Eine Hypokaliämie ist ein erniedrigter Kaliumspiegel im Blut. Man definiert einen Kaliummangel, wenn der Serumblutwert unter 3,6 mmol/l liegt.

Warum kommt es zu einer Hypokaliämie?

Ein behandlungsbedürftiger Kaliummmangel kann durch extreme Mangelernährung entstehen. Dies tritt in den Industrieländern jedoch sehr selten auf. Meist sind Patienten mit einer Essstörung von einer reduzierten Kaliumzufuhr betroffen. Der Wert fällt besonders häufig bei Bulimikern ab, denn sie erbrechen in schweren Phasen nahezu jede Mahlzeit. Eine weitere Ursache ist die überhöhte Ausscheidung über die Niere. Es gibt Medikamente, die diesen Effekt erzeugen. Oft sind Erkrankungen des Stoffwechsels für die Hypokaliämie verantwortlich. Erbrechen und Durchfall, zum Beispiel bei einem Infekt oder beim Missbrauch von Abführmittel, sorgen ebenfalls für eine negative Kaliumbilanz.

Was können Symptome einer Hypokaliämie?

Bananen enthalten viel Kalium und können in leichten Fällen von Hypokaliaemie helfen. (© kreativloft GmbH – Fotolia)

Bananen enthalten viel Kalium und können in leichten Fällen von Hypokaliaemie helfen. (© kreativloft GmbH – Fotolia)

Die Symptome sind recht allgemein und deuten nicht zwangsläufig auf eine Hypokaliämie hin. Da Kalium bei Muskelbewegungen benötigt wird, kann ein Mangel zu Muskelschmerzen und Krämpfen führen. Schwindel und Kopfschmerzen sowie Kreislauf-und Verdauungsbeschwerden treten häufig auf. In schweren Mangelsituationen kommt es zu gefährlichen Herzrhythmusstörungen und zu Veränderungen im EKG. Ein Herzstillstand ist die extremste Auswirkung einer Hypokaliämie. Eine Reanimation verläuft durch die gestörte Reizleitung am Herzen oft erfolglos.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Eine Hypokaliämie lässt sich mit einer Blutuntersuchung nachweisen. Der Serumkaliumspiegel wird gemessen und analysiert. Bei einem begründeten Verdacht ist es sinnvoll, auch die Ursache herauszufinden und weitere Blutparameter zu bestimmen. Eingenommene Medikamente und die Nierenwerte sollten immer mitbestimmt werden.

Was kann man bei einer Hypokaliämie tun?

Im ersten Schritt der Therapie sollte die Ursache einer Hypokaliämie gefunden und behoben werden. Um den Kaliumspiegel anzuheben, sollte die Ernährung umgestellt werden. Bananen und Obstsäfte können einen leichten Mangel ausgleichen. Bei schwereren Mängeln müssen Kaliumpräparate eingenommen werden. Sie können als Brausetabletten, aber im Extremfall auch über die Vene zugeführt werden. Das EKG muss bei einer Kaliumtherapie regelmäßig kontrolliert werden, damit es nicht zu einem Überschuss im Blut kommt. Ein erhöhter Kaliumwert verursacht ebenfalls Störungen im Körper.

Die Hypokalzämie

Von Hypokalzämie spricht der Mediziner bei einem Kalziummangel im Blut. Von Bedeutung ist dabei besonders das ionisierte Kalzium, es macht 45 bis 50 Prozent des Gesamtkalziums aus. Sinkt der Kalziumspiegel eines erwachsenen Menschen unter 2,2 mmol/l,liegt eine Hypokalzämie vor.

Die Ursachen der Hypokalzämie

Die Hypokalzämie kann sehr verschiedene Ursachen haben. Häufig entsteht der Mangel an dem an Albumin gebundenen Kalziumanteil durch eine sogenannte Große Proteinurie. Betroffene Patienten, meist Nierenkranke, scheiden zuviel Eiweiß über die Niere mit dem Urin aus und verlieren dadurch große Mengen Albumin. Auch verschiedene Magen- und Darmerkrankungen, große Wundflächen (z.B. großflächige Verbrennungen) und große Mengen an Blutkonserven nach Unfällen und Operationen können einen erheblichen Eiweiß-und Albinum-Verlust auslösen. Kalziummangel tritt außerdem häufig bei einer Syntheseleistungsstörung der Leber (z.B. bei Leberzirrhose oder Hepatitis B) auf. Eine Unterfunktion der Nebenschilddrüsen oder eine Pankratitis kommen ebenfalls aus Auslöser der Hypokalzämie in Betracht. Oft liegt gleichzeitig auch eine Hypokalianämie vor. Das ist ein Kaliummangel im Blut, der gleichzeitig auch mit behandelt werden muss.

Die Symptome der Hypokalzämie

Hypokalzämie - Der Mangel von Kalzium kann durch eine kalziumreiche Ernährung vermieden werden. (© Steve Young – Fotolia)

Hypokalzämie – Der Mangel von Kalzium kann durch eine kalziumreiche Ernährung vermieden werden. (© Steve Young – Fotolia)

Die Krankheit verläuft im Anfangsstadium fast immer ohne Symptome und wird deshalb oft erst relativ spät entdeckt. Ist die Hypokaltämie stark ausgeprägt, kommt es zu erhöhter Erregbarkeit der Muskulatur und der Nerven. Häufig treten dann Muskelzuckungen und Krämpfe, Nervenkribbeln und schlimmstenfalls Tetanie auf. Es kann zu Herzrhythmusstörungen, Verwirrtheit und psyschotischem Verhalten, Depressionen und auch zu Sehstörungen kommen.

Diagnostik und Behandlung der Hypokalzämie

Der Kalziumspiegel wird durch eine Blutuntersuchung bestimmt. Ist er krankhaft niedrig, wird als Akutmassnahme eine Infusionlösung mit Kalzium gegeben. Darüber hinaus ist natürlich die Behandlung der Grunderkrankung bzw. die Ausschaltung der auslösenden Faktoren notwendig. Als Langzeittherapie kann Kalzium und Vitamin D, wie auch Kalium oral eingenommen werden, aber auch mit der richtigen Ernährung kann der Kalziumspiegel aufgefüllt werden. Gute Kalziumlieferanten sind zum Beispiel Milch, Joghurt und Käse, wobei fettarme Produkte sogar etwas mehr Kalzium als Vollmilchprodukte enthalten. Sehr gut sind auch Mandeln, Brokkoli, Grünkohl, fettreichen Meeresfischen- besonders Lachskonserven und Ölsardinen. Kalziumräuber sind dagegen das in Fleisch und Wurst enthaltene Phospat, aber auch Cola und Limonade.

Kaliummangel

Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, Übelkeit, Kreislaufstörungen, Muskelschwäche oder auch Krämpfe sind einige der auftretenden Symptome, wenn ein Kaliummangel im Körper vorliegt. Kommt es zusätzlich zu den genannten Symptomen auch zu Durchfall, so ist ein Besuch beim Hausarzt unbedingt ratsam. Dieser wird anhand eines Blutbildes den Kaliumgehalt bestimmen und kann den Kaliummangel gezielt behandeln.

Der Mineralstoff Kalium gehört zu den Körperelektrolyten und ist mit zuständig für die Wasserhaushalt-Regulierung. Außerdem ist Kalium für die Nerven- und Muskeltätigkeit wichtig. Bei Kaliummangel können auch Lähmungen der Muskeln auftreten. Besonders gefährlich wird dies, wenn diese Lähmung die Herzmuskel betrifft und es dadurch zu Herzrhythmusstörungen kommt.

Regulierung des Kaliumgehalts

Um Kaliummangel zu verhindern, sollten dem Körper tägliche 2L Flüssigkeit zugeführt werden. (© Gresei – Fotolia)

Um Kaliummangel zu verhindern, sollten dem Körper tägliche 2L Flüssigkeit zugeführt werden. (© Gresei – Fotolia)

Ein Kaliummangel (Hypokaliämie) liegt vor, wenn der Kaliumgehalt im Blut geringer als 3,5 mmol/l ist. Zu einem Kaliummangel kann es nach länger anhaltenden Magen-Darm-Infektionen, die mit Erbrechen und/oder Durchfall einhergehen, kommen. Aber auch wenn zu salzig gegessen wird, der Alkoholkonsum zu hoch ist oder regelmäßig Abführmittel eingenommen werden. Herz-Kreislauf-Patienten oder Menschen die an zu hohem Blutdruck leiden, haben ebenfalls einen höheren Kaliumbedarf und müssen diesen dann ausgleichen. Dies versucht man hauptsächlich, indem der Patient versucht, eine optimale Kaliumversorgung durch die tägliche Nahrungsaufnahme zu erreichen. Kalium ist in vielen Nahrungsmitteln enthalten, zum Beispiel in:

  • Gemüse
  • Obst
  • Nüssen
  • Fleisch und
  • Fisch.

Bananen, Kartoffeln, Tomaten, Spinat, Milche, Pilze aber auch getrocknete Früchte, wie zum Beispiel Rosinen, sind ideal um den Kaliumgehalt oral zu normalisieren. Nur in schwierigen Fällen, wie bei einer Blutübersäuerung, werden kaliumhaltige Arzneimittel, zum Beispiel Kaliumchlorid, eingesetzt. Patienten mit Diabetes mellitus leiden häufig unter einer solchen Blutübersäuerung, welches die Folge von vermehrtem Fettabbau ist. Patienten, die unter Nierensteinen leiden, bekommen ebenfalls kaliumhaltige Medikamente verabreicht.

Flüssigkeitszufuhr – fast alles außer Alkohol und Cola erlaubt

Besonders ältere Menschen leiden häufig unter einem Kaliummangel, da bei ihnen das Durstgefühl nachlässt und nicht ausreichend Flüssigkeit eingenommen wird. Dies bewirkt wiederum eine Störung im Wasser- und Elektrolythaushalt, es kann zu einer Austrocknung kommen. Mindestens 2 Liter Flüssigkeit pro Tag, ob Mineralwaser, Tee oder auch Fruchtsaftschorlen, sollten dem Körper zugeführt werden, um den Haushalt von Kalium und Natrium nicht durcheinander zu bringen. Kaliummangel kann harmlose, aber auch lebensbedrohliche Ausmaße haben. In einem Fachartikel aus dem Jahr 2009 war sogar nachzulesen, dass der vermehrte Konsum von Cola (Koffein) neben Glukose und auch Fruktose zu Kaliumverlusten und somit zu Kaliummangel führt. Auch Bariumvergiftungen, die in Industriezweigen in denen Barium verarbeitet wird, vorkommen, sind möglich und führen ebenfalls zu einem Abfall des Kaliumspiegels.

Barium Vergiftung

Barium ist ein Erdalkalimetall aus der zweiten Hauptgruppe im Periodensystem. Sein Elementsymbol ist Ba und seine Ordnungszahl 56. Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „schwer“, was auf die große Dichte von Baryt, einem Bariummineral, Bezug nimmt. Im elementaren Zustand glänzt Barium metallisch, ist silbrig-weiß und leicht entzündlich. In der Natur kommt es nicht elementar vor, da es hoch reaktiv ist.

Toxikologie

Bariumverbindungen, die wasser- und säurelöslich sind, sind giftig, doch ihre Konzentration in Boden und Nahrungsmitteln ist so gering, dass sie nicht zu Vergiftungen führen können. Am Arbeitsplatz allerdings, wo Menschen möglicherweise mit Barium umgehen müssen, ist das Risiko einer Vergiftung durchaus gegeben, etwa wenn Bariumsulphat oder Bariumkarbonat eingeatmet werden. Auf Mülldeponien kommt das Element ebenfalls oft vor, so dass Menschen, die in der Nähe wohnen, das dortige Wasser trinken und dort angebautes Gemüse essen, hohen Belastungen ausgesetzt sein können. Allein die Berührung von Barium ist gefährlich.

Wie kann eine Vergiftung verhindert werden?

    Bei einer Vergiftung mit Barium werden andere Stoffe, z.B. Kalium und Kalzium, ersetzt. ( © Frédéric Prochasson – Fotolia)

Bei einer Vergiftung mit Barium werden andere Stoffe, z.B. Kalium und Kalzium, ersetzt. (© Frédéric Prochasson – Fotolia)

Eine Vergiftung kann verhindert werden, indem am Arbeitsplatz große Sorgfalt mit diesem Element an den Tag gelegt wird. Besteht der Verdacht, dass das Trinkwasser mit Barium versetzt ist, sollte man nicht zögern, dies von qualifizierten Fachleuten messen zu lassen und bei positivem Ergebnis natürlich auf seinen Genuss verzichten. Dasselbe gilt für Nahrungsmittel. Um das Risiko des Einatmens von Barium bei der Arbeit zu verringern, ist ein Mundschutz zu empfehlen.

Symptome einer Bariumvergiftung

Barium lagert sich in der Muskulatur, den Lungen und den Knochen ab. Eine Vergiftung führt daher zu folgenden Symptomen:

  • Muskelschwäche
  • Muskellähmung
  • Beeinträchtigung des Zentralen Nervensystems
  • Herzrhythmusstörungen
  • Tremor
  • Schwächegefühl
  • Schwindel
  • Angst
  • Atemprobleme
  • Leibschmerzen
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Kaliummangel (Hypokaliämie)
  • Kalziummangel (Hypokalzämie)

Kaliummangel (Hypokaliämie)

Bei einer Hypokaliämie setzt Barium die Kaliumkanäle in der Zellmembran der Muskulatur außer Funktion, so dass das Kalium in den Muskeln verbleibt. Dadurch, dass aber trotzdem weiter Kalium in sie hinein gebracht wird, sinkt der Kaliumgehalt im Blut. In diesem Fall sollte der Konsum von Cola reduziert werden, da die darin enthaltenen Stoffe (Glukose, Fruktose und Koffein) den Kaliummangel noch verstärken würden, besonders wenn viel (zwei oder drei Liter pro Tag) getrunken wird.

Kalziummangel (Hypokalzämie)

Bei einer Hypokalzämie wird Kalzium, das sich an der Zellmembran der Muskulatur befindet, durch Barium ersetzt und sein Gehalt im Körper damit vermindert.

Cola und Kalium

Cola ist ein beliebter Softdrink, der gerade jetzt in der warmen Jahreszeit von vielen Leuten getrunken wird. Wer allerdings zu viel von dem Getränk konsumiert, der schädigt dadurch seinen Körper und bewirkt einen Kaliummangel.

Der Zusammenhang zwischen Cola und Kalium

Die normale Cola enthält neben Koffein auch viel Zucker wie Glukose und Fructose. Wie eine medizinische Studie aus dem Jahr 2009 belegt, sind diese drei Stoffe maßgeblich daran beteiligt, dass eine Hypokaliämie, also ein Mangel an Kalium im Körper entsteht. Während man von Koffein weiß, dass es Kalium binden kann, konnte die Wirkung von Glukose und Fructose allerdings noch nicht zweifelsfrei belegt werden. Fest steht allerdings, dass die Stoffe der Cola dem Körper das Kalium entziehen, indem sie es an sich binden und dann zusammen über den Harnweg ausgeschieden werden. Ähnliche Ergebnisse wurden auch bei regelmäßigen Konsumenten von Kaffee, Tee und Softdrinks im Allgemeinen beobachtet.

Die Folgen des Cola-Konsums

Bei übermäßigem Konsum von Cola wird dem Körper viel Glukose zugeführt und Kalium entzogen. (© natali1991 – Fotolia)

Bei übermäßigem Konsum von Cola wird dem Körper viel Glukose zugeführt und Kalium entzogen. (© natali1991 – Fotolia)

Wer täglich 2 bis 3 Liter Cola trinkt, der schadet sich nur selber. Denn obwohl das Koffein in dem Softdrink eine kurzzeitige aufputschende Wirkung hat, fühlt man sich schnell schlapp und kraftlos. Der Grund dafür liegt darin, dass Kalium normalerweise in den Muskeln angereichert wird, um diese zu stärken und eine reibungslose Nervenimpuls-Leitung zu gewährleisten. Wird das Kalium allerdings durch die Cola aus dem Körper geschwemmt, ohne dass entsprechender Nachschub über die Nahrung eingenommen wird, bauen die Muskeln regelrecht ab.

Die Muskelfunktionen werden dadurch stark eingeschränkt und im schlimmsten Fall können sogar Lähmungen durch einen hohen Konsum von Cola verursacht werden. Auch Krämpfe wie bei einer Hypokalzämie, also einem chronischen Kalziummangel oder Herz-Kreislauf- sowie Atembeschwerden wie bei einer Vergiftung mit Barium können als Folgeerscheinung des ständigen Trinkens von Cola auftreten. Darüber hinaus ist der hohe Anteil an Zucker und Süßstoffen in Softdrinks mit verantwortlich dafür, dass chronische Erkrankungen wie Diabetes begünstigt werden.

Medizinier-Rat

Softdrinks, Kaffee und Tee sollten nicht ausschließlich konsumiert werden, um den Körper nicht durch einen Mangel an Mineralien unnötig zu gefährden. Stattdessen sollte man öfter zu Selter, Wasser oder natürlichen Fruchtsäften greifen. Darüber hinaus lässt sich der Mineralien-Haushalt auch über die Nahrung leicht auffüllen. Bananen sind beispielsweise ideale Lieferanten für Kalium und Magnesium, die gerade bei Kindern und Jugendlichen im Wachstum unverzichtbar für ihre Gesundheit sind.