Als Mandelentzündung (auch Angina Tonsillitis genannt) bezeichnet man die oftmals schmerzhafte Entzündung der Gaumenmandeln. Dabei wird zwischen einer akuten und einer chronischen Erkrankung unterschieden. Bei einer chronischen Mandelentzündung tritt die Krankheit mehrmals im Jahr auf (meist 4- 5 mal). Die akute Entzündung, die häufig bei Kindern im Schulalter auftritt, ist ansteckend und wird durch eine Tröpfcheninfektion übertragbar. Symptome für die Krankheit sind unter anderem starke Hals- und Schluckbeschwerden, eine Schwellung der Lymphhknoten, Mundgeruch und eine Schwellung der Gaumenmandeln.

Ursachen für eine Mandelentzündung

Die Ursachen der Erkrankung sind meist Bakterien die leicht durch Niesen, Sprechen oder Speichel übertragen werden (-> Tröpfcheninfektion). Bei schwachem Immunsystem können auch Streptokokken der Auslöser sein, da der Körper nicht mehr, wie gewöhnlich, genug Kraft hat diese Erreger zu vernichten. Auch Staphylokokken oder Pneumokokken kommen als Erreger durchaus infrage. Seltener sind auch Viren der Auslöser der Krankheit. Eine Ansteckung ist vor allem an Orten an denen sich viele Leute aufhalten, wie z.B Kindergärten, oder Plätze an denen sich große Menschenansammlungen befinden (Konzerte, U-Bahnen etc.).

Krankheiten mit Mandelentzündung

Eine andere Krankheit der Angina Form ist das Pfeiffersche Drüsenfieber welches ebenfalls starke Halsschmerzen und belegte Mandeln verursacht. Eine Mandelentzündung kann ebenfalls im Rahmen einer Leukämie oder einer Diphterie auftreten. Letztere kann durch eine starke Hals- und Kehlkopfentzündung und sogar einer Beteiligung von Kreislauf- und Herzproblemen durchaus gefährlich werden. Als Begleiterscheinung tritt die Mandelentzündung häufig bei Scharlach auf. Andere Formen der Krankheit können z.B. bei einer Tuberkulose oder bei Syphilis auftreten.

Behandlung & Therapie einer Mandelentzündung

Während eine chronische Mandelentzündung meist mit Antibiotikagabe behandelt wird, gibt es bei der akuten Erkrankung mehrere Möglichkeiten einer Therapie. Dazu gehören Halswickel, Rachespülungen oder Pinselungen der Mandeln mit einer Jod-Glycerin-Lösung. Wird die Diagnose vorher ausreichend durchgeführt, ist auch hier die Behandlung mit Antibiotika möglich. Allerdings sollte hier beachtet werden dass die Medikamente auch solange eingenommen werden wie vom behandelnden Arzt verschrieben. Andernfalls besteht die Möglichkeit das die Entzündung zurückkehrt.Bei Erwachsenen ist es möglich das auftretende Fieber in den ersten Tagen mit Paracetamol und ausreichendem trinken selbst zu behandeln, tritt keine Besserung auf sollte trotzdem sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Einer Mandelentzündung vorbeugen

Um einer Mandelentzündung vorzubeugen sollte man vor allem auf ein starkes Immunsystem achten. Dazu ist es ratsam sich gesund und ausgewogen zu ernähren und sich täglich an der frischen Luft zu bewegen. Da die Mandelentzündung ansteckend verläuft, ist es ratsam sich von während der Krankheiten von Patienten fernzuhalten oder darauf zu achten das keine Tröpfcheninfektion stattfindet. Ist das eigene Kind erkrankt, so sollte man es während der Krankheit aus Kindergarten, Schule etc. fernhalten. Tritt die Krankheit 5 mal im Jahr oder öfter auf, wird empfohlen die Mandeln zu entfernen. Ein Risiko hierbei sind die Nachblutungen die nach der Operation auftrete können. Diese können vor allem für Kinder schneller gefährlich werden. Deshalb wird bei jüngeren Patienten oftmals gegen eine OP entschieden.

Medikamente gegen eine Mandelentzündung

Um das auftretende Fieber und die Schmerzen zu stillen sind schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente zu empfehlen. Beispiele hierfür sind unter anderem Aspirin, Ibuprofen oder auch Paracetamol. Insbesondere Aspirin ist für Kinder allerdings nicht empfehlenswert uns sollte gar nicht bis wenig verabreicht werden. Bei einer Erkrankung der Streptokokken ist Antibiotika am besten geeignet um anderen Krankheiten (wie z.B. einer chronischen Nierenentzündung) vorzubeugen.

Hausmittel gegen eine Mandelentzündung

Zu den bekannten Hausmitteln gegen eine Mandelentzündung zählen

  • Umschläge mit Heilerde
  • Ingwertee mit Honig und Zitrone
  • das Gurgeln mit Salbei- oder Kamillentee (wirkt desinfizierend)