Bauchschmerzen beim Sport kommen in den verschiedensten Disziplinen vor und sie können in leichter, mittelschwerer und auch in sehr starker Form auftreten. Je nachdem, ob eine Verletzung oder eine Überlastung vorliegt, kommen Bauchschmerzen in der ganzen Bauchregion vor. Während sich Verletzungsschmerzen in der Regel sofort bemerkbar machen, tritt Muskelkater erst einen oder mehrere Tage nach den sportlichen Übungen oder einem Wettbewerb auf.

Falsche Körperhaltung und Überbelastung

Welche Bauchschmerzen joggen verursacht, ist ganz unterschiedlich und es kann in der jeweiligen Haltung des Sportlers bedingt sein. Denn nicht nur bei schwierigen Bewegungsabläufen in der Leichtathletik kommt es auf die richtige Haltung an, sondern auch beim Joggen. Viele Jogger, die sich nicht auskennen, sind sich dessen gar nicht bewusst. Dass gerade Laufen mehr schaden als nutzen kann, wenn man es mit einer falschen Körperhaltung und falschen Bewegungen betreibt, sollte zum Nachdenken bringen. Neben Bauchschmerzen und Schmerzen in den Gelenken kann das Joggen auch erhebliche Schäden am Fuß anrichten, wenn falsche Bewegung, schlechtes Schuhwerk und ein zu harter Untergrund zusammenkommen. Wer über längere Zeit Beschwerden beim Joggen feststellt, sollte auf eine andere Ausdauersportart wie Radfahren, Schwimmen, Rudern oder CrossTrainer ausweichen.

Seitenstechen und Muskelfaserriss

Bauchschmerzen nach Sport können auch auf das sogenannte Seitenstechen zurückzuführen sein. Vor allen Dingen bei Laufdisziplinen im Kurzstrecken-Bereich wird dem Körper viel abgefordert. Die Milz und das Zwerchfell werden bei Überbelastung stark gefordert, so dass es zu diesen stechenden, aber in der Regel schnell wieder vorübergehenden Schmerzen kommt. Natürlich können Bauchschmerzen nach Sport oder Bewegung auch darauf zurückzuführen sein, dass ein Faserriss im Bauchmuskel-Bereich vorliegt oder es sogar zu einem Bruch der Bauchwand kam. Für den Sportler selbst ist es fast unmöglich, die Ursache des Schmerzes festzustellen.

Ungeübte Sportler

Ungeübte Sportler haben oft Bauchschmerzen beim Sport (Bildquelle: BigStock-ID-65893216-luckyraccoon)

Ungeübte Sportler haben oft Bauchschmerzen beim Sport (Bildquelle: BigStock-ID-65893216-luckyraccoon)

Bauchschmerzen bei Bewegung treten beim Sportler auch insbesondere dann auf, wenn er Muskeln und Sehnen akut überbeansprucht. Meist ist der Hobby-Sportler ungeübt und hat sich zu viel vorgenommen, so dass er diese Muskeln und Sehnen überansprucht und überdehnt. Das kann zu starken Schmerzen im Bauchbereich führen, die tage- und auch wochenlang anhalten können. Hier tritt genau das Gegenteil von dem ein, was sich der Sportler eigentlich zum Ziel gesetzt hatte, denn anstatt fit und schlank zu werden, muss er wochenlang pausieren oder sogar behandelt werden.

Bauchschmerzen bei Sportlerinnen

Bauchschmerzen beim Sitzen können sowohl im Oberbauch, wo der Magen und Zwerchfell sitzen, auftreten, wie auch im mittleren Bauchbereich und im Unterbauch. Handelt es sich bei dem betroffenen Sportler um eine Frau, so ist zu beachten, dass bei ihr im Bauchraum auch die Mutterbänder verlaufen. Je nach Lebensalter und Konstitution kann es bei und nach dem Sport zu Schmerzen im Sitzen kommen. Natürlich sollte die Sportlerin auch immer auf Anzeichen einer eventuell vorliegenden Schwangerschaft achten. Während der Menstruation können bei der Ausübung von Sport verstärkte Regelschmerzen vorkommen. Professionelle Sportlerinnen regulieren ihre Menstruation durch die gezielte Einnahme der Pille vor großen, sportlichen Events.

Vom Arzt untersuchen lassen

Bauchschmerzen beim Laufen sollten den Sportler umgehend zum Arzt führen, denn hinter solchen Bauchschmerzen könnte sich auch einmal ein Bandscheibenvorfall verbergen, der nicht nur Kreuzschmerzen verursacht, sondern auch in den Unterbauch und in die Beine ausstrahlt. Wird eine Sportart ausgeführt, für die Schnellkraft erforderlich ist, dann treten Verletzungen an den Bandscheiben um im Ischiasbereich öfter auf. Insbesondere Sportarten, bei denen Gewichte gehoben werden, sind für diese Gefahren prädestiniert. Diese Verletzungen stellen sich bei einem einzigen Hebevorgang ein und sie führen in diesem Fall zur augenblicklichen Schädigung.

Kontinuität anstatt Übermotivierung

Doch nicht nur die Bandscheiben können davon betroffen sein, sondern es kann auch zu einem Bruch oder zu einem Riss von Bauchmuskelfasern kommen. Das Bindegewebe kann durch kurze Überbelastung und Überdehnung genauso geschädigt werden, wie durch lang anhaltende Belastung. Deshalb ist es ganz besonders wichtig, Trainingspläne nach der individuellen, körperlichen Konstitution aufzustellen und Kontinuität vor Übermotivierung zu setzen.

Bauchschmerzen in den verschiedensten Positionen

Bauchschmerzen im Sitzen, Bauchschmerzen beim Gehen, Bauchschmerzen beim Liegen und auch Bauchschmerzen im Stehen sind bei Sport und Bewegung häufig, aber meistens ein Zeichen dafür, dass etwas gar nicht in Ordnung ist. Neben Schäden an der Bauchmuskulatur, an Sehnen und am Bindegewebe kann sich der Sportler bei Extremsportarten oder bei Unfällen beim Sport auch einen Riss an inneren Organen zuziehen. Dies geschieht zwar äußerst selten und nur als eine Verkettung unglücklicher Umstände, aber ein solcher Riss kann zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen. Deshalb sollten Sportler sich bei unklaren Schmerzen in der Bauchregion, aber auch nach einem harten Sturz, einem Aufprall oder einer extremen, unnatürlichen Verdrehung vom Arzt untersuchen lassen. Mit bildgebender Diagnostik wie dem Ultraschall, dem MRT oder einer Computertomographie kann eine solche Verletzung gefunden werden.

Laien und Ungeübte wollen zu viel

Es sind immer wieder Laien und Anfänger, die sich im Sport zu viel zumuten. Sie nehmen keine professionelle Hilfe von einem Trainer in Anspruch, wärmen sich vor den Übungen nicht auf oder verfügen überhaupt nicht über die körperlichen Voraussetzungen in der von ihnen angestrebten Sportart. Deshalb klagen auch immer mehr Laien über Bauchschmerzen beim Joggen. Sie rennen, anstatt zu joggen und sie tragen die falsche Kleidung. Dazu kommt auch noch, dass sie oft viel zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen oder die falschen Flüssigkeiten konsumieren. Mit einem vollen Magen geht man ebenfalls nicht zum Joggen, der aber gegen eine leichte Mahlzeit vor der Trainingseinheit gar nichts auszusetzen hat. Wer abnehmen möchte, für den sind Joggen, Schwimmen und Fahrradfahren eigentlich ideale Disziplinen, um eine Diät erst richtig erfolgreich zu machen. Doch wer joggt, muss nicht nur die richtige Haltung und die korrekte Bewegung erlernen, sondern auch auf seinen Blutdruck und den Puls achten. Dafür gibt es im Handel Pulsuhren, die es dem Laien in Sachen Jogging wie auch dem geübten Sportler erleichtern, seine Herzrate augenblicklich zu kontrollieren.

Die überdehnte Bauchmuskulatur

Bauchschmerzen im Liegen sind ein typisches Anzeichen für zu intensive Trainingseinheiten beim Sport. Die Bauchmuskulatur ist überdehnt oder eventuell sogar durch Muskelfaserrisse geschädigt. Häufig kommen Bauchschmerzen im Liegen sowohl bei Schnellkraft-Sportarten, als auch beim Ausdauersport vor. Werden immer wiederkehrende Bewegungsabläufe in kontinuierlich falscher Haltung ausgeführt, dann sind Bauchschmerzen vorprogrammiert.

12 Tipps zur Vermeidung von Bauchschmerzen beim Sport

  • Ungeübte gehen zunächst zum ärztlichen Check
  • Trainingsplan und Unterstützung von Trainer vermeidet Verletzungen
  • Richtiges Schuhwerk und funktionelle Bekleidung
  • Keine schweren Mahlzeiten vor sportlichen Übungen
  • Genügend Flüssigkeit zu sich nehmen
  • Die richtige Flüssigkeit zu sich nehmen
  • Überdehnungen vermeiden
  • Aufwärmen vor dem Sport
  • Auslaufen nach dem Sport
  • Übungen mit Gewichten: Gewicht erst steigern wenn Übungen richtig und kontrolliert ausgeführt werden können
  • Beim Gewichtheben Bauchgurt tragen
  • Langsam anfangen und mit der Zeit das Training steigern

Bildquelle: (Bigstock by Yastremska ID:49782047)