Als Herzrasen (Tachykardie) bezeichnet man einen beschleunigten Puls, der über längere Zeit anhält. Das bedeutet bei einem Erwachsenen mehr als 100 Schläge pro Minute. 150 Schläge und mehr gelten als stark ausgeprägte Tachykardie. Eine erhöhte Herzfrequenz ist eine oftmals persönliche Einschätzung und kann unter anderem ein Warnsignal des Körpers bzw. ein Symptom für eine Krankheit sein. Meist spüren die Betroffenen ihr Herz schneller schlagen und fühlen wie ihnen „das Herz bis zum Hals schlägt“. Weitere Begleiterscheinungen können Kurzatmigkeit, Schweißausbrüche, Angstgefühle oder Benommenheit sein. Medizinisch ist es allerdings kein genau definierter Begriff.

Ursachen für Herzrasen

Stress als Ursache von Herzrasen

Stress als Ursache von Herzrasen

Herzrasen kann viele Ursachen haben. Liegt den Beschwerden körperlicher Anstrengung zugrunde, ist dieses keineswegs krankhaft. Die Psyche ist durchaus auch in der Lage, die Herzfrequenz so weit zu erhöhen. Verschiedene Beispiele dafür sind Panik, Stress, Angst, Vorfreude oder seelische Belastung. Das Herzrasen kann ebenfalls durch Wirkstoffe wie Koffein oder Nikotin ausgelöst werden. Neben diesen natürlich Ursachen kann die Tachykardie aber auch auf eine Krankheit hinweisen.

Krankheiten mit Herzrasen

Es gibt zahlreiche Krankheiten, die Herzrasen zum Symptom haben. Daher sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, wenn es über längere Zeit anhält, ohne dass man eine Begründung dafür ausmachen kann. Häufige Krankheiten sind Herzklappenerkrankungen, Pilzvergiftung, Hitzschlag, Lungenembolie Herzrhythmusstörungen oder eine Herzmuskelerkrankung. Hierbei wird das Herzrasen durch das Herz selber hervorgerufen. Bluthochdruck, Blutarmut oder Unterzuckerung können mit der erhöhten Herzfrequenz zusammenhängen. Oft gehen die Beschwerrden einher mit einer Schildrüsenerkrankung (z. B einer Schilddrüsenüberfunktion), da diese den Körper aus den Gleichgewicht bringen und so einen schnelleren Herzschlag und dessen Begleiterscheinungen bewirken kann. Eine weitere Möglichkeit ist die vererbte Tachykardie, die operativ zu behandeln ist.

Behandlung und Therapie von Herzrasen

Um herauszufinden, welche Ursachen das Herzrasen hat, wird vorerst Blut abgenommen, der Puls gemessen und ein EKG durchgeführt. Liegt nun eine Krankheit vor, wird in der Regel mit Medikamenten behandelt. Helfen diese nicht, ist eine Operation nötig, in der dem Patienten ein Herzschrittmacher eingesetzt wird. Diese Maßnahmen helfen, den Herzrhythmus wieder zu normalisieren. Liegt den Beschwerden eine Krankheit der Schilddrüse zugrunde, wird diese mit Hormonen behandelt.

Ist die Ursache psychisch bedingt und tritt nicht immer wieder auf, können auch schon Entspannungsübungen und das Vermeiden von Stress helfen. Neben autogenem Training helfen auch natürliche Beruhigungsmittel (z. B. Baldrian). Raucher und Kaffeetrinker, die von Herzrasen betroffen sind, sollten ihren Konsum so weit wie möglich einschränken, bestenfalls ganz einstellen.

Vorbeugung von Herzrasen

Ist das Herzrasen nicht krankhaft bedingt, kann man diesem durch genug Entspannung und Stressvermeidung vorbeugen. Bewegung an der frischen Luft und ausgewogene, gesunde Ernährung halten den Herzmuskel gesund. Außerdem ist ein Verzicht auf Alkohol und Nikotin ratsam. Ist der beschleunigte Herzrhythmus eine Begleiterscheinung von organischen Beschwerden, kann man in der Regel nichts tun um diesem vorzubeugen.

Medikamente gegen Herzrasen

Zur Behandlung der Beschwerden gibt es zahlreiche Medikamente. Dazu gehören unter anderem:

  • ASS Rathiopharm 100 TAH
  • Tromcardin Complex
  • Korodin Herz Kreislauf Tropfen
  • HerzASS Ratiopharm
  • und viele weitere
In letzter zeit werden auch immer häufiger naturheilkundliche Therapien eingesetzt.

Hausmittel gegen Herzrasen

Gegen die erhöhte Herzfrequenz sind aber auch einige Hausmittel bekannt. Diese sind z. B.:

  • Yoga & Ausdauertraining (stärkt den Kreislauf)
  • kaltes Mineralwasser (senkt den Puls)
  • pflanzliche Mittel die den Entgiftungsprozess des Körpers unterstützen

Allgemein wird von einer Selbstmedikation abgeraten. Auch stärkendes Training (z. B. Yoga etc.) sollte nur in einer vorherigen Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.