Eine Schmierblutung ist ein schwacher vaginaler Ausfluss. Sie dauert meiste nur einige Tage, kann jedoch auch durchaus mal 2 Wochen anhalten. Meist hat diese Blutung eine rot- bräunliche Farbe.

Warum tritt die Schmierblutung auf?

Der Grund für eine Schmierblutung kann ganz unterschiedliche Auslöser haben.

  • Einnahme von Hormonpräparaten
  • Ovulationsblutung
  • Durch mechanische Reize
  • Einnistungsblutung
  • Hormonelle Störungen
  • Entzündungen
  • Wucherungen
  • Krebserkrankungen
  • Mangelversorgung in der Schwangerschaft
  1. Bei der Einnahme von Hormonpräparaten wie zum Beispiel der Pille, wird der Hormonspiegel verändert. Hat die Pille einen zu niedrigen Östrogengehalt kann es zu einer vaginalen Blutung kommen. Häufig kommt dies auch bei einem Wechsel des Pillen- Herstellers vor.
  2. Als eine Ovulationsblutung wird eine Schmierblutung zur Zeit des Eisprungs genannt. Nach dem Eisprung kommt es zu einem rapiden Östrogenabfall, wodurch Blutungen entstehen können. Hierbei kann ein Eisprungkalender zur Bestimmung sehr hilfreich sein.
  3. Durch mechanische Reize, zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr, aber auch durch das Spekula bei der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung kann es zu Verletzungen kleiner Gefäße kommen. Hierbei ist der Ausfluss meist hellrot.
  4. Die Einnistungsblutung ist recht selten. Sie entsteht durch die Einnistung eines Embryos in der Gebärmutterschleimhaut. Meist verläuft diese Blutung allerdings unbemerkt.
  5. Hormonelle Störungen können in den Wechseljahren, aber auch während einer Krankheit oder Einnahme von Antibiotika ausgelöst werden, welches vaginale Blutungen hervorrufen kann.
  6. Leider können auch Entzündungen im vaginalen Bereich oder in der Gebärmutter der Grund für eine Schmierblutung sein. Ebenso wie Wucherungen in der Gebärmutterschleimhaut, wie Zysten oder Polypen.
  7. Krebserkrankungen im Gebärmuttermutterbereich machen sich meist durch vaginale Schmierblutungen bemerkbar.
  8. Findet eine Blutung während einer Schwangerschaft statt, kann dies durchaus normal sein. Es kann allerdings auch auf eine Mangelversorgung der Plazenta hinweisen.

Bei einer Schmierblutung in der Schwangerschaft ist sofortige ärztliche Hilfe einzuholen!

Generell lässt sich sagen, dass eine Schmierblutung meist harmlos ist und keiner Therapie bedarf. © Fotolia.com

Generell lässt sich sagen, dass eine Schmierblutung meist harmlos ist und keiner Therapie bedarf.
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Bei einer Schmierblutung sollten Sie nicht gleich in Panik verfallen

Generell lässt sich sagen, dass eine Schmierblutung meist harmlos ist und keiner Therapie bedarf. Sollte sie allerdings zu stark sein und zu lange dauern, ebenso wenn zu der Schmierblutung ein Unwohlsein oder Unterleibsschmerz hinzukommt, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. Auf die leichter Schulter nehmen sollte man die Schmierblutung in Verbindung mit Schmerzen nicht, da es eine Hinauszögerung der Therapie gefährliche Folgen haben können, wie zum Beispiel die Entnahme der Gebärmutter.

Unterleibschmerzen bei einer Schmierblutung

Unterleibsschmerzen kennen viele Frauen im geschlechtsreifen Alter in regelmäßigen Abständen von 4 Wochen. Das ist der weibliche Zyklus, der Symptome wie Unterleibsschmerzen hervorrufen kann. Dieser gewährleistet die regelmäßige Abgabe einer reifen Eizelle. Das Gebärmuttergewebe, das für die Einnistung vorbereitet ist, wird dann nicht benötigt und löst sich ab, es kommt zur Blutung. Die abgesonderte Flüssigkeit besteht in der Hauptsache aus Schleim. Körperliches Unwohlsein während dieser Tage äußert sich in Rücken- oder Kopfschmerzen sowie Krämpfen im Unterleib. Die Dauer der Beschwerden ist bei jeder Frau individuell und kann so lange andauern, bis die Blutung vorüber ist. Diese dauert normalerweise bis zu 5 Tage.

Hier eine Aufteilung über die verschiedenen Schmerzarten und Ursachen:

Schmerzarten Zeitraum Linderung

Mittelschmerz Häufig begleitet durch eine 1-2 Stunde dauernde Blutung zum Zeitpunkt des Eisprungs, etwa in der Mitte der Menstruation, liegt am Hormonabfall in dieser Zeit Hormonbehandlung bei sehr starken Schmerzen oder symptomatisch Analgetika Schmerzhafte Regelblutung den gesamten Zeitraum der Periode, Schmerz leicht Wärmekissen, warmes Bad. Schmerzen sonstiger Genese Schmerzen leicht, mittel, stark, kann auch andere Ursachen haben, gynäkologische Erkrankungen, Verspannungen, seelische Ursache Symptomatisch Analgetika, Abklärung vom Arzt.

Unterleibsschmerzen können unterschiedliche Ursachen haben. © Fotolia.com

Unterleibsschmerzen können unterschiedliche Ursachen haben.
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Schwangerschaft und Unterleibsschmerzen

Ganz wichtig zu benennen sind die Unterleibsschmerzen im Rahmen einer Schwangerschaft:

Dieses Symptom kann auch als unsichereres Schwangerschaftszeichen gewertet werden. Dieses Bauchziehen, wie es von einigen Frauen genannt wird, muss aber keine Bedeutung auf eine Schwangerschaft sein, deshalb sollte die Bestätigung nur vom Frauenarzt unter Ultraschall sein.

Gerade in der Frühschwangerschaft bis zum 3. Monat machen sich Frauen oft sehr große Sorgen, wenn sie Unterleibsschmerzen spüren. Dennoch können es ganze normale Beschwerden sein, die Mutterbänder dehnen sich und bereitet sich auf eine Schwangerschaft vor. Um dieses Ziehen etwas zu minimieren, kann Magnesium Brausetablette Abhilfe schaffen.

Unterleibsschmerzen können aber auch pathogene Ursachen haben, der Körper signalisiert Warnungen. Starke Unterleibsschmerzen mit zusätzlichem Schleimabgang kann eine Warnung vor einer Fehlgeburt sein. Sie können gefährlich sein, aber auch nur eine Warnung aussprechen, es muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, um die Beschwerden abklären zu lassen, hier sollten keine Schmerzmittel ohne Weiteres eingenommen werden. Unterleibsschmerzen können unterschiedliche Ursachen haben je nachdem in welcher Lebenslage die Beschwerden auftreten als gefährlich oder harmlos zu werten.

Vaginaler Ausfluss

Als vaginalen Ausfluss, oder auch medizinisch Fluor vaginalis, wird ein aus der weiblichen Scheide austretendes Sekret bezeichnet. Diese Sekretation ist, sofern keine Entzündung vorliegt, völlig normal und kommt in der Regel bei jeder Frau zum ersten mal ein bis zwei Jahre vor dem Eintreten in die Pubertät bis hin zu den Wechseljahren vor. Die Menge des Ausflusses ist zum einen vom Zyklus abhängig, kann aber zum anderen insbesondere beim Vorliegen einer Scheideninfektion stark zunehmen. So ist ein normaler, gesunder Ausfluss hell und geruchlos und wird von der Scheide um den Zeitpunkt des Eisprungs vermehrt produziert. Gerade zu dieser Zeit sollte besonders auf Verhütung geachtet werden, sofern kein Kinderwunsch besteht, da jetzt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft besonders hoch liegt.

Als vaginalen Ausfluss wird ein aus der weiblichen Scheide austretendes Sekret bezeichnet. © Fotolia.com

Als vaginalen Ausfluss wird ein aus der weiblichen Scheide austretendes Sekret bezeichnet.
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Fruchtbare Tage anhand des Ausflusses ermitteln

Frauen können die Zu- und Abnahme des Ausflusses in einem Eisprungkalender notieren und so die fruchtbaren Tage des Monatszyklus ermitteln. Anhand der sogenannten Zervixschleimmethode (oder auch Billings-Ovulationsmethode genannt) ist es möglich, durch genaues Beobachten der Sekretveränderung, den Zeitpunkt des Eisprungs zu ermitteln – und so entsprechend zu verhüten oder die Befruchtungswahrscheinlichkeit zu erhöhen. So ist die Scheide kurz nach der Menstruation eher trocken und von ihr wird nur wenig Schleim produziert. Die Produktion nimmt mit zunehmendem Zyklus stetig zu. Der Ausfluss wird um die Tage des Eisprungs schließlich glasklar und dünnflüssig. Nähert sich das Eintreten der Menstruation, verändert sich der Ausfluss erneut und wird eher milchig, manchmal auch etwas krümelig.

Wann liegt eine Erkrankung vor?

Sollte der Ausfluss fortwährend und in bräunlicher, gelblich-grüner, krümeliger bzw. übelriechender Form auftreten und eventuell Juckreiz verursachen, sind dies typische Anzeichen für eine Pilzinfektion. In diesem Fall sollte der Frauenarzt entscheiden, welche Form der medikamentösen Behandlung nötig ist. Handelt es sich um eine harmlose Entzündung kann durch Milchsäurebakterien das natürliche Scheidenklima wieder hergestellt werden. Bei einer bakteriellen Infektion, die zum Beispiel häufig nach der Einnahme von Antibiotika auftritt, muss der Ausfluss gezielt anhand von Zäpfchen oder Cremes behandelt werden. In der Regel klingen die Symptome bereits nach 1-2 Tagen Behandlung wieder ab. Im Anschluss kann eine Therapie mit Milchsäurebakterien erfolgen, die die Scheide unterstützt, sich selbst wieder eine natürliche Schutzbarriere aufzubauen um so künftig Krankheitserreger allein zu bekämpfen. Bei auftretender Schmierblutung und unbegründeten Unterleibsschmerzen sollte in jedem Fall der Arzt aufgesucht werden, da nur er eine klare Diagnose für die Ursachen stellen kann.

Die Menstruation

Eine Frau hat ungefähr 30 Jahre ihres Lebens lang eine monatliche Blutung, Menarche genannt. Das Aufhören der Blutung mit Eintritt der Wechseljahre wird Menopause genannt. Monat heißt auf Latein „mensis“. Ein Menstruationszyklus dauert ca. 28 Tage lang. Dieser Zyklus umfasst die Menstruation, die Hormonausschüttung, Veränderungen in den Eierstöcken und in der Gebärmutter. Es finden auch Bewegungen in der Stimmungs- und Gefühlslage statt. Es kann auch zu Unterleibsschmerzen kommen. Jeweils in der Mitte dieser Zeit wird ein befruchtungsfähiges Ei bereitgestellt. Außerhalb der Hauptblutung kann es durch Hormonschwankungen gelegentlich zur Schmierblutung kommen.

Die Menstruation ist die periodisch wiederkehrende Blutung aus der Gebärmutter. © Fotolia.com

Die Menstruation ist die periodisch wiederkehrende Blutung aus der Gebärmutter.
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Die Menstruation ist die periodisch wiederkehrende Blutung aus der Gebärmutter. Wenn außerhalb dieser Zeit ein Ausfluss auftritt, kann dies auf eine hormonelle Schwankung hindeuten.

Wie läuft die Menstruation genau ab?

Bei der Steuerung des Menstruationszyklus spielen Hormone eine zentrale Rolle. Im Eierstock werden die sogenannten Eierstockhormone Progesteron und Östrogen hergestellt. Progesteron bereitet den Körper auf eine Schwangerschft vor, indem es die Gebärmutterschleimhaut für die Einnistung eines befruchteten Eis aufbaut. Es wird in der 2. Zyklushälfte gebildet. Die Körpertemperatur steigt unter dem Einfluss von Progesteron (Gelbkörperhormon) um ca. 0,5 Grad Celsius an. Östrogen wirkt auf die Ausreifung der Follikel ein, beschleunigt das Schleimhautwachstum in der Gebärmutter und erhöht die Bewegung der Eileiter für das Ei. Östrogen wird vor allem in der 1. Zyklushälfte produziert. Es fördert während der Pubertät die Ausprägung der weiblichen Geschlechtsmerkmale.

Was passiert dabei im Körper?

Im Eierstock reifen alle 28 Tage einige Follikel heran. Von diesen Follikeln reift pro Zyklus lediglich ein Graaf-Follikel heran, der die befruchtungsfähige Eizelle enthält. Dieser bewegt sich zur Oberfläche des Eierstockes, von der aus dann der Eisprung erfolgt. Die Gebärmutter wird jetzt auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereitet. Wenn es nicht zu einer Befruchtung kommt, bildet sich der Gelbkörper nach 14 Tagen zurück. An der Gebärmutter wird dann die Monatsblutung ausgelöst. Falls es zu einer Schwangerschaft kommt, bleibt diese aus.

Die Menstruation kann man in 3 Phasen unterteilen

Menstruation

In den ersten 4 Tagen des Zyklus stoßen sich die obersten Zellschichten der Gebärmutter ab. Gebärmutterschichten und Blut werden unter Gebärmutterkontraktion abgestoßen.

Aufbauphase

Bis zum 14. Tag baut sich die Gebärmutterschicht neu auf.

Sekretionsphase

Sie beginnt nach dem Eisprung und dauert bis zur nächsten Regelblutung. Der Aufbau der Gebärmutter wird vervollständigt. Sie erreicht eine Höhe von 6 bis 8 mm. Unterbleibt eine Befruchtung, kommt es zur Menstruation.

Der Eisprungkalender

Der Eisprungkalender ist vor allem für Frauen mit einem Kinderwunsch interessant. Damit ist die fruchtbare Zeit einzugrenzen und darüber hinaus machen zahlreiche Features den Kalender besonders begehrt. Dennoch sollte beachtet werden, dass der Kalender nicht in jedem Fall als hundertprozentiges Hilfsmittel gesehen werden kann. Der folgende Artikel gibt Auskunft über die Funktionsweise eines Eisprungkalenders und wie zuverlässig er wirklich ist.

Der Eisprungkalender ist vor allem für Frauen mit einem Kinderwunsch interessant. © Fotolia.com

Der Eisprungkalender ist vor allem für Frauen mit einem Kinderwunsch interessant.
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Mit dem Eisprungkalender zum Wunschkind

Der Kalender gibt dem Anwender die Tage an, die besonders fruchtbar sind und die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen. Am einfachsten anzuwenden sind die Online Versionen. Hier werden einfach Tag der ersten Menstruation und die Zykluslänge eingetragen. Dabei liegt die durchschnittliche Zykluslänge bei 28 Tagen, kann aber durchaus von 21 bis 36 Zyklustagen variieren. Der Eisprungkalender wird dann automatisch erstellt und hat in der Regel folgende Informationen integriert:

  • Anzeige von fruchtbaren Tagen, zumeist ein Zeitraum von 5 Tagen
  • voraussichtliches Datum des Eisprungs
  • zu welchem Zeitpunkt die Wahrscheinlichkeit für die Zeugung eines Mädchens oder eines Jungens höher ist
  • Tag der Einnistung
  • Voraussichtlicher Tag für die Menstruation
  • wann ein Test gemacht werden kann

All diese Informationen geben einer Frau einen Richtwert, wann Sie sich den Wunsch von einem Kind am besten erfüllen kann. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine Verhütungsmethode. Neben der Internetversion können Frauen sich auch selber einen Kalender zur Berechnung des Eisprungs anlegen. Dafür wird der erste Tage der Menstruation genommen und um die Zykluslänge addiert. Im Anschluss werden dann wiederum 14 Tage abgezogen und man erhält so den wahrscheinlichen Eisprungtag. Viert Tage vor dem Eisprung und zwei Tage danach stehen die Chancen auf eine Befruchtung am besten. Im selbst angefertigtem Kalender können dann auch zusätzliche Informationen wie Schmerzen im Unterleib, Schmierblutung, Menstruation und Ausfluss eingetragen werden, um die fruchtbare Zeit oder den Eintritt der Periode einzugrenzen. Es gibt aber auch einige online Kalender, die eine Möglichkeit zur Dateneingabe bieten.

Der Eisprungkalender ist nicht zu 100% verlässlich

Mit dem Eisprungkalender lässt sich die fruchtbare Zeit enorm eingrenzen aber nicht immer rechnet dieser auf den Tag genau aus. Das kann verschiedene Ursachen haben. Es sollte berücksichtigt werden, dass nicht jede Frau einen Zyklus von genau 28 Tagen hat. Die Länge kann sich jeden Monat ein wenig verschieben, wodurch sich auch der errechnete Eisprungtag ändert. Zudem ist die Länge der Menstruation der Anwenderin auch von Bedeutung und ist ebenfalls nicht in jedem Fall immer gleich. Die fruchtbare Phase kann damit eher oder später beginnen. Es besteht auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Frau gar keinen Eisprung hat, einen monophasischen Zyklus oder die Probleme ganz woanders liegen. Die zusätzliche Anwendung der sogenannten Symptothermalen Methode kann die Anwendung eines Eisprungkalenders noch weiter unterstützen.