Als Muskelkater bezeichnet man den Schmerz in verschiedenen Muskelpartien nach körperlicher Anstrengung. Er ist ein Zeichen der Überlastung. Meistens macht er sich erst Stunden nach der körperlichen Beanspruchung bemerkbar. Der Schmerzhöhepunkt tritt nach circa 24 Stunden der Überlastung ein und kann bis zu einer Woche anhalten. Die Schmerzen werden meistens nur bei Bewegung des beanspruchten Muskels spürbar und sind im Ruhezustand nicht zu bemerken. Bei einem Muskelkater sind die betroffenen Muskeln druckempfindlich, steif, kraftlos und verhärtet. Halten die Schmerzen länger als eine Woche an, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, da es häufig vorkommt, dass eine Muskelzerrung mit einem Muskelkater verwechselt wird.

Die Ursachen von Muskelkater

Muskelkater entsteht durch feine Risse im Muskelgewebe, die zu Entzündungen führen. Tritt Wasser in die entzündeten Risse ein, schwellen die Muskeln an und dehnen sich. Diese Dehnungsschmerzen werden im Volksmund als Muskelkater bezeichnet. Dies passiert vor allem, wenn untrainierte Muskeln neuen oder unkoordinierten Bewegungen ausgesetzt sind. Weitere Ursachen dafür können auch epileptische Krämpfe und muskelentspannende Medikamente sein, die zur Auflockerung des Muskels feine Muskelkontraktionen auslösen können.

Zudem können auch Fehlhaltungen des Bewegungsapparates dafür verantwortlich sein. Auch Rauschgifte und Alkohol im Übermaß können zu Muskelschmerzen führen.

Neuesten Studien zufolge soll auch eine Übersäuerung des Körpers durch falsche Ernährung und eine ungesunde Lebensweise dazu führen, dass sich die Muskeln im ganzen Körper verspannen und somit Schmerzen hervorrufen die als Muskelkater wahrgenommen werden.

Krankheiten mit Muskelkater

Es gibt einige Krankheiten, die durch Schmerzen in den Muskeln den Eindruck vermitteln, man hätte einen Muskelkater.
Eine sehr bekannte Krankheit ist die Thrombose. Durch die Einengung der Gefäße kann es bei dieser Krankheit auch zu Muskelschmerzen kommen.

Auch bei Epilepsie kann es durch Krampfanfälle des Körpers und den damit verbundenen Muskelkontraktionen zu starken Schmerzen in den betroffenen Muskeln kommen. Ebenfalls können Erkrankungen des zentralen Nervensystems wie Parksinson die Schmerzen in den Muskeln hervorrufen. Des Weiteren können auch Krankheiten der Organe, Osteoporose, Bandscheibenvorfälle und Arthrose fälschlicherweise den Eindruck vermitteln, man leide unter einem Muskelkater. Ebenfalls verantwortlich können auch krankheitsbedingte Bakterien, Viren oder Parasiten sein, die schmerzhafte Entzündungen in den Muskeln verursachen.

Vorbeugung gegen Muskelkater

Um Muskelschmerzen nach dem Sporttraining vorzubeugen sollte man sich gründlich aufwärmen, um die Muskeln zu lockern. Das Training sollte man langsam angehen und zwischendurch kleine Pause machen. Wichtig ist es auch, ausreichend zu trinken, um den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust auszugleichen. Ansonsten können Krämpfe entstehen, die zu Muskelkater führen können. Nach dem Training ist Wärme sehr wohltuend für den ganzen Körper. Etwa ein heißes Bad oder ein Besuch in der Sauna. Anschließend sollte man sich genügend ausruhen, um den Körper und die beanspruchten Körperpartien zu regenerieren. Bis die Schmerzen verschwunden sind, sollte man auf Sporttraining verzichten. Allenfalls eignen sich leichte Gymnastikübungen, damit man nicht ganz mit dem Training pausieren muss.

Medikamente gegen Muskelkater

Rezeptfreie erhältliche Medikamente sind:

  • Magnesiumpräparate
  • Ibuprofen in Tablettenform
  • Acetylsalicylsäure in Tablettenform
  • Diclofenac in Tablettenform
  • Paracetamol in Tablettenform
  • Pfefferminz,- Eukalyptus- und Rosmarinöl als Schmerzcreme
  • Nonivamid und Nicoboxil als Wärmecreme
  • Nonivamid als Wärmepflaster
Rezeptpflichtige erhältliche Medikamente sind:

  • Hochdosiertes Ibuprofen in Tablettenform
  • Hochdosiertes Diclofenac in Tablettenform
  • Naproxen in Tablettenform

Hausmittel gegen Muskelkater

  • Ein in Essig getränktes Tuch auf die betroffene Stelle legen
  • Massagen mit Arnika oder Johanneskrautöl
  • Wechselduschen
  • Latschenkiefertinktur
  • Infrarotlampen
  • Durch die Nahrung aufgenommenes Eiweiß