Beim Nasenbluten, medizinisch auch Epistaxis genannt, handelt es sich um lokale Gefäßverletzungen der vorderen Nasenscheidewand. An dieser Stelle liegt ein feingesponnenes Gefäßnetz in der Schleimhaut. Dies wird im medizinischen Jargon Locus Kiesselbachi genannt. Es liegt sehr oberflächlich und aus diesem Grund sind die Äderchen an dieser Stelle überaus verletzlich.

Ursachen für Nasenbluten

Um Nasenbluten auszulösen, genügen oftmals Kleinigkeiten, wie beispielsweise das Herumtollen mit den Kindern, heftiges Niesen oder Schnäuzen oder trockene Nasenschleimhäute im Winter. Die üppige Durchblutung des Riechorgans begünstigt das Einsetzen von Nasenbluten.

Krankheiten mit Nasenbluten

Nasenbluten muss nicht immer völlig belanglose Ursachen haben. Es kann ein Symptom für diverse Krankheiten darstellen.
Beispielsweise: Blutgerinnungsstörungen, Gefäßerkrankungen, diverse Blutkrankheiten (Hämophilien und Willebrand-Syndrom), diverse Gefäßerkrankungen (Gefäßverkalkung, Bluthochdruck, Purpura Schönlein-Henoch, Osler-Krankheit), Mangel an Vitamin C.

Hämophilien treten häufiger bei Männern auf. Hierbei handelt es sich um unterschiedliche, erbliche oder im Laufe des Lebens erworbene Blutgerinnungsstörungen. Bei dieser Krankheit fehlt ein Gerinnungsfaktor im Blut.

Beim Willebrand-Syndrom funktionieren die Blutplättchen (med. Thrombozyten) nicht richtig.

Bei einer Gefäßverkalkung (med. Arteriosklerose) verschlechtert sich der Blutfluss und somit die Durchblutung.

Bei dem Krankheitsbild Purpura Schönlein-Henoch kommt es zu krankhaften Immunreaktionen im Bereich kleinerer Blutgefäße.

Die Osler-Krankheit ist eine Erbkrankheit, bei der Blutungen aus sogenannten Gefäßknötchen austreten.

Bei Wegener-Granulomatose handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, bei der sich kleinere und mittelgroße Blutgefäße entzünden.

Behandlung von Nasenbluten

Der Patient sollte angewiesen werden, den Kopf nach vorne zu beugen, das mit das Blut aus der Nase abfließen kann. Denn andernfalls läuft das Blut in den Rachen und löst im Magen Übelkeit und gegebenenfalls Erbrechen aus. In den meisten Fällen kommt die Blutung selbst zum Stillstand. Ist dies jedoch nicht der Fall, sollte unbedingt ein Arzt oder Krankenhaus aufgesucht werden.
Eine Behandlungsmöglichkeit wäre die Ätzung mit Silbernitrat oder als Alternative eine Verödung mit Strom oder Laser. Falls dies nicht erfolgreich ist oder der Arzt die Blutungsquelle nicht erkennt, legt er eine vordere Tamponade in beide Nasenhöhlen. In den meisten Fällen werden die Ursachen ermittelt, um das Nasenbluten in Zukunft zu vermeiden.

Nasenbluten vorbeugen

Um Nasenbluten vorzubeugen, gibt es viele Möglichkeiten, die man im Vorfeld in Betracht ziehen kann. Beispielsweise kann man im Vorfeld die Atemwege befeuchten, das Riechorgan mit einer Nasendusche spülen, sowie heftiges Schnäuzen vermeiden. Im Winter sollten die Räume nicht überheizt sein. 21 Grad ist eine angenehme Temperatur für einen Wohnraum. Bei einem Schlafraum genügen sogar 18 Grad.

Medikamente gegen Nasenbluten

  • Stryphnasal N Nasenstifte
  • KWIDZA Erste Hilfe bei Nasenbluten
  • Nasenstöpsel

Hausmittel gegen Nasenbluten

Wichtig ist zu beachten, dass der Patient den Kopf nicht in den Nacken legt und die nötige Ruhe bewahrt. Bei kleinen Kindern ist es besonders wichtig, auf sie einzureden. Des Weiteren kann der Patient die Nasenflügel zusammen drücken, da dies die Blutung relativ schnell stoppt. Außerdem kann eine sog. Eiskrawatte Besserung bringen. Hierbei legt man dem Patienten etwas Kaltes in den Nacken, wie beispielsweise ein Kühlkissen, ein nasses Tuch oder einen mit Eiswürfeln gefüllten Waschhandschuh. Außerdem kann der Patient zwei Wattebäusche mit Essig oder Zitronensaft tränken und diese in die Nase schieben.

Außerdem kann der Geruch einer Zwiebel der Blutung Abhilfe schaffen. So sollte man eine Zwiebel halbieren und dem Patienten unter die Nase halten. Des Weiteren kann ein etwa einminütiges Fußbad in etwa 15 Grad kaltem Wasser ebenfalls Linderung bringen.