Als Hitzewallungen werden die Folgen eines hormonellen Ungleichgleichgewichts innerhalb der Wechseljahre beschrieben. Sie gehören damit zu den typischen Wechseljahrbeschwerden und können abhängig von der Heftigkeit des Östrogenabfalls in Häufigkeit und Intensität stark variieren. Dabei kann es täglich von ein paar wenigen, bis zu über 30 Ausbrüchen kommen, welche sich durch eine im Brustbereich aufkommende und daraufhin weiter verbreitende „Hitzewelle“ äußern. Diese Symptomatik wird häufig von einer erhöhten Herzfrequenz begleitet und zieht nach einem durchschnittlich dreiminütigem Verlauf ein leichtes Frösteln nach sich, welches durch die Verdunstungskälte bedingt ist.

Ursachen für Hitzewallungen

Hitzewallungen in den Wechseljahren

Hitzewallungen in den Wechseljahren

Im Allgemeinen sind Hitzewallungen als ein normales Symptom innerhalb der Wechseljahre zu betrachten und halten folglich nur in seltenen Fällen länger als fünf Jahre an. Der Empfindung eines „Hitzeschubs“ können zwei Ursachen zugrunde liegen, beide hängen unmittelbar mit der hormonellen Umstellung zusammen, welcher der weibliche Körper ausgesetzt ist. Der häufig als vasomotorisch beschriebenen Symptomatik liegt das einfache Prinzip zugrunde, dass die Weitung der unter der Haut befindlichen Blutgefäße und das daraufhin aus dem Körperinneren nachströmende warme Blut den Effekt eines Wärmeschubes verursachen. Als gesichert gilt, dass ein plötzlicher Abfall des Östrogenspiegels die Weitung der Gefäße bewirkt, durch welche der Körper überschüssige Wärme abgeben soll. Weiterhin wird vermutet, dass ein Mangel am Gelbkörperhormon Progesteron ebenso für das Wärmegefühl und die Schweißausbrüche verantwortlich sein kann.

Krankheiten mit Hitzewallungen

Neben dem typischen Auftauchen innerhalb der Wechseljahre können Hitzewallungen auch durch andere Ursachen hervorgerufen werden. Beispiele sind allergische Reaktionen, eine Schilddrüsenüberfunktion oder unterschiedliche Tumore. Besonders aufgrund der letztgenannten Möglichkeit ist eine Untersuchung der Symptomatik (wenn sie nicht im Rahmen der Wechseljahre auftritt) unbedingt notwendig um eventuelle Gefahren zu erkennen. Auch die Nebenwirkungen von Medikamenten wie Insulin, Niacin, Calcitonin, Nifedipin und Nitroglycerin können Hitzewallungen hervorrufen, welche nicht in Verbindung mit anderen Krankheiten oder den Wechseljahren stehen, es ist deshalb ratsam auf den Verpackungszettel zu achten, da so vermieden werden kann, dass sich bereits vorhandene Symptome noch verschlimmern.

Behandlung und Therapie von Hitzewallungen

Wenn Hitzewallungen in den Wechseljahren auftreten, handelt es sich folglich nicht um eine tatsächliche Erkrankung, deshalb werden sie auch medizinisch nicht als solche betrachtet, eine medikamentöse Behandlung ist also nicht ratsam. Alternative Behandlungsformen wie Naturheilkunde (Hömöopathie, Aromatherapie) können jedoch Linderung verschaffen ohne den Organismus allzu sehr zu belasten. Auch spezielle Kräuter können hormonelle Schwankungen abmindern und auch bei anderen Wechseljahrbeschwerden wie zum Beispiel depressiven Verstimmungen helfen. Bei einem Auftreten von Hitzewallungen in anderen Zusammenhängen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht und eine Beratung in Anspruch genommen werden, von einer selbstständigen Behandlung ist in diesem Fall abzuraten.

Vorbeugung von Hitzewallungen

Gänzlich vermeiden lassen sich die Symptome zwar nicht, jedoch kann man seinen Alltag dahingehend umgestalten, dass ihre Auswirkungen auf ein Minimum reduziert werden. Hilfreiche Tipps sind das Aufhalten in vorzugsweise eher kühlen, keinesfalls überheizten Räumen, welche als Rückzugsort zur Verfügung stehen, um speziell im Sommer nicht ständig zu heißen Temperaturen ausgesetzt zu sein. Auch regelmäßige Bewegung lindert die Beschwerden, es ist also ratsam, sich immer wieder an die frische Luft zu begeben, was einerseits dem Körper gut tut und darüber hinaus auch dem Geist hilft sich zu entspannen und Stress zu vermeiden. Weitere Übungen wie Yoga und autogenes Training können zudem dazu beitragen die „innere Ruhe“ zu bewahren, ein aufgeregter Organismus ist im Regelfall anfälliger für Hitzewallungen, als ein entspannter. Überdies sollte auf Tabak, Alkohol und scharfes Essen soweit wie möglich verzichtet werden.

Medikamente gegen Hitzewallungen

Im Regelfall werden Hitzewallungen nicht mit klinischen Arzneimitteln behandelt, sondern vorzugsweise mit Naturheilstoffen wie Kräutern (Weinraute, Mönchspfeffer, Rotklee, Hopfen) und Nahrungsergänzungsmitteln (beispielsweise getreidebasierte Getränke mit Pflanzenhormonen – Brottrunk). Alternativ gibt es die Möglichkeit einer Hormonersatztherapie, welche jedoch nur in extremen Fällen zum Einsatz kommt.

Hausmittel gegen Hitzewallungen

Beliebte Hausmittel zur Behandlung sind Wassertreten, spezielle Atemübungen, regelmäßige Saunagänge zur Stärkung des Kreislaufes, Massagen der Kreuzbeingegend und das Tragen von besonders „luftiger“ Kleidung aus Baumwolle oder synthetischen Materialen.