Blähungen werden durch eine erhöhte Entwicklung von Gasen sowie Faul- und Gärgasen im Darm oder Magen produziert. Im Anschluss kommt es zum analen Entweichen der Darmgase. Die entweichende Luft besteht im normalen Fall aus Kohlendioxid, Wasserstoff und Methan.

Ursachen und Krankheiten

Es gibt viele Ursachen für Blähungen

Es gibt viele Ursachen für Blähungen

Der Verdauungsvorgang eines Menschen kann 42 Stunden dauern. Hierbei entstehen bei jedem Menschen Darmgase. Der Hauptanteil dieser Gase strömt allerdings in den Blutkreislauf und wird über die Lungen abgestoßen. Genau genommen sind die eigentlichen Blähungen ein erhöhter Gasausschuss von ca. 0,5 bis 1,5 Litern täglich, der über die Lungen stattfindet.

Ursache kann hierbei die Zusammensetzung der Ernährung sein. Blähungen treten beispielsweise nach reichlichem Verzehr von  Zwiebeln oder auch Lauch auf. Diese Lebensmittel setzen Dickdarm-Bakterien und Schwefelverbindungen frei. Werden diese Schwefelverbindungen dann ausgeschieden, entsteht ein unangenehmer Geruch.

Es gibt weitere Lebensmittel, die Blähungen fördern. Hierzu gehören vor allem Bohnen, Hülsenfrüchte, Kohlgemüse sowie Vollkornbrot. Hülsenfrüchte enthalten die Zuckermoleküle Raffinose, Rhamnose und Stachynose, die erst im Dickdarm – durch Bakterien der Darmflora – zersetzt werden. Kaffee und Bier sind die absoluten Bläh-Produkte.

Auch Menschen, die sich besonders gesund ernähren, gehören der Risikogruppe an. Ballaststoffreiche Lebensmittel sind extrem gesund, aber führen meist zur konzentrierten Gasbildung. Bei Histamin-Intoleranz, Laktoseintoleranz oder Milcheiweißallergie kann es zu heftigen und schmerzhaften Blähungen kommen, die meist auch mit Durchfall verbunden sind.

Krankheiten

In manchen Fällen können hinter Blähungen sehr ernsthafte Krankheiten im Magen- und Darmbereich, der Bauchspeicheldrüse, der Galle sowie Leber und des Herzens stecken. Hierbei treten zusätzlich Begleitsymptome und Schmerzen auf, so dass ein Arztbesuch unvermeidbar ist. Zu den Krankheiten zählen Gallensteine, Reizdarm, Darmkrebs, Leberzirrhose, Gastritis, Mukovisidose, Eisenmangel, Reizmagen, Zwölffingerdarmgeschwüre, Colitis ulcerosa, Bauchspeicheldrüsenentzündung und Darmverschluss.

Behandlung und Therapien von Blähungen

Die Behandlung sowie Therapie gegen Darmwinde richtet sich immer nach der Ursache. Kommen Blähungen im Zusammenhang mit anderen Symptomen vor, so sollte eine mögliche Krankheit behandelt werden.

Sind die Blähungen auf Grund von falschen Lebensmittel  oder Stress ausgelöst worden, hilft es den Verzehr bestimmter Lebensmittel ganz zu vermeiden oder einzuschränken. Es sollte ausßerdem gelärt werden, welche Faktoren das Stressgefühl auslösen, um diese dann eventuell beseitigen zu können. Hier kann sportliche Aktivität wahre Wunder wirken.

Vorbeugung

Durch eigene Initiative können unangenehme Blähungen gelindert oder verhindert werden. So sollte man so oft wie möglich leicht verdauliche Speisen essen. Hierbei sollte beachtet werden, dass rohes Gemüse, zu viele Ballaststoffe sowie scharfe Gewürze vermieden werden sollten.

Auf blähende Lebensmittel wie zum Beispiel weiße Bohnen, Linsen, Kohl, Nüsse und Zwiebeln sollte nach Möglichkeit ganz verzichtet werden. Jeder Mensch sollte hierbei für sich ausprobieren, auf welche Speisen er am meisten reagiert. Dabei kann ein Nahrungsmitteltagebuch helfen.

Genauso wichtig ist es sich genügend zeigt zum essen zu nehmen und am besten mehrere kleine Mahlzeiten zu verzehren. Menschen, die stark unter Darmwinden leiden, sollten vor jeder Mahlzeiten ein Glas stilles Mineralwasser in kleinen Schlücken trinken. Eine Rollkur, bei der sich der Leidtragende abwechselnd auf die eine und die andere Seite legt, sodass die Darmgase von anderen Darminhalten verdrängt und einfach ausgeschieden werden, ist eine hilfreiche, vorbeugende Maßnahme.

Ganz wichtig ist, regelmäßig Sport zu treiben und sich zu bewegen, damit der Darm arbeiten und verdauen kann. Wenn die Blähungen bereits aktiv sind, können kreisende Bauchmassagen Linderung verschaffen. Empfindliche Menschen sollten ganz auf kohlensäurehaltige Getränke verzichten.

Hausmittel und Medikamente gegen Blähungen

Es gibt Medikamente oder pflanzliche Heilmittel, um die Luft im Darm zu beseitigen. In der Apotheke gibt es Präparate, die rezeptfrei gekauft werden können oder der behandelnde Arzt verschreibt das entsprechende Medikament. Auch Hausmittel die krampflösend und entblähend wirken wie Anis, Melisse, Pfefferminz, Fenchel oder Kamille können verwendet werden.

Bei Babys, die Blähungen haben, können leichte Bauchmassagen die festsitzenden Gase lösen. Des Weiteren hilft die Wärmezufuhr mit beispielsweise einer Wärmflasche gegen Blähungen. Sehr wichtig ist, dass man langsam isst und gründlich kaut. So erleichtert man seinem Darm die Arbeit. Somit fallen weniger Nahrungsbestandteile im Dickdarm an und Blähungen gehören der Vergangenheit an.

Ein Tee mit den Inhalststoffen Fenchel, Anis und Kümmel verhilft bei ungelegenen Darmwinde. Personen, die unter Blähungen leiden, sollten täglich 1 Glas Milch, die mit Anis oder Kümmel gekocht wurde, trinken. Auch Knoblauch, in jeglicher Anwendungsform, kann dabei helfen Darmwinde zu bekämpfen. Ferner kommen Tropfen oder Tabletten mit entschäumenden Stoffen infrage.