch werden diese durch die entzündungshemmende Wirkung der enthaltenen Omega-3-Fettsäuren ausgeglichen. Rheumatiker sollten also generell wenig fetthaltige Lebensmittel zu sich nehmen.
Eine gesunde Ernährung bei Rheuma sieht auch vor, dass weitestgehend auf alkoholische Getränke verzichtet wird. Kleine Mengen können die Beschwerden jedoch lindern, was auf die antiinflammatorischen Effekte zurückzuführen ist.
Die Ernährung bei Rheuma sollte hauptsächlich Obst, Gemüse und fettarme Lebensmittel enthalten. Folgende Ernährungs-Tipps können die Beschwerden auf Dauer lindern:

  • Maximal zwei bis drei Portionen Fleisch oder Wurst pro Woche
  • Magere Fleisch- und Wurstprodukte bevorzugen
  • Pflanzliche Öle verwenden, die reich an Vitamin E und Omega-3-Fettsäuren sind
  • Nur kleine Mengen Alkohol trinken
  • Regelmäßig Fisch in den Speiseplan einbauen
  • Hauptsächlich fettarme Milchprodukte verwenden

 

Eine gesunde Ernährung bei Rheuma hängt jedoch immer auch von der genauen Art der Erkrankung ab. Deshalb empfiehlt es sich, mit dem Hausarzt einen Ernährungsplan auszuarbeiten, der genau auf das Krankheitsbild und die damit einhergehenden Beschwerden abgestimmt ist.

Darf man bei Rheuma essen?

Grundsätzlich muss bei Rheuma auf kaum ein Lebensmittel komplett verzichtet werden. Einige wirken gar besonders schmerzlindernd und können auf Dauer dazu führen, dass weniger Medikamente benötigt werden. Empfehlenswert sind etwa Makrele, Lachs, Karpfen oder Sardine, da die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend wirken. Beim Kochen sollten zudem überwiegend pflanzliche Öle wie etwa Leinöl, Rapsöl, oder Walnussöl verwendet werden. Darüber hinaus darf die Ernährung bei Rheuma auch Nüsse enthalten.

Gemüse und Obst kann bei Rheuma helfen

Auch das meiste Gemüse darf bei Rheuma bedenkenlos gegessen werden. So etwa Feldsalat, Kohl, Kartoffeln, Spinat, Weizenkleie oder Fenchel. Ebenfalls gute Vitaminlieferanten sind verschiedene Frucht- und Gemüsesäfte. Speziell Rote Bete, Tomaten, Orangen und Möhren sollten zur Ernährung bei Rheuma gehören.
Die Ernährung bei Rheuma wird also überwiegend von Fisch, Gemüse und Obst bestimmt. Vor allem letztere sollten unbehandelt verzehrt werden.

Vorsicht bei Kohlehydraten und Zucker

Auch Brot- und Backwaren können bedenkenlos verzehrt werden. Die Ernährung bei Rheuma sollte hier jedoch bevorzugt aus Vollkornprodukten bestehen. Süßwaren sollten dagegen weitestgehend gemieden werden. Wenn, sollte auf fettarme und natürliche Produkte zurückgegriffen werden. Empfehlenswert sind etwa Marmelade und Honig.

Andere Getränke bei Rheuma sind wichtig

Rheumatiker müssen sich besonders im Bereich der Getränke einschränken. Alkohol sollte die Ausnahme sein und auch zuckerhaltige Getränke sollten vermieden werden. Stattdessen empfiehlt sich calciumreiches Wasser.
Die Ernährung bei Rheuma ist also kein einfaches Thema. Halten die Betroffenen sich jedoch an einige Grundregeln, kann die richtige Ernährung bei Rheuma die Symptome lindern.

 

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