Unter Hyperventilation wird eine Krankheit verstanden, die sich auf die Atmung bezieht. Die Atmung ist dann in ihrer Frequenz oder Atemtiefe nicht mehr natürlich. Sie ist beschleunigt. Ein Grund liegt nicht vor. Der Patient befindet sich meist im Ruhezustand. Auslöser für eine unnatürliche Atmung können psychische oder körperliche Gründe sein. Hyperventilation tritt gemeinsam mit Anfällen auf. Sie kann zu Schwindel, Atemnot oder Brustschmerzen führen. Auch Bewusstlosigkeit kommt vor. Im Verlauf der Hyperventilation kommt es zu einer schnellen und tiefen Atmung, wobei der Sauerstoffanteil im Blut nur geringfügig erhöht wird. Die Sättigung erfolgte durch die normale Atmung.

Der Kohlenstoff-Partialdruck nimmt ab und der pH-Wert im Blut steigt an. Es erfolgt eine respiratorische Alkalose.

Ursachen für Hyperventilation

Eine Hyperventilation ist sehr oft nicht körperlich, sondern psychisch verursacht. In Situationen, in denen sich Körper und Geist überlastet fühlen, ist ein unnatürliches Atmen oft zu beobachten. Als Indikatoren treten Stress, Angst und Erregung auf. Selten ist die Hyperventilation im Rahmen einer neurologischen Erkrankung. Das geschieht dann, wenn Tumore das Atemzentrum im Gehirn stark und langfristig stören.

Hyperventiliert der Patient ohne psychische Belastung, sollte auf eine krankheitsbedingte Atemveränderung untersucht werden. Es können Vergiftungen, Sauerstoffmangel, Lungenembolie, Herzschwäche oder Fieber als Auslöser in Frage kommen.
Hyperventilation ist an kein Geschlecht gebunden und kann schon in der Kindheit auftreten.

Krankheiten mit Hyperventilation

Hier werden drei der häufigeren Krankheiten beschrieben, die zu Atemproblemen führen.

Die Blutvergiftung oder Sepsis kann zu Hyperventilation führen. Es handelt sich um einen Infekt, der sich über die gesamten körperlichen Blutbahnen ausbreitet. So können innere Organe nachhaltig geschädigt werden.

Eine weitere Krankheit bei der Atemprobleme üblich sind, ist die Herzschwäche. Es handelt sich um eine unwiderrufliche Störung und Erkrankung des Herzens. Der Blutkreislauf wird in Mitleidenschaft gezogen. Die Organe erhalten nicht mehr genug Blut. Atemnot, Müdigkeit, Wassereinlagerungen und allgemeine Schwäche sind die Folgen.

Eine Übersäuerung des Blutes, die auf der Atmung beruht, geht mit Hyperventilation einher. Häufiger Harndrang und blaue Lippen sind Anzeichen für eine solche Übersäuerung des Blutes.

Die Behandlung und Therapien

Öfter auftretendes Hyperventilieren, das Angst macht, sollte vom Arzt untersucht werden. Im Gespräch wird der Arzt Vorerkrankungen abfragen, sich die Situation, in der die Atemprobleme auftraten, schildern und über eingenommene Medikamente berichten lassen. In den meisten Fällen sind Stress und Erregung die Auslöser.

Der Arzt wird unter Umständen weitere Untersuchungen mittels Elektrokardiogramm, Röntgenaufnahmen und Blutuntersuchungen durchführen.
Sind die Ursachen geklärt, werden die Therapien ausgewählt.

Im Falle psychischer Gründe für eine Hyperventilation sollte der Patient beruhigt werden. Autogenes Training ist sinnvoll. Atemtechniken sollten erlernt werden. Der Patient sollte auch in Muskelentspannungstechniken wie Yoga oder Muskelrelaxation ausgebildet werden.
Im Falle eines tatsächlichen Anfalls hat es sich bewährt, in eine Tüte zu atmen. Das normalisiert den Kohlendioxidwert. Auch Beruhigungsmittel werden verschrieben.

Bei einer Angststörung ist eine Psychotherapie hilfreich. Liegen organische Ursachen wie Blutvergiftung vor, müssen diese behandelt werden.

Die Vorbeugungsmaßnahmen

Liegt der Hyperventilation keine Krankheit zu Grunde, ist ein gesundes, stressfreies Leben, frei von Aufregungen, eine gute Vorbeugung. Auch viel Bewegung, viel frische Luft, eine gesunde Ernährung und vor allem der Verzicht auf Rauchen, Drogen und Alkohol beugen Atemproblemen vor. Kurse in Yoga oder autogenem Training helfen dem Patienten sich zu beruhigen und mehr Entspannung in den Alltag einzubringen.

Medikamente, die eingesetzt werden können

Es handelt sich vor allem um Beruhigungsmittel. Pflanzliche Wirkstoffe wie Baldrian, Hopfen oder Johanniskraut helfen, sich abzuregen und einen guten Schlaf zu finden. Die Medikamente können auch mit dem Wirkstoff Benzodiazepine gegen die Hyperventilation vorgehen.

Mögliche Hausmittel gegen Hyperventilation

Eingesetzt werden können hier alle Mittel, die die psychischen Faktoren der Hyperventilation angehen können. Das mögen beruhigende Tees sein oder aber auch der erregungsdämpfende Schluck Schnaps. Auch das Streicheln eines Haustiers hilft die Erregung zu lindern.

Im Falle krankheitsbedingter Atemprobleme sollte der Arzt schnell aufgesucht werden.