Angst – diese Form der Erkrankung tritt, neben vielen anderen psychiatrischen Krankheiten wie Depressionen, Burnout, etc. in den lezten Jahren immer häufiger auf, da sie auch eine Folge unserer Leistungsgesellschaft ist. Im Folgenden werden nun die wichtigsten Angaben zu dem Thema „Angst“ aufgeführt.

Was ist Angst?

Die Angsterkrankung ist eine psychiatrische Erkrankung, die sich am leichtesten anhand des sogenannten Angst-Kreislaufs beschreiben lässt. Zu Beginn steht ein bestimmter Reiz (zum Beispiel „Spinne“). Dieser wirkt nun auf eine Person, die – warum auch immer (Aussehen, schlechte Erfahrungen,etc.) – eine negative Ambition zu diesem Objekt aufbringt. Diese krankhafte Verarbeitung zeigt sich durch kreislaufbedingte Veränderungen: erhöhter Pulsschlag, Kaltschweißigkeit, Schwindel, etc. Diese Reaktion hat zur Folge, dass der entsprechende Reiz von den Erkrankten oftmals vermieden wird (sogenannte Vermeidungstechnik), was zu einer gesteigerten Angst führt und evtl. auf weitere Reize übertragen wird.

Ursachen von Angst

Die Ursachen für die Entwicklung von Angst können ganz unterschiedlich sein: so gibt es Erkrankte, die vor bestimmten Reizen Angst haben, ohne jemals eine schlechte Erfahrung mit ihnen gemacht zu haben (zum Beispiel Aufzug). Dabei können hingegen oftmals Verbindungen zu anderen, „verwandten“ pschiatrischen Erkrankungen gezogen werden, wie etwa zur Panikerkrankung. Des Weiteren gibt es Ausprägungen dieser Erkrankung, die sich auf ein früheres Ereignis („Trauma“) zurückführen lassen (zum Beispiel das Autofahren nach einem Unfall oder der Hundekontakt nach einem Biss).

Krankheiten mit Angst

Wie bereits zuvor erwähnt, kann die Erkrankung „Angst“ durchaus alleine auftreten, oftmals hingegen ist sie gekoppelt mit weiteren Krankheiten, hier vor allem mit der Panikstörung oder aber auch mit Depressionen oder dem Burnout. Bei dem Verbund mit der Panikstörung hat sich die Grunderkrankung Angst ausgeweitet und wird von einem Reiz schnell auf andere übertragen – am Beispiel Aufzug bedeutet dies, dass nun auch diverse andere kleine, geschlossene Räume wie Bahnwaggon/Busse gemieden werden. Bei der Depression führt oftmals der soziale Rückzug zur Vermeidung vieler Reize, die oft später Angstgefühle entwickeln lassen. Als Folge eines Burnouts können auch die zuvor genannten Symptome auftreten, die oftmals durch den erhöhten Leistungsdruck (v. a. am Arbeitsplatz) hervorgerufen werden.

Behandlung von Angst

Die Behandlung und Therapie richtet sich vor allem nach dem Schweregrad der Ausprägung: grundsätzlich sollte eine psychotherapeutische Behandlung (ambulant oder stationär) gewählt werden, bei der die Angst mit der Konfrontationstherapie behandelt wird. Dabei werden dem Erkrankten zuvor bestimmte Bewältigungsübungen (Atemtechnik, kognitives Ablenken, etc.) vermittelt, die während der Konfrontationsübung bei Auftreten der Symptome angewandt werden. Wird sich immer wieder mit dem entsprechenden Reiz beschäftigt, so werden auch die damit verbundenen Symptome langfristig deutlich nachlassen. Bei enorm starker Ausprägung der Angsterkrankung werden zusätzlich bestimmte Psychopharmaka eingesetzt, um den Effekt der Symptomminimierung zu beschleunigen.

Um eine physiologische Angst nicht zu einer Angsterkrankung heranreifen zu lassen, sollte sich die entsprechende Person immer wieder mit dem entsprechenden Reiz auseinandersetzen – nur so lässt sich eine Erkrankung, je nach Stadium, noch abwenden. Spielen hingegen noch weitere Faktoren eine Rolle (zum Beispiel eine labile Persönlichkeit), so wird es sehr schwer werden, die Angst ohne fremde Hilfe in den Griff zu bekommen. Dann sollte man zügig professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Medikamente gegen Angst

Sollte die psychotherapeutische Behandlung nicht ausreichen, so kann ein entsprechender Psychiater – sowohl für die Akutphase der Behandlung als auch auch langfristig – ein entsprechendes Psychopharmakum verschreiben. Diese Produkte (zum Beispiel Cipramil, Cipralex, Paroxetin) sollen eine gewisse Grundentspannung beim Erkrankten bewirken und ihm so helfen, sich besser auf die Therapie einlassen zu können. Zudem sollen sie beruhigend wirken, falls eine erneute Angstattacke auftritt.

Hausmittel gegen Angst

Konkrete Hausmittel gegen eine ausgeprägte Angsterkrankung gibt es nicht – dann hilft nur noch die Unterstützung durch professionelles Personal. Bei schwachen Angstzuständen kann zum Beispiel ein einfaches Bonbon Abhilfe verschaffen, auf das man sich konzentrieren kann, wenn die Symptome wieder zunehmen (wichtig: den Reiz dabei nicht meiden, sondern aushalten, um zu erfahren, dass man ihn aushalten kann und dabei nichts Schlimmes passiert!). Oder aber man trinkt bei Möglichkeit etwas Wasser, um den trockenen Mund zu befeuchten – dieses steigert wieder das allgemeine Wohlbefinden und lässt so evtl. die entsprechende Situation besser aushalten.