Wer unter schmerzhaften Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall leidet, kann selbst eine Menge tun, um das Problem mit dem Darm in den Griff zu bekommen. Der Besuch beim Arzt ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Nur wenn sich nach den folgenden Tipps keinerlei Besserung bei den Blähungen und den Bauchschmerzen einstellt, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Blähungen – was tun?

Haben Blähungen als Ursache ernährungsbedingte Hintergründe, sollte als erste Maßnahme auf blähende Nahrungsmittel verzichtet werden. Hier muss jeder für sich selbst ausprobieren, welches Essen bei ihm Blähungen auslöst. Es gibt zwar einige Lebensmittel wie fettes Fleisch, Hülsenfrüchte und grüne Bohnen, die dafür bekannt sind, dass sie Beschwerden verursachen können. Doch jeder Organismus reagiert anders auf eine bestimmte Zusammenstellung der Nahrung. Was tun bei Blähungen? Es ist wichtig, sich selbst zu beobachten und auf individuelle Gegebenheiten zu reagieren. Wenn Speisen nicht gut vertragen werden, sollte zunächst konsequent darauf verzichtet werden. Blähungen nach dem Essen können nicht nur durch das gerade verzehrte Gericht ausgelöst werden. Auch Getränke, die Kohlensäure enthalten, können Flatulenzen, wie Blähungen auch bezeichnet werden, auslösen. Eine Hilfe bei Blähungen kann schon sein, auf kohlensäurehaltige Getränke zu verzichten. Starke Blähungen können jedoch auch Milchgetränke und Fruchtsäfte verursachen. Besondere Aufmerksamkeit sollte man den Inhaltsstoffen bei Diät- und Lightprodukten widmen. Getränke und Fertigprodukte aus diesem Nahrungsmittelbereich enthalten oft Zuckeraustauschstoffe. Als eine Maßnahme gegen Blähungen ist es sinnvoll, auf alles, was beispielsweise mit Sorbit oder Fruktose gesüßt wurde, zu verzichten.

Über den Tag verteilt kleine Portionen essen

Um Bauchschmerzen durch Blähungen zu vermeiden, hilft es oft schon, statt drei üppiger Mahlzeiten mehrere kleinere Portionen über den Tag verteilt zu sich zu nehmen. Die Blähungen mit Bauchschmerzen werden durch Gärung und sich im Darm entwickelnde Gase verursacht. Durch die kleineren Portionen kann der Verdauungsapparat entlastet werden. Bauchschmerzen und Blähungen treten bei kleineren Essensportionen nicht mehr so intensiv auf.

Ausreichende Bewegung und der Verzicht auf das Rauchen

Der gesamte Körper profitiert von regelmäßiger Bewegung. Auf den Darm wirkt sie entstauend und auf den gesamten Verdauungsprozess fördernd. Die Blähungen und Bauchschmerzen lassen nach. Raucher sollten aus vielen gesundheitlichen Gründen auf den Nikotingenuss verzichten. Doch auch starke Blähungen und Bauchschmerzen werden durch das Rauchen unterstützt, weil es für das unwillkürliche Verschlucken von Luft sorgt.

Welche Lebensmittel sollten gemieden werden?

Wer unter schmerzhaften Blähungen leidet, hat oft auch Durchfall, wenn der Darm rebelliert. Wie bereits erwähnt wurde, können bei einem empfindlichen Darm Hülsenfrüchte, grüne Bohnen und Lebensmittel mit einem hohen Fettanteil zu Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall führen. Die folgenden Nahrungsmittel sollten ebenfalls mit Vorsicht genossen werden, um Bauchschmerzen, Durchfall und Blähungen nicht zu provozieren. Dazu zählen alle Sorten von Kohlgewächsen, Porree, Zwiebeln, Knoblauch, aber auch Bananen, Feigen und getrocknete Pflaumen und Aprikosen. Ernährungswissenschaftler empfehlen den reichlichen Verzehr von Ballaststoffen. Wer jedoch an Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen leidet, der sollte mit der Zufuhr von großen Mengen an Ballaststoffen vorsichtig sein. Bei Menschen mit einem empfindlichen Darm ist es zunächst besser, nur kleine Mengen von ballaststoffreicher Nahrung zu verzehren. Der Darm kann sich an die Ballaststoffe gewöhnen. Nach und nach kann die Menge gesteigert werden, wenn nach dem Verzehr von ballaststoffreicher Frischkost keine Blähungen mit Bauchschmerzen mehr auftreten.


Ballaststoffe sind nicht immer empfehlenswert

Ballaststoffe und Frischkost können einen Gärprozess im Darm auslösen. In der Folge entstehen Gase, die Bauchschmerzen, Übelkeit und Blähungen auslösen können. Ist die Darmschleimhaut sehr empfindlich, sollte der Ballaststoffanteil, der über die Nahrung ausgenommen wird, reduziert werden. Dies ist vor allem bei chronischen Darmerkrankungen der Fall. Neben einer häufig vorkommenden Verdauungsschwäche mit Blähungen, Bauchschmerzen und Übelkeit können bei auftretenden Blähungen die Ursachen auch in einer Entzündung der Darmschleimhaut liegen. Krankheiten wie Morbus Crohn oder eine Divertikulitis verursachen im akuten Stadium starke Beschwerden. Neben Blähungen, Bauchschmerzen und Rückenschmerzen, die durch die starken Gasansammlungen im Darm verursacht werden, leiden die Betroffenen oft auch an Übelkeit.

Ausreichend trinken

Gerade wenn Blähungen mit Bauchschmerzen und Durchfall den Betroffenen quälen, ist es wichtig, den Flüssigkeitsverlust durch ausreichendes Trinken wieder auszugleichen. Wer unter starken Bauchschmerzen und Blähungen leidet, aber ansonsten gesund ist, sollte mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen. Bei Herz- oder Nierenerkrankungen wird der behandelnde Arzt Hinweise geben, welche Flüssigkeitsmengen bei zusätzlich diagnostizierten Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen erlaubt sind. Die Getränke sollten nicht gesüßt und ohne Kohlensäure ausgewählt werden, damit sie nicht für Blähungen die Ursache sind und typische Beschwerden auslösen. Ungesüßte Tees, stille Mineralwässer und Fruchtsäfte, die mit Wasser verdünnt wurden, sind geeignete Getränke, um die Entstehung von Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen zu verhindern. Auf alkoholische Getränke und auf Kaffee sollte besser verzichtet werden. Diese Genussmittel sind oft für den Blähbauch die Ursache.

Blähungen: die Hausmittel

Übelkeit, Blähungen und Bauchschmerzen können das Befinden des Patienten stark einschränken. Die Bauschmerzen durch Blähungen können krampfhaft sein. Bauchschmerzen, Übelkeit und Blähungen können sich durch die Anwendung von einigen Heilpflanzen bessern. Anis-, Kümmel- und Fenchelfrüchte können als Tee zubereitet werden. Vor dem Aufbrühen sollten die Samenfrüchte im Mörser leicht angestoßen werden, damit sich die heilsamen ätherischen Öle gut lösen können. Anis, Kümmel und Fenchel als Tee zubereitet, ist ein traditionelles Hausmittel bei Bauchschmerzen, Übelkeit und Blähungen. Auch die vorsichtig dosierte Einnahme von Kümmelöl kann auf den Bauch entkrampfend wirken. Bei starken Bauchschmerzen und Blähungen kann das sanfte Massieren des Bauches im Uhrzeigersinn unter der Verwendung von Pfefferminzöl die Blähungen, ihre Ursachen und die typischen Beschwerden lindern.

Fazit

Bereits durch einige einfache Änderungen im Lebensstil kann viel dafür getan werden, um Bauchschmerzen mit Blähungen zu vermeiden. Dazu gehören:

  • der Verzicht auf alle Lebensmittel und Getränke, die Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen verursachen
  • die gesamte Nahrungsmenge auf kleine Portionen aufteilen und über den Tag verteilt genießen
  • in Ruhe essen und die Nahrung gut durchkauen
  • ausreichende Bewegung in den Tagesablauf integrieren

Blähungsbeschwerden können auch durch beruflichen Stress oder familiäre Sorgen verursacht werden. Hier können regelmäßige Entspannungsübungen für Linderung sorgen. Bei Bedarf sollte psychologische Unterstützung in Anspruch genommen werden, um innere Konflikte lösen zu können und den Alltag gelassener zu bewältigen.

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