Es kann Menschen aller Altersklassen treffen: Das Leiden unter denen als „reißend“ beschriebenen Schmerzen, ausgelöst durch eine rheumatische Erkrankung. Nicht altersbedingt, facettenreich und in den Anfängen lediglich schubweise, lassen sich die ersten Anzeichen für Rheuma oft nur schwer als solche erkennen. 

Was geschieht im Körper, wenn er an Rheuma leidet?

Rheuma, eine chronische und überaus schmerzhafte Entzündung eines oder mehrerer Gelenke, gehört zu den komplexesten Erkrankungen des menschlichen Körpers. Denn tatsächlich werden unter dem Oberbegriff „Rheuma“ mehrere hundert unterschiedliche Krankheitsbilder zusammengefasst. Die häufigste Erkrankung ist hierbei die rheumatoide Arthritis. Als Hauptauslöser gilt eine Form der Autoimmunerkrankung. Hier greift das Immunsystem des Körpers fälschlicherweise die körpereigenen Gelenke und Gewebe an. Die Folge ist deren Zerstörung und somit Einschränkungen der Körperfunktionen.

Die ersten Anzeichen für Rheuma bleiben oft unerkannt

Wenn das Immunsystem infolge einer Rheumaerkrankung damit beginnt, den eigenen Körper anzugreifen, machen sich die ersten Symptome in aller Regel in den kleineren Gelenken, wie etwa den Finger- oder Zehenknochen bemerkbar. Im Frühstadium der Krankheit fühlen sich diese Gelenke, vor allem morgens direkt nach dem Aufstehen, steif und geschwollen an und lassen sich schwer bewegen. Diese ersten Symptome klingen dann, meist nachdem das Gelenk ausreichend bewegt wurde, vorübergehend ab. Gerade von jüngeren Menschen werden diese ersten Anzeichen oft regelrecht übersehen. Denn die Ansicht, lediglich ältere Menschen würden an Rheuma erkranken, hält sich nach wie vor hartnäckig. Tatsächlich sind allerdings auch Jugendliche und junge Erwachsene häufig von rheumatischen Erkrankungen betroffen.

Verschlimmerung der Anzeichen für Rheuma

Diesen ersten Symptomen folgt in aller Regel eine sogenannte Polyarthritis. In diesem Stadium weiten sich die Beschwerden auf weitere Gelenke aus. Mediziner sprechen ab einem Befall von mindestens fünf Gelenken von einer Polyarthritis. Die Rheumaanfälle geschehen meist schubartig. Während dieser Phasen fühlen sich die Patienten oft müde, abgeschlagen und habe starke Schmerzen in den betroffenen Gelenken. Die Bewegung ist dann stark eingeschränkt. 

Rheuma beschränkt sich nicht zwingend auf Knochen und Gelenke

Tatsächlich ist nicht zwingend nur der Bewegungsapparat von Rheuma betroffen. Rheumatische Entzündungen können beispielsweise auch die inneren Organe wie die Nieren, den Darm oder die Gefäße und Nerven betreffen. Diese Auswirkungen sind jedoch, vor allem als erste Anzeichen für Rheuma, vergleichsweise selten. 

Mit Bewegung vorbeugen

Bisher sind keine nachweislich erfolgreichen Maßnahmen bekannt, die einer Rheumaerkrankung oder den ersten Anzeichen für Rheuma vorbeugen können. Sinn macht die tägliche Bewegung und vorsichtige Belastung während ausgedehnter Spaziergänge oder Radtouren. Schwimmen gehört ebenso zu den gelenkfreundlichen Sportarten.

 

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