Eine der schönsten und gesündesten Sportarten ist das Schwimmen. Es gibt unterschiedliche Schwimmstile, so das Brustschwimmen, das Kraulen, Rückenschwimmen und Delfin. Jeder Schwimmstil birgt in sich eine gewisse Ästhetik, sofern er technisch einwandfrei beherrscht wird.

Die Fortbewegung im Wasser ist nicht nur gesund für das Herz-Kreislaufsystem, sondern auch für den Rücken, für die Muskulatur und die Ausdauer. Schwimmen wird auch zu Reha-Zwecken in Kliniken verwendet.

Die Geschichte des Schwimmens

Schwimmen für die Gesundheit

Schwimmen für die Gesundheit
(© Sergey Peterman – Fotolia.com)

Das Schwimmen gibt es schon seit den alten Ägyptern, den Griechen und den Römern. Doch damals spielte immer die Angst vor dem Ertrinken mit. Es war nur einigen wenigen vorbehalten, ihr Können als Schwimmer zu zeigen. Jahrhunderte lang ertranken die Seemänner, wenn ihre Schiffe in Schiffbruch gerieten, da sie nicht schwimmen konnten. Erst im 19. Jahrhundert wurde dieser Sport salonfähig gemacht. Heutzutage lernt fast jeder das Schwimmen in der Schule.

Schwimmen als Freizeitgestaltung

Schwimmen gilt hierzulande auch als Breitensport. Jede Stadt und Kommune hat eigene Schwimmhallen oder Freibäder, die öffentliche Schwimmzeiten anbieten. Zudem gibt es eine ganze Reihe von Badeseen und Badestränden, die besonders im Sommer stark frequentiert werden. Schwimmen gehört zu den beliebtesten Sportarten. Das liegt nicht nur an dem positiven Effekt für die Gesundheit, sondern auch an der geringen Verletzungsanfälligkeit.

Schwimmen als Leistungssport

Dieser Sport wird von vielen Vereinen als Leistungssport betrieben. Es gibt regionale und nationale Meisterschaften, Welt- und Europameisterschaften und die Schwimmwettbewerbe bei den Olympischen Spielen. In den vier Schwimmstilen gibt es Wettrennen in unterschiedlichen Distanzen sowohl für Männer als auch für Frauen. Viele Sportler, die eine andere Sportart aufgrund von Verletzungen nicht mehr ausführen konnten, haben aufs Schwimmen umgesattelt. Das ist möglich, da die Belastung für Muskeln und Skelettsystem im Wasser nicht so hoch ist wie bei Sport an Land.

Schwimmen als Extremsport

Einige Sportler betreiben das Schwimmen als Extremsportart. Dazu zählt das Langstreckenschwimmen, Winterschwimmen oder das Bekleidungsschwimmen. Die Klassiker beim Langstreckenschwimmen sind das Durchschwimmen des Ärmelkanals, oder das Schwimmen von Kuba nach Florida. Dabei muss der Schwimmer von einem Boot begleitet und mit Getränken versorgt werden. Um sich vor Auskühlung zu schützen, wird in einem Neoprenanzug geschwommen oder der Körper mit Vaseline eingerieben.

Es gibt aber noch weitere Wassersportarten, bei denen man schwimmen können muss:

  • Synchronschwimmen
  • Wasserball
  • Unterwasserrugby
  • Flossenschwimmen
  • Rettungsschwimmen
  • Tauchen
  • Turmspringen
  • Triathlon
  • Aquajogging

Schwimmen für Behinderte

Wasser ist in vielen Fällen ein gutes Medium für behinderte Menschen, so auch für Beinamputierte oder auch einige Querschnittsgelähmte. Es werden auch extra Schwimmwettkämpfe für Behinderte bis hin zu Paralympics ausgetragen. Auch als Reha-Maßnahme ist das Schwimmen sehr beliebt. Dazu zählen Aqua-Fitness und Aqua-Jogging.

Berühmte Schwimmer und Schwimmerinnen

Der erste Schwimmstar in der Geschichte war der US-Amerikaner Johnny Weissmüller. Er war der erste, der die 100 Meter Strecke unter einer Minute absolvierte. Weitere Schwimmstars waren Mark Spitz, Michael Phelbs, Michael Groß oder Kristin Otto. Zu den aktuellen Schwimmstars gehören Ryan Lochte und Jessica Hardy. Weltrekorde beim Schwimmen halten nicht lange. Die Rekordjagd kennt keine Grenzen.

Nur wenige Nachteile beim Schwimmen

Trotz der vielen Vorteile des Schwimmens für die Gesundheit, gibt es auch eine ganze Reihe von Nachteilen. Da ist zum einen die Gefahr für empfindliche Haut bei gechlortem Wasser. Das kann zu starken Hautreizungen führen und bestehende Krankheiten wie Neurodermitis verschlimmern. Ein weiterer Punkt ist dein Einfließen von Wasser ins Ohr, was zu Ohrenschmerzen oder im Extremfall auch zu einer Entzündung führen kann.

Leider kommt es auch immer wieder mal vor, dass vermeidlich erfahrene Schwimmer im offenen Meer ertrinken. Hinzu kommt die Gefahr durch giftige Quallen, Haie oder durch Schiffe in der Fahrrinne. Deshalb ist in jedem Fall den Hinweisen von Verbotsschildern oder den Aufforderungen von Rettungsschwimmern Folge zu leisten. Es kommt immer noch häufig zu Badeunfällen, weil Leute übermütig sind und ihre Fähigkeiten überschätzen.