Bei dem Wort Gelenkschmerzen können Arthrose (Deformierung der Gelenke), Arthritis (Entzündung der Gelenke), Rheuma oder auch Gicht (Stoffwechselerkrankung) in Betracht kommen. Ohne Klärung der Ursache und ohne deren Behandlung können die akuten Schmerzen zu einem chronischen Verlauf führen. Diesen Hinweis sollten vor allem jüngere Menschen beachten. Ein hinzugezogener Arzt kann durch seine Therapie (Medikamente usw.) dafür sorgen, dass die Gelenke richtig ausheilen können. Allerdings spielen viele Faktoren wie eine genetische Veranlagung, Übergewicht und dergleichen eine große Rolle. Es ist festzustellen, ob die Gelenkschmerzen nicht der ersten Vorboten einer der oben genannten Krankheitsbilder sind.

Ursachen für Gelenkschmerzen

An erster Stelle als Ursache für Schmerzen in den Gelenken ist die Gelenkentzündung zu nennen. Gefolgt wird diese von Verschleißerkrankungen. Weiter sind ungleichmäßige und zu starke Belastung als Ursachen für die Schmerzen in den Gelenken anzuführen. Bei Krankheiten wie Grippe oder Mumps sind die Gelenkschmerzen ein häufig anzutreffendes Begleitsymptom. Bei den mechanischen Auslösern sind Prellungen, Verletzungen und Überbelastungen durch bestimmte Sportarten von großer Bedeutung.

Nicht außer Acht zu lassen sind die beruflich bedingten einseitigen Belastungen der Gelenke. Oftmals sind sitzende Tätigkeiten, wie beim Berufskraftfahrer oder auch der Sekretärin verantwortlich dafür, dass eine dauerhafte Fehlhaltung eingenommen wird. Im Bauwesen sind es neben den einseitigen Belastungen zudem die körperlichen Anstrengungen. Der Transport von Baumaterial (Zementsäcke tragen) zum Arbeitsplatz und die Arbeiten über Kopf bis hin zu Tätigkeiten im Knien (Straßenbau), nutzen die Gelenke übermäßig stark ab. Und nicht zuletzt ist das Übergewicht eine Hauptursache für Gelenkschmerzen.

Krankheiten mit Gelenkschmerzen

Nachfolgend steht eine Auflistung der häufigsten Erkrankungen mit Gelenkschmerzen:

  • Arthrose (Gelenkdeformierung)
  • Rheuma
  • Arthritis (Gelenkentzündung)
  • Meningitis (Gehirnhautentzündung)
  • Meniskusriss
  • Hepatitis (Entzündung der Leber)
  • Borreliose (Infektionskrankheiten durch Bakterien hervorgerufen)
  • Kreuzbandriss
  • Sarkoidose – Morbus Boeck (granulomatöse Entzündung)
  • Übergewicht
  • Gicht (Stoffwechselerkrankung)

Behandlung und Therapie von Gelenkschmerzen

Sobald sich bewegungseinschränkende Schmerzen, Fieber, Rötungen und Schwellung um das Gelenk bemerkbar machen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser wird zunächst die Diagnostik vornehmen. Er wird untersuchen, welche Ursachen zu den Gelenkschmerzen führen. Mechanisch bedingte Gelenkschmerzen werden durch die Behandlung beispielsweise der vorliegenden Prellung vorgenommen.

Findet man die Gelenkschmerzen als Begleiterscheinung vor, gilt es, die Grunderkrankung wie Grippe, Ziegenpeter (Mumps) oder Windpocken (Varizellen) zu behandeln. Individuell und nach dem Krankheitsbild kann die Arthrose durch einen operativen Eingriff behandelt werden. Diabetes kann ebenfalls ursächlich für derartige Schmerzen sein. Hier ist es wichtig, den Blutzucker richtig einzustellen. Tabletten oder Insulinspritzen haben gute Erfolge. Das Übergewicht kann man nur selbst beeinflussen. Entzündungen wird mit Medikamenten entgegengewirkt. Schwellungen und Rötungen nach mechanischen Reizen können hervorragend mit speziellen Gels und Salben versorgt werden.

Vorbeugungen von Gelenkschmerzen

Vorbeugung (Prophylaxe) ist in jedem Fall wichtig. Begonnen wird damit, darauf zu achten, sich gesund zu ernähren. Dies wirkt dem Übergewicht entgegen und regt den gesunden Stoffwechsel an. Bei der Wahl der Sportart ist darauf zu achten, dass zum einen die Verletzungsgefahr relativ gering ist. Zum anderen sollte ein gleichmäßiges Training der einzelnen Muskelgruppen erfolgen. Somit ist die Gefahr einer ungleichmäßigen Überbelastungen der Gelenke nicht so groß. Schwimmen, Joggen oder auch Radfahren bieten sich hierfür an. Das Einhalten der richtigen Körperhaltung sollte sowohl im Berufsalltag als auch in der Freizeit berücksichtigt werden. Kleidung, vor allem das Schuhwerk ist dem Träger anzupassen. Es sollte nicht nur nach optischen Aspekten ausgewählt werden.

Sind Familienmitglieder wie Eltern, Großeltern oder Geschwister schon an Arthrose oder Rheuma erkrankt, sollte der Arzt regelmäßig aufgesucht werden. Es können genetische Veranlagungen vorhanden sein, die das Auftreten von Gelenkschmerzen begünstigen.

Medikamente gegen Gelenkschmerzen

  • ABC Wärme-Pflaster Capsicum
  • Ibuprofen
  • Voltaren Schmerzgel
  • Rivoltan
  • Franzbranntwein

Hausmittel gegen Gelenkschmerzen

Bei akuten Sportverletzungen bieten sich Kühlakkus an. Diese werden in ein Tuch eingewickelt und auf die betroffene Stelle gelegt. Langfristig zeigen sich gute Erfolge bei der Umstellung der Ernährung. Im Speiseplan sind Kartoffeln häufig zu finden, während Schweinefleisch eher zu meiden ist. Obst, Gemüse und Fisch hingegen sind sehr gesund. Auflagen auf schmerzende Gelenke zeigen schnell ihre Wirkung. Hierzu kann man Quark verwenden. Senfkorn oder auch Kompressen aus Heilerde beruhigen die Gelenke, lassen sie abschwellen und mindern die Schmerzen. Einreibungen mit Kampfer-Salben sind sehr wirkungsvoll.