Das Ausbleiben der Regelblutung bezeichnet der Fachmann als Amenorrhoe. Das Ausbleiben der Regelblutung ist während der Schwangerschaft und des Stillens ein ganz natürlicher Zustand. Außerhalb dieser Zeit, kann dieses Symptom jedoch zu einem großen Problem werden.

Amenorrhoe

Bei diesem Krankheitsbild unterscheidet man zwischen der primären und sekundärem Amenorrhoe. Ersteres bezeichnet den Zustand, bei welchem bei der betroffenen Person bis zu dem 16. Lebensjahr hinaus keine Regelblutung eingetreten ist. Zweiteres hingegen bezeichnet das Ausbleiben der Menstruation, nachdem bereits ein normaler Zyklus vorhanden war.

Ursachen von Amenorrhoe

Die Ursachen von Amenorrhoe unterscheiden sich je nach der Form dieses Symptomes. Als mögliche Faktoren gelten hierbei ein fehlender Einsprung, eine Störungen im Hormonhaushalt bzw. hormonelle Fehlsteuerungen, Krankheiten der Hypophyse, bestimmte Gendefekte wie eine komplette Androgenresistenz oder auch besondere, die Organfunktion einschränkende Funktionen des Körpers.

Daneben können aber auch lang anhaltende starke psychische Belastungen zum Ausbleiben der Regelblutung führen oder aber bei einer längeren, hoch dosierten Einnahme bestimmter Medikamente.

Symptome

Amenorrhoe bezeichnet das Ausbleiben der Menstruation. © Fotolia.com

Amenorrhoe bezeichnet das Ausbleiben der Menstruation.
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Um die genauen Symptome von Amenorrhoe zu erkennen, ist oftmals eine genaue Krankengeschichte erwünscht. Dies lässt nähere Schlussfolgerungen zu, ob dieser Zustand eventuell auf die Einnahme von Medikamenten oder durch Stresssituationen hervorgerufen wird. Zur Erkennung wird als nächster Schritt beim Gynäkologen eine Tastuntersuchung (von Scheide, Gebärmutter und Eierstöcken) unternommen und in manchen Fällen in einem nächsten Schritt eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt oder aber eine diagnostische Bauchspiegelung. Nebenher werden auch Bluttest oder ein Schwangerschaftstest vorgenommen.

Therapie

Grundsätzlich richtet sich die Therapie der Amenorrhoe je nachdem, welche Ursache hierfür verantwortlich ist. Dies macht eine konkrete und individuelle Behandlung erforderlich.

Falls es sich um eine Hormonstörung handelt, so wird die Möglichkeit einer hormonellen Behandlung offeriert. Funktionsstörungen von Organen hingegen können auch operativ behoben werden.

Entspannungsmethoden können beispielsweise bei stressbedingtem Ausfall der Regelblutung helfen. Der Menstruationszyklus kann aber auch durch so genannte „Drei-Monats-Spritzen“ oder die Einnahme der Pille über einen längeren Zeitraums hinaus künstlich ausbleiben. Dem kann jede Betroffene selbst entgegen wirken.

Das Ausbleiben der Periode während der Schwangerschaft und in den Wechseljahren ist hingegen völlig normal.

Menstruation

Die Menstruation ist die monatlich wiederkehrende Monatsblutung bei Frauen und Mädchen ab etwa 12 Jahren. Sie stellt die Geschlechtsreife sowie Fortpflanzungsfähigkeit dar. Bei noch jungen Mädchen ist die Blutung meist sehr unregelmäßig. Die Flüssigkeit der Menstruation besteht aus Gewebe der Gebärmutter sowie Blut.

Wie entsteht die Menstruation?

Die Eierstöcke der Frau bilden reife Eizellen heran. Wenn Hormone den Eierstock stimulieren, so reift das Ei und in der Zyklusmitte löst sich das Ei vom Eierstock. Dies ist der sogenannte Eisprung.

Durch den Eileiter wandert das Ei weiter. Durch die Wanderung ist die Gebärmutter auf die Befruchtung vorbereitet. Wenn das Ei befruchtet wird, nistet es sich in der Schleimhaut der Gebärmutter ein. Wenn das Ei dort bleibt, sich weiter teilt und wächst, ist es der Beginn einer Schwangerschaft.

Wenn das Ei nicht befruchtet wird, wird die Schleimhaut der Gebärmutter wieder abgebaut und es kommt zur Menstruationsblutung.

Wissenswertes

Die erste Menstruation bekommen die meisten Mädchen mit 12, wer sie mit 17 Jahren bekommt, liegt aber auch noch im Normalbereich. Das Ausbleiben der Menstruation wird als Amenorrhoe bezeichnet und kann verschiedene Ursachen haben.
Die Menstruation dauert bis etwa dem 40.-60. Lebensjahr, dann setzen die Wechseljahre bei einer Frau ein.

Die Zykluslänge zwischen den einzelnen Perioden dauert in der Regel 25-35 Tage, je nach beruflichen oder persönlichen Stress, der Gemütslage und ob Krankheiten vorliegen oder die Frau gesund ist. Auch die Einnahme der Pille spielt eine Rolle bei der Menstruation. Bei Einnahme der Pille kommt die Menstruation immer regelmäßig. 

Pro Zyklus verliert die Frau ungefähr 150 Milliliter Blut, bis die Wechseljahre eintreten hat eine Frau ca. 500 Monatsblutungen.
Die fruchtbarste Zeit im Zyklus ist der 14. Tag. Das ist 8-10 nach der Monatsblutung.

Probleme während der Monatsblutung

Wärme lindert die Schmerzen während der Menstruation. © Fotolia.com

Wärme lindert die Schmerzen während der Menstruation.
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Natürlich können Probleme vor oder während der Menstruation auftreten. Diese sind unterschiedlich, manche Frauen haben gar keine Probleme, manch andere Frau leidet stark während der Menstruation.

Probleme können sein:

Vorbeugen

Jede Frau kann zumindest versuchen, den Problemen vorzubeugen oder sie zu lindern. Stress sollte generell vermieden werden, besonders aber um die Zeit der Menstruation herum. Warme Getränke, z.B. Kräutertees, beruhigen und eine warme Decke um den Bauch steigert das Wohlbefinden. Wohltuende Massagen erhöhen das Glücksgefühl.

Bei besonders starken Schmerzen kann der Gynäkologe lindernde Medikamente verschreiben, sie sind genau auf die Menstruationsbeschwerden abgestimmt. Es gibt auch homöopathische Mittel, die auf sanfte Weise wirken.

Was ist eine Schwangerschaft?

Die Schwangerschaft ist für eine Frau wohl das Aufregendste in Ihrem Leben und für den weiblichen Körper. Anatomisch dafür konstruiert ist nur das weibliche Geschlecht. Und es gilt im Volksmund „Schwangerschaft ist keine Krankheit“. Als Schwangerschaft wird der Zeitraum bezeichnet, den eine Eizelle benötigt um im Körper der werdenden Mutter von der Befruchtung bis zum lebensfähigen Kind heranzuwachsen.

Eine Schwangerschaft endet erst mit der Geburt des Kindes. Die Bezeichnung Schwangerschaft wird nur für menschliche Wesen verwendet. In der Tierwelt bezeichnet man schwangere Tiere als trächtig.

  • Von Befruchtung an
  • Bis zum lebensfähigen Kind
  • Endet erst mit der Geburt
  • Schwangerschaft ist nur eine Bezeichnung für Menschen

Was passiert im Körper während der Schwangerschaft?

Die Schwangerschaft einer Frau verläuft in drei Trimenonen. Wobei jeder Trimenon einen bestimmten Zeitraum der der Schwangerschaftszeit umfasst. Der erste Trimenon umfasst den Zeitraum der Befruchtung über die Entwicklung von der Eizelle bis hin zum Embryo. Der Embryo hat am Ende des ersten Trimenon alle Organe und Körpergliedmaßen, er übt erste Bewegungen. Das erste Trimenon umfasst den:

  • erster Schwangerschaftsmonat
  • zweiter Schwangerschaftsmonat
  • dritter Schwangerschaftsmonat
    Die Schwangerschaft beginnt mit der Befruchtung der Eizelle. © Fotolia.com

    Die Schwangerschaft beginnt mit der Befruchtung der Eizelle.
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Im zweiten Trimenon verschwinden oft körperliche Komplikationen und die Fehlgeburtenrate singt. Der Embryo ist jetzt sicher im Mutterleib angekommen. Im zweiten Trimenon spricht man nun vom Fötus, der sich in der ausgereiften Plazenta gut weiterentwickeln kann.

Kind und Mutter legen nun einiges an Gewicht zu. Das Geschlecht des Fötus kann bestimmt werden um am Ende des zweiten Trimenon sind erste Kindsbewegungen spürbar. Das zweite Trimenon umfasst den:

  • vierten Schwangerschaftsmonat
  • fünften Schwangerschaftsmonat
  • sechsten Schwangerschaftsmonat

Im letzten dritten Trimenon reift der Fötus zu einem lebensfähigen Kind heran und die werdende Mutter bereitet sich körperlich, wie auch seelisch auf die Geburt vor. Sollte es im dritten Trimenon zu einer Frühgeburt kommen, haben diese Kinder aufgrund der guten medizinischen Behandlung beste Überlebenschancen.

Der Fötus begibt sich in Steißlage und die Mutter hat in diesen Abschnitt Senk- und Übungswehen. Die letzte Phase der Schwangerschaft endet mit der Geburt. Das dritte Trimenon umfasst den:

  • siebten Schwangerschaftsmonat
  • achten Schwangerschaftsmonat
  • neunte Schwangerschaftsmonat

Ende der Schwangerschaft

Mit der Geburt endet die Zeit des Fötus im Mutterleib. Bei der Geburt kommt es zu hoher körperlicher Anstrengung der Frau und des Kindes. Geburten können spontan einsetzen mit regelmäßigen Wehen und enden mit einer normalen Geburt. Kommt es zu medizinischen Komplikationen, wird das Kind per Kaiserschnitt auf die Welt geholt. Damit ist die Schwangerschaftszeit beendet.

Das Ausbleiben der Menstruation ist während einer Schwangerschaft völlig normal. Diese wird als Amenorrhoe bezeichnet. Auch während der Wechseljahre bleibt die Periode aus.

Gynäkologie

Allgemein ist die Gynäkologie auch als Frauenheilkunde bekannt. Die Frauenheilkunde befasst sich mit der Behandlung von Frauen und deren Sexual- und Fortpflanzungstraktes. Das Wort Gynäkologie leitet sich aus dem Griechischen ab und besteht aus den Worten: Frau und Lehre.

Die Gynäkologie selbst befasst sich mit der Behandlung von nicht schwangeren Frauen. Dies grenzt das Fachgebiet von der Geburtshilfe ab. Die Aufgaben der Gynäkologie sind vielfältig. Sie beschäftigt sich mit der Behandlung von Erkrankungen aber auch mit einer Vielzahl von Vorsorgeuntersuchungen. Die Vorsorgemedizin ist ein wichtige Aufgabe und wird in Deutschland sehr intensiv betrieben.

Untersuchungsmethoden

Die Untersuchungsmethoden innerhalb der Frauenheilkunde sind vielfälitg. Zu den wichtigsten gehören die Ultraschalluntersuchung, die Tastuntersuchung und die visuelle Untersuchung, bei der meist ein Abstrich des Gewebes zur Analyse genommen wird.

Für Untersuchung, wie auch für die Behandlung, gibt es einen gynäkologischen Stuhl, welcher die Untersuchung durch eine leichte Rückenlage der Patientin erleichtert.

Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft sollte der Gynäkologe zur Vorsorge aufgesuchte werden. Auch zur Feststellung einer Schwangerschaft ist ein Besuch ratsam.

Menstruation

In der Gynäkologie werden Ultraschalluntersuchungen gemacht. © Fotolia.com

In der Gynäkologie werden Ultraschalluntersuchungen gemacht.
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Der Frauenarzt hilft zudem bei Menstruationsbeschwerden. Auch die unregelmäßigeren Blutungen während der Wechseljahre können zu Beschwerden führen. Hierbei ist ebenfalls das Aufsuchen des Arztes zu empfehlen.

Die Störung der Regelblutung ist eine häufig auftretendes Phänomen. Dies wird als Amenorrhoe bezeichnet. Doch dies ist immer krankheitsbedingt. Während der ersten Blutungen in der Kindheit ist eine gewisse Unregelmäßigkeit absolut normal. Dies gilt auch für die Wechseljahre.

Innerhalb der Zeit der Schwangerschaft, des Stillens bleibt die Blutung ganz aus. Aus diesem Grund wird die Amenorrhoe in primäre und sekundäre Amenorrhoe gegliedert.

Um eine primäre Amenorrhoe handelt es sich laut Frauenheilkunde dann, wenn bei einer jungen Frau bis zum sechzehnten Lebensjahr keine Menstruation aufgetreten ist. Hingegen beizeichnet die sekundäre Amenorrhoe das Phänomen, wenn die Menstruation bei einer Frau für mehr als drei Monate ausbleibt.

Behandlungsarten

Die Behandlungsarten innerhalb der Gynäkologie sind sehr verschieden. Bei jeder Patientin muss individuell gehandelt und behandelt werden. Hierbei sind Faktoren wie der Hormonspiegel wichtig. Ein langes Gespräch zu Ursachenfindung sind wichtig.

Gerade bei hormonellen Problem wird eine Therapie mit entsprechende Hormonen empfohlen. Andere Organfunktionsstörungen können aber auch operativ behoben werden. Zudem ist die psychische Belastung der Patientin wichtig. Diese kann zu körperlichen Symptomen führen und ist somit ein Faktor aus der privaten Umgebung der Frau.

Fazit

Regelmäßige Besuche und Untersuchungen durch den Frauenarzt sind wichtig und können viele Erkrankungen schon früh verhindern.

Aus diesem Grund sind die meisten Früherkennungsmaßnahmen in der Gynäkologie in Deutschland kostenlos und werden von den Versicherungen übernommen.

Die Wechseljahre

Die Wechseljahre, auch Klimakterium genannt, können den Lebensalltag einer Frau schnell durcheinander bringen. Während einige Frauen kaum Notiz von der Veränderung ihres Körpers nehmen, bedeutet die Umstellung für andere, enorme psychische und physische Belastungen, mit denen es umzugehen gilt.

Was sind die Wechseljahre?

Die Wechseljahre stellen den Übergang von der Geschlechtsreife in das Alter (auch: Senum) dar. Der genaue Zeitpunkt hierfür ist bei jeder Frau unterschiedlich. Er kann bereits mit Mitte 40 beginnen, im Allgemeinen jedoch liegt er zwischen 50 und 60. Ähnlich wie bereits in der Pupertät findet eine hormonelle Anpassung des Körpers statt, bei der die Menstruation und die Östrogenproduktion zunehmend abnehmen und letztendlich komplett ausbleiben.

Das Ausbleiben der monatlichen Regel wird in der Gynäkologie auch als Amenorrhoe bezeichnet, die die Menopause einleitet, in der keine Schwangerschaft mehr möglich ist.

Wie machen sich die Wechseljahre bemerkbar?

Die Wechseljahre stellen den Übergang von der Geschlechtsreife in das Alter dar. © Fotolia.com

Die Wechseljahre stellen den Übergang von der Geschlechtsreife in das Alter dar.
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Die Menopause wird dadurch eingeleitet, dass die Menstruation unregelmäßig wird und teilweise aussetzt. Zudem verändert sich der Östrogenspiegel, was zu den in den Wechseljahren auftretenden Stimmungsschwankunkungen, Hitzewallungen, Schwindelgefühle und ein verändertes Sexualempfinden führen kann. Diese Beschwerden werden zusammenfassend auch als klimakterisches Syndrom bezeichnet. Die meisten dieser Beschwerden machen sich nach den Wechseljahren jedoch nicht mehr bemerkbar.

Wie werden Beschwerden in den Wechseljahren vermindert?

Die Intensität und die Art der Beschwerden sind von Frau zu Frau sehr unterschiedlich und können mit unterschiedlichen Ansätzen behandelt werden. Der erste Gang sollte immer zu dem Gynäkologen führen, der eine Diagnose durchführen und den Östrogenspiegel überwachen kann.

Bei ausgeprägten Symptomen kann dieser zu einer Hormonbehandlung raten, durch die die Östrogenschwankungen besser zu regulieren sind.

Alternativ kann auch auf rein pflanzliche Präparate zurückgegriffen werden. Durch frei erhältliche Kombinationsprodukte werden mitunter Schlafstörungen, leichte Stimmungsschwankungen, Haarausfall oder Verdauungsprobleme natürlich bekämpft werden.

Erfolgversprechend wirken sich auch Naturheilverfahren wie Akkupunktur und die Traditionell Chinesische Medizin (TCM) aus, die jedoch nur in seltenen Fällen durch die Krankenkasse bezahlt werden.

Auch eine Anpassung der Ernährung kann sich als förderlich erweisen. Durch die Reduktion von Fleisch, mehr Verwendung von Soja- und Vollkornprodukten und mit viel Obst und Gemüse wird der Darm entlastet und der Körper mit Phytohormonen versorgt, die dem Östrogenverlust positiv entgegenwirken.