Atemnot ist eine Erscheinung, bei der es dem Menschen schwerfällt, genügend Luft einzuatmen. Die Atemnot kann plötzlich auftreten oder das Ereignis kündigt sich an und die Beschwerden werden langsam stärker. Gelegentlich kann bei älteren Menschen beobachtet werden, dass sie beim Treppensteigen in einigen Etagen immer wieder einen Zwischenstopp einlegen. Die Senioren müssen nach einer gewissen Anstrengung den Körper wieder etwas herunterfahren.

Ursachen für Atemnot

In den meisten Fällen ist die Ursache der Atemnot in einer Erkrankung zu sehen. So haben Patienten mit Asthma, in gewissen Abständen mit Atemnot zu kämpfen. Die Betroffenen müssen in erster Linie Ruhe bewahren und aus ihrem Notfallset das richtige Medikament entnehmen. Die Wirkung setzt sehr schnell ein und dem Patienten geht es nach kurzer Zeit wieder besser. Kommt es zu keiner Verbesserung, so ist umgehend der Notarzt zu verständigen.

Atemnot kann auch eine Begleiterscheinung bei einer allergischen Reaktion sein. Viele Menschen reagieren auf bestimmte Lebensmittel oder Tierhaare allergisch. Neben Hautausschlägen, Unwohlsein oder Erbrechen tritt bei einigen Personen auch eine plötzliche Atemnot ein. Bei besonders schweren Erkrankungen ist fast jedes Mal ein Notarzt zu rufen. In verpackten Waren können die betroffenen Menschen nachlesen, ob im Lebensmittel eine Allergie auslösende Substanz enthalten ist. Schwieriger gestaltet sich die Sache beim Essen in Gaststätten oder bei Freunden.

Auch beim COPD (chronic obstructive pulmonary disease) tritt in gewissen Abständen eine Atemnot auf. Die Ursache bei dieser Erkrankung ist in dem jahrelangen Konsum von großen Mengen an Zigaretten zu sehen. COPD wird auch als Raucherkrankheit bezeichnet. In der Lunge bildet sich Schleim, der Sauerstoffaustausch über die Lungenbläschen wird gestört und es kommt zu einer Atemnot.

Diese Krankheit ist nicht heilbar, kann allerdings wesentlich verlangsamt werden. Neben einer regelmäßigen Anwendung der verordneten Sprays ist unbedingt mit dem Rauchen aufzuhören. Einige Patienten kommen vom Glimmstängel einfach nicht weg und verkürzen dadurch ihre Lebensdauer erheblich. Wer allerdings der Zigarette abschwört, kann bei guter Medikation sogar ein sehr hohes Lebensalter erreichen.

Atemnot vorbeugen

In einigen Fällen kann einer drohenden Atemnot durchaus vorgebeugt werden. Allergiker vermeiden die auslösenden Lebensmittel. Eine zweite Möglichkeit ist die Desensibilisierung gegen die auslösende Substanz. Der Patient bekommt in gewissen Abständen das entsprechende Allergen gespritzt, bis der Körper das entsprechende Lebensmittel, die Tierhaare oder Mückenstiche so gut verträgt, dass es zu keiner allergischen Reaktion mehr kommt. Der Nachteil bei dieser Behandlung ist, dass diese über mehrere Jahre dauern kann, bis sich der Erfolg einstellt.

Bei COPD ist die Vorbeugung relativ einfach, denn wer nicht mit dem Rauchen anfängt, wird nach großer Wahrscheinlichkeit diese Krankheit niemals bekommen. Allerdings sind auch Menschen gefährdet, welche über eine längere Zeit passiv mitrauchen müssen. Durch die erlassenen Gesetze gegen das Rauchen in bestimmten Räumen wurde diese Gefahr wesentlich minimiert.

Medikamente gegen Atemnot

Damit die Abstände zwischen den Atemnot-Anfällen nicht kürzer werden, müssen die Patienten konsequent die vom Arzt verordneten Medikamente anwenden. Bei Lungenkrankheiten werden oft Sprays verschrieben, bei welchen die Substanzen genau zu dem Ort gelangen, wo sie am besten ihre Heilwirkung entfalten können.

Zeigen einige Medikamente nicht die gewünschte Wirkung, so muss gemeinsam mit dem Arzt über ein anderes Produkt nachgedacht werden.

Hausmittel gegen Atemnot

Bei schweren Lungenkrankheiten wie Asthma oder COPD helfen kaum Hausmittel. Lediglich zum Lösen des Schleimes können zusätzlich schleimlösende Medikamente verwendet werden. Auch bei Erkältungskrankheiten kommt es gelegentlich zu einer Atemnot, weil die Lunge mit Schleim zugesetzt ist. Diese Beschwerden sind nicht so intensiv, wie bei einer Lungenerkrankung, trotzdem fällt einigen Patienten das Atmen schwer.

Ein einfaches Hausmittel ist, einen Topf mit Wasser aufzukochen und eine Prise Salz einstreuen. Mit einem Tuch über Kopf und Topf werden die warmen Dämpfe für mindestens 10 Minuten eingeatmet. Das Salz sorgt dafür, dass sich der Schleim löst, die Entzündungen besser abheilen und das Atmen sich verbessert. In gewissen Abständen wird diese Prozedur wiederholt. Wer einen Inhalator besitzt, kann natürlich dieses Gerät benutzen. In das Wasser können auch ätherische Öle gegeben werden.

Ein heißes Wannenbad mit entsprechendem Badezusatz bringt bei einer leichten Atemnot ebenfalls eine gute Linderung. Das warme Wasser verbunden mit einem ätherischen Öl sorgt dafür, dass der Schleim abgehustet werden kann und das Atmen leichter fällt. Sehr gut hilft auch ein Urlaub an der Nordsee, denn hier ist der Salzgehalt in der Luft besonders groß, wodurch ein besseres Atmen der Lunge ermöglicht wird.