Husten ist ein Schutzmechanismus des menschlichen Körpers. Fremdstoffe (Viren, Bakterien, Partikel, Schleim) werden somit aus der Luftröhre und den Bronchien transportiert. Ist das nicht möglich, können sich die Hustenbeschwerden verschlimmern. Auswirkungen gehen zum Beispiel bei Allergien oder chronischem Husten bis zum Asthma. Hustenreiz und länger andauernde Hustenanfälle plagen nicht nur den Betroffenen, sondern auch die Mitmenschen in dessen häuslichen oder öffentlichen Umgebung.

Es gibt zwei Arten von Husten: Zum einen der feuchte (produktive) – er bringt Schleim zum Auswurf hervor. Meist verursacht durch Atemwegsinfektionen (Erkältungen, Allergien). Zum Anderen der trockene (unproduktive) – dieser reizt die Schleimhaut und hat äußere Ursachen (Staub, Rauch, Zigarettenqualm). Eine Erkältung kann ebenfalls Auslöser sein.

Normalerweise klingen die Hustenbeschwerden innerhalb von zehn Tagen ab. Bei Symptomen, die länger als vier Wochen andauern, mit Fieber, Atemnot oder mit blutigem Auswurf begleitet werden, sollte der Arzt aufgesucht werden. Oft beginnen Erkrankungen (auch ernsthafte) mit Hustenreiz und Heiserkeit.

Der Krupphusten (bellend) tritt bei Kindern auf und hat virale oder bakterielle Infektionen als Auslöser. Vor allem die nächtlichen Anfälle wirken beängstigend. Im Notfall zum Arzt!

Ursachen von Husten

Erkältung als Ursache von Husten

Erkältung als Ursache von Husten

Sehr wahrscheinlich ist eine Erkältung oder ein grippaler Infekt die Ursache. Erfolgt eine Infektion der oberen Atemwege, schwellen diese an. Dieser Reizmechanismus führt zur Schleimbildung, die der Körper loswerden will. Es wird gehustet.

Die häufigste Ursache, die zum akuten Zustand führt, ist ein Infekt des Atemtrakts. Dieser dauert zwischen zwei bis maximal acht Wochen. Danach bilden sich die Entzündungen in den Atemwegen wieder zurück, wenn keine zusätzlichen Krankheitserscheinungen bestehen.

Husten kann auch psychosomatische Ursachen haben oder durch bestimmte Medikamente ausgelöst werden. Äußere Auslöser, wie es zum Beispiel Rauch, Reinigungs- oder Körperpflege-Sprays, Staubpartikel oder das Einatmen chemischer Substanzen (Farb- und Lösungsmittel) sind, können ebenfalls Verursacher sein.

Geraten Speisen in die „falsche Röhre“, löst der körpereigene Schutzmechanismus ebenfalls einen Hustenreiz aus. Das ist eine sporadische und temporäre Angelegenheit. Liegt als Ursache ein Reflux (Sodbrennen) vor, kann nach eindeutiger Diagnose eine zielgerichtete Behandlung erfolgen.

Krankheiten mit Husten

Das häufigste Erstsymptom für Lungenkrebs ist der Husten und besonders bei Rauchern, die bereits unter dem chronischem Husten, ist die Diagnose leider nicht selten.

Als Krankheit kann eine chronische Aspiration vorliegen, wenn Speisematerial in die „falsche Röhre“ gelangt.

Seltener sind Gehirnerkrankungen, die einen gestörten Schlucktakt hervorrufen. Nach einem Schlaganfall oder mit einer Krebsgeschwulst in der Speiseröhre beziehungsweise im Hals können ebenfalls Hustenattacken ständige Begleiter sein.
Anhaltender trockener Husten kann das Symptom einer Lungenparenchymerkrankung sein, die das tiefe Lungengewebe betrifft und Narben hinterlässt (Lungenfibrose, Sarkoidose).

Die Lungenentzündung als Infektionskrankheit kann chronisch auftreten. Chronischer Husten kann ein Symptom für chronisch-obstruktive Bronchitis, Asthma bronchiale, Herzerkrankungen oder Tuberkulose sein. Eine chronische Entzündung der oberen Atemwege liegt auch vor, wenn ein Enge-Gefühl im Hals, Räusper-Zwang sowie Husten (besonders in liegender Körperposition) permanente Störungen sind, die durch die Sekret-Absonderung aus den Nasennebenhöhlen in die unteren Atemwege verstärkt werden.

Hustenstöße erfordern Muskelkraft. Durch die Druckerhöhung im Kopf können Kopfschmerzen entstehen, Blutgefäße platzen oder sogar Herzrhythmusstörungen auftreten. Schwindelanfälle mit kurzer Ohnmacht gehören zur Realität. Ebenso Rippenbrüche, die durch den erhöhten Druck im Brustkorb eintreten können. Menschen mit Vorerkrankungen (Osteoporose) sind besonders gefährdet.

Behandlung und Therapie von Husten

Wenn eine akute virale oder bakterielle Entzündung vorliegt, tritt in erster Instanz die körpereigene Abwehr ein. Reicht das nicht aus oder ist das Immunsystem bereits geschwächt, muss der Arzt über eine Therapieform entscheiden. Antibiotika nützen nichts bei einem viralen Infekt, da Viren darauf nicht ansprechen.

Um die Behandlung gegen die krankmachenden Bakterien effektiv durchzuführen, muss eine diagnostische Identifizierung und Resistenzprüfung erfolgen, um das geeignete Antibiotikum zur Keimabtötung einzusetzen. Schleimhautabschwellende Nasentropfen werden bei Entzündungen der oberen Atemwege (Nasennebenhöhlen, Kehlkopf) verordnet.

Die Diagnostik und die Therapie können sehr langwierig sein. Für manchen Patienten ist ein langer Weg vom Hausarzt über HNO bis zum Lungenspezialisten unausweichlich. Nicht in jedem Fall ist eine Krankheit therapierbar.

Vorbeugung gegen Husten

Mit der richtigen Kleidung bei jedem Wetter an die frische Luft zu gehen, ist hilfreich, um Abwehrkräfte und das Immunsystem zu stärken. Dazu förderlich sind Sport und Saunaanwendungen. In der Erkältungszeit sollten Menschenansammlungen und das Händeschütteln vermieden werden. Es ist auf Hygiene zu achten, Händewaschen vor allem nach dem Kontakt mit anderen Menschen in öffentlichen Einrichtungen und am Arbeitsplatz ist empfehlenswert.

Man sollte gegen Hustenreiz auslösende Kriterien bewusste Maßnahmen ergreifen. Außerdem empfiehlt es sich, langsam zu essen und zu trinken.
Beim Arbeiten mit bedenklichen Materialien, die Reizwirkungen auf die Atemwege haben, sollten Schutzmaßnahmen (Mund- und Nasenschutz) ergriffen werden.

Medikamente gegen Husten

Um die Reizung der Husten-Rezeptoren zu mildern, werden oft Medikamente eingesetzt, die sekretlösend und reizlindernd sind:

  • Ambroxol
  • Acetylstein
  • Codein haltige Medikamente

Inhalierbare Asthmamedikamente werden bei Asthma bronchiale eingesetzt. Liegt eine COPD-Erkrankung vor (chronische Bronchitis mit einer Blählunge), werden oft auch bronchialerweiternde Medikamente erforderlich.

Hausmittel gegen Husten

Zu den selbstgemachten Hustensäften gehören Zwiebelhonigsirup und das Gemisch aus Zitronensaft, Honig und Cayennepfeffer.

Reizhusten mildern:

  • Hustensäfte (aus Sonnentaukraut)
  • Honig, Zuckersirup
  • Lutschpastillen (Isla Moos)
  • Hustentees (Extrakte aus den Heilpflanzen wie Huflattich, Spitzwegerich, Eukalyptus, Kamille, Thymian)
  • Luftbefeuchter im Schlafzimmer
  • Abklopftechnik zur Schleimlösung
  • Brustwickel

Zu den einfachen Hausmitteln zählen auch ätherische Öle, die in Erkältungsbalsamen und in Badezusätzen enthalten sind. Sie wirken schleim- und krampflösend.

Inhalationen, Dampfbäder, Brust- und Rückeneinreibungen sind eine unterstützende Therapie. Durch das Eukalyptusöl in den Eukalyptusbonbons können Bakterien abgetötet werden. Vor allem sollte man viel Flüssigkeit (Tee, Wasser) trinken.