Gelbsucht (Ikterus) ist nicht, wie im Allgemeinen angenommen wird, eine eigenständige Krankheit sondern ein Symptom, das auf andere Krankheiten hinweist. Auffällig ist eine deutlich gelbliche Verfärbung der Schleimhäute, der Haut oder der Bindehaut der Augen, die auf einen Anstieg des Bilirubingehaltes (Gallenfarbstoff) im Blut hinweisen.

Ursachen für eine Gelbsucht

Als Ursache für das Auftreten gilt die Erhöhung der Bilirubinkonzentration auf über zwei Milligramm pro Deziliter im Blut. Diese erhöhte Bilirubinkonzentration ist verantwortlich für die typisch gelblichen Verfärbungen. Ist der natürliche Bilirubin-Stoffwechsel über eine längere Zeit gestört, dann kann es zu einem Verfall der roten Blutkörperchen kommen, was zu einer Funktionsbeeinträchtigung der Leber führt. Das zu viel vorhandene Bilirubin weicht in den Blutkreislauf aus, was zu schwerwiegenden Erkrankungen führen kann.

Krankheiten mit Gelbsucht

Zum überwiegenden Teil spielen Erkrankungen oder Funktionsstörungen der Leber als Ursachen für eine Gelbsucht eine große Rolle. Aber auch eine Gallenblasenentzündung oder Gallensteine können als Ursache in Frage kommen. Auch als unerwünschte Nebenwirkung auf bestimmte Medikamente oder die ständige Konsumierung größerer Mengen an Alkohol reagieren einige Patienten mit einer Gelbsucht. Gleichzeitig muss vom behandelnden Arzt die Erkrankung mit Hepatitis A oder Hepatitis B, eine Schwangerschaft bei Frauen oder eine vorhandene Pilzvergiftung ausgeschlossen werden.

Behandlung und Therapie von Gelbsucht

Die Behandlung von Gelbsucht ist immer sehr eng mit der Beseitigung der für das Auftreten verantwortlichen Faktoren verbunden. Grundsätzlich wird der behandelnde Arzt sich für eine Therapie entscheiden, nachdem eine Laboruntersuchung des Blutes vorgenommen wurde. Diese Laborergebnisse geben Aufschluss darüber, ob eventuell immunbedingte Erkrankungen, erbliche Blutkrankheiten oder schwere Infektionen als Gründe für das Auftreten einer Gelbsucht in Betracht gezogen werden müssen. Deshalb muss in diesem Zusammenhang erwähnt werden, dass es keine Medikamente gibt, mit denen eine Heilung von Gelbsucht möglich ist.

Sollten Medikamente der Auslöser für das Auftreten einer Gelbsucht sein, wird der behandelnde Arzt diese sofort absetzen. Die einzige erfolgreiche Therapie besteht in der Behandlung der Grunderkrankung.

Vorbeugung von Gelbsucht

Jeder gesundheitsbewusste Mensch kann allerdings selbst etwas dazu beitragen, dass dem Auftreten einer Gelbsucht vorgebeugt wird. Dazu gehören unter anderem eine Reduzierung des Übergewichts, das Meiden sehr fetter Speisen, die Reduzierung von kohlenhydratreicher Kost und der Verzicht auf Alkohol. Gleichzeitig sollte ein sehr scharfes Würzen der Speisen vermieden werden. In einigen Fällen ist auch ein Verzicht auf die Einnahme der Anti-Baby-Pille sehr erfolgreich. Wird eine Reise ins Ausland geplant, dann sollten Erkundigungen eingezogen werden, ob für den Aufenthalt in dem entsprechenden Land eine Impfung gegen Hepatitis A oder Hepatitis B empfohlen wird.

Generell sollte auch bei einem Aufenthalt im Ausland immer auf die Einhaltung hygienischer Grundbedingungen, wie dem Verzehr von gewaschenem Obst, durchgegartem Fleisch oder das Trinken von handelsüblichem Trinkwasser in Flaschen, geachtet werden. Von ungeschütztem Sex mit unbekannten Partnern ist aufgrund der Infektionsgefahr nicht nur mit Hepatitis, sondern auch mit vielen weiteren gefährlichen Infektionskrankheiten, grundsätzlich abzusehen.

Medikamente gegen Gelbsucht

Es gibt keine speziellen Medikamente, die gegen die typischen Krankheitssymptome verordnet werden.

Hausmittel gegen Gelbsucht

Es gibt tatsächlich einige natürliche Hausmittel, die beim Auftreten der typischen Symptome für Besserung sorgen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Tee aus frischen Erdbeerblättern
  • Pfefferminztee und Löwenzahntee
  • das Trinken von täglich einem Glas Tomatensaft mit Salz
  • das tägliche Trinken von Tee aus getrocknetem Oregano, der mit heißem Wasser übergossen wurde
  • das Essen von einem Brei aus zerdrückter Banane, der mit Honig vermengt wird
  • der Saft aus Ingwer und Minze
  • Tee aus Zitronenblättern
  • frisch gepresster Limettensaft
  • Rote-Beete-Saft mit Zitrone