Es gibt zahlreiche Erkrankungen, die als Symptome Bauchschmerzen mit sich bringen, für die nicht der Magen selbst lokale Ursache ist. Die häufigste Ursache für leichte Bauchschmerzen sind Blähungen, die von den Patienten teilweise als dumpfe Bauchschmerzen wahrgenommen werden oder als unspezifische Bauchschmerzen beschrieben werden.

Kommt ein Patient zum Arzt seines Vertrauens mit der Aussage: „Ich habe Bauchschmerzen“, so stellt dies den Mediziner vor ein größeres Problem. Die Diagnose Bauchschmerzen als solches gibt es nicht, in der Medizin ist lediglich das Symptom Bauchschmerzen als solches bekannt. So bleibt einem gewissenhaften Arzt nichts anderes übrig als nach weiteren Symptomen zu fragen und eventuell einige Untersuchungen vorzunehmen, lassen sich in der ersten Differentialdiagnose die Bauchschmerzen nicht auf Anhieb erklären.

Häufige Krankheiten, bei denen Bauchschmerzen Symptome sind

  • Bauchschmerzen rühren häufig von Blähungen her, denen mit einer Wärmflasche, einem Glas Fencheltee oder einem Teelöffel Kümmelsamen in der Regel schnell abgeholfen werden kann
  • zudem kann eine Erkrankung des Magen-Darm-Traktes vorliegen, was meistens entweder mit einer Obstipation, also der Verstopfung einhergeht oder von Durchfällen begleitet wird. Hier kommen sowohl akute Erkrankungen in Frage, wie eine Magenschleimhautentzündung, als auch chronische Krankheiten, wie beispielsweise der Morbus Chron, was nur bei eingehenden Untersuchungen und mit Hilfe einer umfangreichen Befunderhebung zweifelsfrei festgestellt werden kann
  • zunächst unerklärliche Bauchschmerzen können zudem durch pathologische Vorgänge in den Nieren, der Blase, der Nebenniere oder den Harnleitern begründet sein. So sind Nierenbeckenentzündungen, Blasenentzündungen, Infektionen des Harnleiters, Nierensteine oder bereits in den Harnleiter gespülte Steine dafür bekannt, schubweise Bauchschmerzen auslösen zu können
  • mit ähnlichen Symptomen wartet eine Gallenblasenentzündung oder Gallensteine auf, wobei hier eher krampfende, wellenartige Bauchschmerzen von den Patienten beschrieben werden
  • mit anfänglich diffusen Bauchschmerzen, die später zu einer gespannten Bauchdecke führen, begleitet von Fieber, Erbrechen und häufig auch Durchfall kann es bei dem sogenannten Akuten Abdomen kommen. Dabei ist das Akute Abdomen wiederum nur ein Symptom, dem zahlreiche Erkrankungen zugrunde liegen können. Häufig sind hier funktionelle Bauchschmerzen der Grund, wie ein Darmverschluss, eine Darmperforation oder eine akute Appendizitis, also die Blinddarmentzündung. Das Akute Abdomen kann aber auch auf eine Viruserkrankung zurückgehen, eine Lungenentzündung oder eine andere Erkrankung. In jedem Fall ist in diesen Situationen sofort ein Arzt, besser ein Krankenhaus aufzusuchen, denn zumeist ist hier ein operativer Eingriff notwendig. Diese Fälle sind ein akuter medizinischer Notfall!
  • besonders bei Frauen, die beim Arzt komische Bauchschmerzen beschreiben oder über undefinierbare Bauchschmerzen berichten, liegt es nahe, kommt ein Spannungsschmerz in der Brust und eine ausgebliebene Regel hinzu, eine Schwangerschaft zu vermuten, was mit einem einfachen Test leicht zu einer gesicherten Diagnose werden kann
  • werden Durchfall und Bauchschmerzen als Symptome beschrieben sollte nach ersten Untersuchungen ohne eindeutigen Befund immer auch ein karzinogener Vorgang in Betracht gezogen werden, wobei in erster Linie Darmkrebs und Magenkrebs abzuklären sind
  • unklare Bauchschmerzen und Bauchschmerzen ohne Befund im Bauchraum können zudem durch arthritische oder rheumatische Erkrankungen bedingt sein und selbst Hämorrhoiden und Zahnerkrankungen sind bekannt dafür derartige Symptome zu produzieren. Selbst eine Skoliose, also die seitliche Fehlstellung der Wirbelsäule kann durch die ungleiche Beanspruchung der Bauchmuskulatur einen nicht näher definierbaren Bauchschmerz verursachen
  • in sehr seltenen Fällen werden nach dem Kontakt zu einem Hund Bauchschmerzen als Symptome beschrieben, was eventuell auf einen Wurmbefall zurückzuführen ist.

Was sind Bauchschmerzen?  Woher kommen Bauchkrämpfe? Wie entstehen wandernde Bauchschmerzen?

Diese Fragen sind nicht ganz einfach zu beantworten. Bauchschmerzen als Diagnose festzustellen ist unzureichend und bedarf in jedem Fall einer intensiveren medizinischen Abklärung, lassen die Schmerzen nicht innerhalb einer akzeptablen Zeitspanne nach und verschwinden schließlich ganz. Zu den einfachen Bauchschmerzen, verursacht durch Blähungen, zu fettes Essen, zu reichhaltige Mahlzeiten, hastige Nahrungsaufnahme oder beispielsweise zu hoher oder häufiger Alkoholkonsum, finden sich im Internet unter Bauchschmerzen.wiki, bauchschmerzen.de oder in der Apotheken Umschau unter Bauchschmerzen zahlreiche hilfreiche Tipps, wie der Bauch schmerzfrei zu bekommen ist. Neben Kamillentee, Fencheltee, Kümmelöl und Wärmflasche finden Sie hier auch Ratschläge, denen zufolge Bauchschmerzen englische, deutsche oder dänische Lakritz nicht vertragen, oder ein Jogginglauf die beste Medizin bei Blähungen sein soll.

Magenschmerzen haben viele Ursachen

Sehr viel einfacher ist für den behandelnden Arzt eine Diagnose, kann der Patient anstatt Bauchschmerzen, Magenschmerzen nach dem Essen oder Magenschmerzen mit Übelkeit angeben. In den meisten Fällen ist die Hilfe bei Magenschmerzen davon abhängig, ob ständige Magenschmerzen beklagt werden oder diese nur gelegentlich auftreten. Grund dafür ist heutzutage zumeist der Lebenswandel, der sich insbesondere in unserer Nahrungsaufnahme widerspiegelt. Häufigste Ursachen für Magenreizungen, Magengeschwüre und Magenschleimhautentzündungen sind Fast Food, Schnellgerichte, einseitige Ernährung, Alkoholabusus, Rauchen, ungezügelter Kaffeekonsum, mangelndes Kauen beim Essen, Stress und eine unregelmäßige Lebensführung. Besonders der Magen nimmt gerne ein psychologisches Ungleichgewicht an und spiegelt dieses in Form einer Erkrankung wider.

Magenschmerzen durch falsche Ernährung

So ist eines der Mittel gegen Magenschmerzen das Überdenken der eigenen Lebensführung und in vielen Fällen ist eine Veränderung hier etwas was hilft gegen Magenschmerzen. Dabei stellt sich natürlich zuerst die Frage: „Was essen bei Magenschmerzen?“ Vor allem sollten reizende Nahrungsmittel zumindest bis zur Besserung vermieden werden. Dazu gehören beispielsweise Zitrusfrüchte, Kaffee, schwarze Teesorten, Alkohol und scharfes Essen. Auch in Essig eingelegte Gemüse wie Gurken oder Saucen mit zu hohem Säuregehalt, wie Tomatensauce, sollten gemieden werden. Wichtig ist ein ausgewogener Säuregehalt, verbunden mit genügend Ballaststoffen und kombiniert mit einer optimalen Verdaulichkeit. Zudem sollten die Speisen so beschaffen sein, dass der Patient beim Essen gezwungen ist ausreichend zu kauen. Zahlreiche Fälle von Bauchschmerzen oder Magenschmerzen rühren daher, dass Nahrung einfach zu schwer im Magen liegt, weil zu große Stücke verschlungen werden, die naturgemäß für den Magen schwerer zu verarbeiten sind. So kann es schon im Magen zu einem Gärprozess kommen, was oft genug Magenschmerzen und Durchfall nach sich zieht, ganz zu schweigen von einem sehr unangenehmen Mundgeruch.

Medikamente gegen Magenbeschwerden

Frei verkäuflich sind gegen Magenschmerzen Medikamente in großer Auswahl erhältlich. Doch nicht immer sind diese Präparate etwas, was hilft bei Magenschmerzen. Insbesondere wenn ein Medikament gegen Magenschmerzen eingenommen wird, dass gleichzeitig gegen Verstopfung angehen soll, kommt der Patient bei einer Dauereinnahme in einen Teufelskreis. Zahlreiche Tees, Kapseln und Tabletten gegen Magenschmerzen enthalten Stoffe, die der Körper eigentlich selbst produziert oder in einer anderen Form bereitstellt. Wird nun von außen immer wieder ein gleichwertiges Mittel zugeführt, stellt der Körper nach und nach diese Produktion ein, weshalb zum Wohlbefinden mehr Wirkstoff erforderlich ist – die Medikamentendosis muss erhöht werden. Nicht selten führt dies in eine Medikamentenabhängigkeit, in deren Folge chronische Erkrankungen oder schwere Folgeerkrankungen auftreten können.

Nichts einzuwenden ist gegen die seltene kurzfristige Einnahme einfacher Medikamente gegen Magenschmerzen, denn manchmal ereilt den Menschen dieser Schmerz, selbst bei besten Essgewohnheiten. Liegen allerdings krampfartige Magenschmerzen vor, sind sehr starke Magenschmerzen vorhanden oder chronische Magenschmerzen plagen den Patienten ist unbedingt ein Arzt zu konsultieren. In diesen Fällen bedürfen Magenschmerzen Behandlung nach bestem ärztlichen Wissensstand und mit allen verfügbaren diagnostischen Mitteln. Zumal die Heilungschance bei Magenschmerzen relativ hoch sind. Kaum ein Organ des menschlichen Körpers wurde so genau untersucht und erforscht wie der Magen und die angrenzenden Organe. So ist in der Zwischenzeit für Magenschmerzen Medizin für alle möglichen Erkrankungen erhältlich, die in der Regel schnell ihre Wirkung zeigen.

Generell abzuraten ist von Schmerztabletten als schnelle Hilfe bei Magenschmerzen. Sie bieten zwar sind unbestritten bei Magenschmerzen Hilfe und dies sogar für gewöhnlich relativ schnell – aber diese Medikamente blockieren die Schmerzrezeptoren, was das Schmerzempfinden herabsetzt. Allerdings sind fast alle Schmerzmittel für den Magen eine Belastung, ebenso für Nieren und Leber. So kann diese Medizin als Soforthilfe bei Magenschmerzen zwar tatsächlich den Schmerz vorübergehend lindern oder beseitigen, macht aber beispielsweise eine Magenschleimhautentzündung schlimmer als sie zuvor war oder führt im Extremfall zum Aufbrechen eines Magengeschwürs oder eines Zwölffingerdarmgeschwürs, was der Patient kaum wahrnimmt, weil sein Schmerzempfinden herabgesetzt ist. Dies kann zu einer lebensbedrohliche Situation führen.