Crossfit ist eine Trainingsmethode, die durch das Verbinden von Gewichtheben, Sprinten und Turnen die Sportler intensiv und ausgewogen in folgenden Fertigkeiten trainiert:

  • Ausdauer
  • Kraft
  • Beweglichkeit
  • Schnelligkeit
  • Geschicklichkeit
  • Balance
  • Koordination
  • Genauigkeit

Dabei variieren sämtliche Übungen permanent, um den maximalen Trainingseffekt zu bewirken. Ziel ist es also eine breit angelegte, „vollkommene“ Fitness zu erreichen.

Die Geschichte von Crossfit

Crossfit - Der Trend aus den USA

Crossfit – Der Trend aus den USA
(© Ammentorp – Fotolia.com)

Ursprünglich stammt Crossfit aus den USA und wurde dort 1980 von dem ehemaligen High-School-Turner Greg Glassman entwickelt. Nachdem die ersten Trainingseinheiten mit Erfolg dazu genutzt wurden, die Polizei von Santa Cruz aus- und weiterzubilden, schwappte die Welle zum Militär über wie den kanadischen Streitkräften.

Der wirkliche Durchbruch von Crossfit gelang allerdings erst vor ein paar Jahren in amerikanischen Fitnessstudios. Mittlerweile kommt der Trend auch immer mehr in Deutschland an – vor allem in Großstädten.

Wie wird Crossfit trainiert?

Das Crossfit-Training wird in kleinen Gruppen absolviert und dabei von erfahrenen Trainern beobachtet. Das gesamte Training dauert rund eine Stunde.

Angefangen wird mit einem gemeinsamen Warm up, worauf der Technik- oder Kraftteil beginnt. Es folgt das Kernstück des gesamten Crossfit-Trainings, das mit sehr hoher Intensität ausgeführte „Workout of the Day“ (WOD). Wie der Name es schon vermuten lässt, enthält das „Workout of the Day“ jeden Tag aus anderen Einheiten, die von Crossfit-zertifizierten Trainern selbst zusammengestellen werden. Die Sportler müssen in der vorgegebenen Zeit möglichst viele „Runden“ abarbeiten.

Dazu gehören unter anderem auch standardisierte Trainingseinheiten, an denen oft der Trainingsfortschritt gemessen wird und mit Frauennamen betitelt werden.

Ein Beispiel für eine solche Einheit ist „Cindy„, welche aus 5 Klimmzügen, 10 Liegestützen und 15 Kniebeugen besteht und in 20 Minuten so oft wie möglich ausgeführt werden muss.

Video: Eine Einheit Cindy

Crossfit als Wettkampf

Da Crossfit einen sehr kompetitiven Charakter besitzt, werden seit 2007 jährlich die „CrossFit Games“ betrieben, welche seit 2011 von Reebok als Hauptsponsor unterstützt werden – das Preisgeld stieg von 25000 Dollar auf 250000 Dollar.

Neben dem hohen Preisgeld ist noch ein anderes Ziel entscheidend. Der Gewinner oder die Gewinnerin der „CrossFit Games“ – die Wettkämpfe sind geschlechterspezifisch getrennt – darf sich, ohne zu zögern, „Fittest Man/Woman on earth“ nennen.
Dies gelang beispielsweise bei den Männern Rich Froning drei Mal in Folge (2011, 2012, 2013) und bei den Frauen zwei Mal in Folge Annie Thorisdottir (2011, 2012).

Vor den „CrossFit Games“ muss man sich nach den „The CrossFit Games Open„, in denen man von zu Hause aus per Video teilnimmt und die vorgegebenen Workouts richtig ausführt. Nun qualifizieren sich die 60 besten Männer, die 60 besten Frauen und die 30 besten Teams – 26000 Teilnehmer weltweit – für die „Regionals„, die schon vor Zuschauern stattfinden. Aus diesen „Regionals“ gelangen dann jeweils 3 Männer, 3 Frauen und 3 Teams zu den „CrossFit Games„.

Kritik an Crossfit

Viele Sportwissenschaftler behaupten, dass – neben der als gut beurteilten Grundidee – die Sportler sich „kaputt trainierten“, da die Gefahr der körperlichen Überlastung sehr groß sei und es oft zu Verletzungen komme.

Zudem ließe sich der Trainerschein innerhalb eines Wochenendkurses zu erwerben sei, was zu vielen „schwarzen Schafen“ führe. Auch bezweifeln Sportwissenschaftler, dass sich Crossfit gegen die Fitnessstudios durchsetzen kann. Es sei zu hart und speziell und das schrecke die meisten ab.