Haben Säuglinge Bauchschmerzen oder treten Blähungen bei Säuglingen auf ist für gewöhnlich eine Tasse Fencheltee ausreichend, um dem Übel Herr zu werden. Derartige Bauchschmerzen bei Säuglingen stehen oftmals in Verbindung mit dem noch nicht ausgereiften System der Darmflora. Hier müssen sich erst die Bakterien darauf einstellen die verwertbaren Nahrungsmittelbestandteile zu extrahieren und dem kleinen Körper in geeigneter Form als Nahrung bereitzustellen. Dazu benötigt das junge Lebewesen einige Zeit. Vorwiegend dann, wenn neue Bestandteile in der aufgenommenen Speise vorhanden sind, kann es zu einer Gasbildung kommen, was beim Baby Bauschmerzen auslöst, die sehr häufig auf Blähungen zurückzuführen sind. Alternativ sind zudem spezielle Globuli bei Bauchschmerzen für Säuglinge und Kleinkinder erhältlich, die in der Regel schnell für Abhilfe dieses windigen Problems sorgen.

Doch nicht in jedem Fall ist den Bauchschmerzen bei Säuglingen so leicht beizukommen. Klagt ein Kleinkind über Bauchschmerzen, so sollten von den Eltern weitere Symptome beobachtet werden. Alarmierend ist es immer, wenn die Bauchdecke prall gespannt ist und sie sich beim Abklopfen hohl oder prall gefüllt anhört. Wohlmöglich kommen Erbrechen und Fieber zu den Bauschmerzen beim Kleinkind hinzu. Tritt zudem Blut im Stuhl auf, ist unbedingt der sofortige Arztbesuch erforderlich. Hier ist immer eine Abklärung durch einen Facharzt erforderlich, um schwerwiegende Erkrankungen, wie beispielsweise eine Lungenentzündung, einen Leistenbruch, eine Darmverschlingung oder eine Appendizitis sicher ausschließen zu können. Aber selbst wenn diese alarmierenden Symptome alle oder teilweise ausbleiben, sollte immer dann ein Arzt aufgesucht werden, wenn die Bauchschmerzen über Stunden anhalten, kolikartig im Abstand von wenigen Minuten auftreten und trotz aller Hausmittel keine Besserung eintritt.

Eltern sollten sich in solchen Fällen in Erinnerung rufen, dass Bauchschmerzen bei Kindern nur ein allgemeines Symptom sind, bei dem zahlreiche Erkrankungen als Auslöser in Frage kommen. Grund dafür ist die beim Menschen relativ langsam voranschreitende Entwicklung des Körpers. Babys, Kleinkinder und Kinder verfügen nicht über ein ausreichend gereiftes Immunsystem. So können schon kleine Infekte mit schwer erscheinenden Symptomen einher gehen. Andererseits versucht das Immunsystem sich seinen Herausforderungen anzupassen und übt an sich selbst. So treten beim Kind Bauchschmerzen auf, ohne dass es hierfür einen pathologischen Grund gibt. Es liegt keine Erkrankung vor, das Immunsystem trainiert lediglich für den Ernstfall.

Besondere Fälle von Bauschmerzen beim Säugling

Gerade das Stillen kann bei Neugeborenen für Bauchschmerzen sorgen (Bildquelle: BigStock-ID-59162948-Wavebreak-Media-Ltd)

Gerade das Stillen kann bei Neugeborenen für Bauchschmerzen sorgen (Bildquelle: BigStock-ID-59162948-Wavebreak-Media-Ltd)

Sind Bauchschmerzen beim Baby nach dem Stillen die Regel oder treten nach dem Stillen in aller Regelmäßigkeit beim Baby Bauchschmerzen und Blähungen auf, sollte vorsorglich eine Untersuchung der Muttermilch erfolgen.

Teilweise sind beim Baby Bauchschmerzen mit Blähungen mit einem hohen Zuckergehalt in der Muttermilch verbunden, die Mutter leidet unter einer Schwangerschaftsdiabetes. Ist die Milch ohne Befund, so sollte eine Laktoseunverträglichkeit ausgeschlossen werden. Diese Nahrungsmittelallergie tritt dann auf, wenn der menschliche Körper unfähig ist das in der Milch enthaltene Laktat zu verarbeiten. Kennzeichnend für eine solche Erkrankung ist neben ständigen Bauchschmerzen bei Kindern im Säuglingsalter ein wässerig, schleimiger Durchfall, der häufig grünlich oder gelb eingefärbt ist.

Obendrein liegt es häufig an der Ernährung der stillenden Mutter, haben Neugeborene Bauchschmerzen oder treten Bauschmerzen bei Kleinkindern auf, die Muttermilch zu sich nehmen, wenn auch nur als Ergänzung zu schon bereits fester Nahrung. So sollten stillende Mütter alle Nahrungsmittel vermeiden, die Blähungen auslösen können, insbesondere Hülsenfrüchte, Steinobst, Kohl oder Zwiebeln. Mit der Muttermilch werden an das Kind auch die Stoffe weitergegeben, die für die Blähungen verantwortlich sind, was dann beim Säugling Bauchschmerzen auslöst.

Stellt die Mutter fest, das Baby hat Bauchschmerzen immer dann, wenn sie zuvor Brot oder Milch zu sich genommen hat, kommt zudem eine Gluten-Allergie oder Eiweißallergie als Ursache in Frage, was durch einen Test abzuklären ist. Diese immer häufiger auftretenden Allergien bedürfen einer strikten Diät. Diese ist während der gesamten Stillzeit auch von der Mutter einzuhalten, um weitere Bauchschmerzen beim Baby so weit als möglich zu vermeiden.

Was tun bei Bauchschmerzen bei Kleinkindern?

Wie so häufig ist eine Vorbeugung besser als eine Heilung. So lassen sich mit einigen Tricks, regelmäßig angewendet, Kleinkinder vor Bauchschmerzen bewahren. Mit etwas Selbstdisziplin lassen sich solche Maßnahmen recht einfach umsetzten und es ist für alles wesentlich leichter ohne Bauchschmerzen Kinder aufwachsen zu lassen, vor allem sehr viel stressfreier. Zum einen sollte die stillende Mutter darauf achten, dass der Säugling richtig zu liegen kommt, steht die Fütterung an. Es empfiehlt sich eine für das Kind entspannte Haltung auf dem Arm, was dazu führt, dass beim Säugen nicht zu hastig getrunken und nicht zu viel Luft aufgenommen wird. Dies ist ein erster entscheidender Schritt um den Bauchschmerzen beim Baby vorzubeugen.

Wichtig ist zudem das kleine Bäuerchen nach jeder Mahlzeit. Mit dem Aufstoßen wird die Luft aus dem Magen entlassen, die trotz aller Vorsicht bei der Nahrungsaufnahme verschluckt wurde. Dabei ist das Kind aufrecht auf dem Arm zu halten, wobei der Kopf auf der Schulter ruht. Leichtes Klopfen auf den Rücken erleichtert das Entweichen der Luft. Es sollte zuvor ein Tuch auf die Schulter gelegt werden, denn nicht selten kommt mit der Luft auch etwas Nahrung wieder zum Vorschein. Anschließend, etwa 30 Minuten bis eine Stunde nach der letzten Mahlzeit, sollte beim Spiel die Fliegerposition probiert werden. Dabei liegt das Kind mit dem Gesicht nach unten auf dem Unterarm, Kopf in der Armbeuge. Diese Lage macht dem Nachwuchs in der Regel nicht nur Freude. Durch den gleichmäßigen Druck des Unterarms auf die Bauchdecke wird der Darm angeregt und die Luft kann wesentlich einfacher entweichen.

Zudem kann die Mutter entscheidend dazu beitragen, dass ihr Kind weniger Erbrechen und Bauchschmerzen zu ertragen hat, wenn sie selbst regelmäßig einen Fencheltee trinkt oder Globuli gegen Bauchschmerzen nimmt. Bewährt haben sich zudem zudem leichte Massagen der Bauchdecke, um Kinder Bauchscherzen zu ersparen. Diese spezielle Massage hilft übrigens auch, treten Bauchschmerzen bei Schulkindern oder Jugendlichen auf. Selbst viele Erwachsene reagieren auf eine Bauchdeckenmassage positiv. Um eine solche Massage richtig durchzuführen, sollte eine Mischung aus Fenchelöl und Kümmelöl verwendet werden, alternativ können auch ätherische Öle aus Eukalyptus genutzt werden. Damit wird die Bauchdecke leicht eingerieben und mit den Fingerspitzen im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel herum unter wenig Druck einmassiert. Fenchel und Kümmel sind bewährte Hausmittel bei Blähungen und die Massage im Uhrzeigersinn folgt dem Verdauungstrakt, regt den Magen und Darm an und hilft so, dass die Luft schnell und ohne Qualen entweichen kann, was die Bauchschmerzen bei Kindern effektiv verhindern hilft.

Zudem ist ein altbewährtes Hausmittel die Wärmflasche oder der erwärmte Beutel mit Hirsekörnern oder einem anderen Getreide. Die von außen zugeführte Wärme hilft die Muskulatur zu entspannen, regt ebenso die Darmtätigkeit an, was Bauchschmerzen bei Babys oftmals schnell beseitigen kann.

Sensibilität bei Neugeborenen verursachen Bauchschmerzen beim Kind

Manchmal wird festgestellt: Das Kind hat Bauchschmerzen, es gibt dafür aber keine pathologische Ursache. Insbesondere dann, wenn das Kind ständig Bauchschmerzen beklagt, sollte überprüft werden, ob nicht Gründe von Außerhalb dafür verantwortlich sein können.

Insbesondere Bauchschmerzen bei Neugeborenen, die sich ja noch nicht ausdrücken, noch nicht artikulieren können was sie bewegt, was sie mögen und was sie weniger leiden können, sind manchmal psychologisch begründet. So sind Bauchschmerzen Kindern ein Hilfsmittel zu zeigen, was sie nicht wollen. Sie erregen durch ihre psychosomatisch entwickelten Bauchschmerzen die Aufmerksamkeit der Eltern und lenken auf diese Weise von Situationen ab, die ihnen unlieb sind, beispielsweise wenn sich die Eltern häufiger streiten. Auch viel Lärm durch tobende Geschwister, die wochenlange Baustelle nebenan oder der kläffende Hund des Nachbarn kann Auslöser dieses Krankheitssymptoms sein, ohne dass eine echte Erkrankung oder Blähungen vorliegen.

Besonders sensible Kleinkinder warten mit Bauchschmerzen auf, ist beispielsweise das Licht zu grell, die Farbe der Vorhänge zu rot oder das Radioprogramm spielt eine zu aggressive Musik. Zudem reagieren insbesondere Säuglinge häufig mit Bauchschmerzen, wird ihnen nicht genügend Aufmerksamkeit, Liebe und Fürsorge zuteil. Neugeborene und Kleinkinder haben ein starkes Harmoniebedürfnis, welches zu stören nicht selten mit Bauchschmerzen quittiert wird. So sollte zum unbeschwerten Aufwachsen des neuen Erdenbürgers eine harmonische Atmosphäre geschaffen werden, was ein unbelastetes Aufwachsen ohne Bauchschmerzen beim Kind und den Eltern ermöglicht.

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