Der Schüttelfrost ist ein sehr alarmierendes Symptom. Es kommt zu starkem Zittern, Zähneklappern und Muskelkontraktionen, die dramatisch aussehen können. Sie können vom Patienten nicht willentlich unterdrückt werden. Sie dienen dem Körper dazu, die Temperatur zu erhöhen. Damit wehrt er sich, zum Beispiel gegen eingedrungene Viren und Bakterien, die bei höheren Temperaturen absterben.

Ist die erhöhte Temperatur erreicht, hört der Schüttelfrost meist auf und es kommt zu Fieber begleitet von starken Schweißausbrüchen.

Krankheiten

Schüttelfrost entsteht meist als Folge von grippalen Infekten, Erkältungen oder sonstigen Infektionen, es kann aber auch eine Blutvergiftung oder eine Lungenentzündung oder sein.

Schüttelfrost ist meist ein Symptom für eingedrungene Viren, gegen die der Körper sich wehrt. Die Muskelkontraktionen sind ähnlich, wie bei Unterkühlungen. Der Zweck ist der Gleiche, der Körper versucht, die Temperatur zu erhöhen. Es kann aber auch ein Symptom bei Entzugserscheinungen und Vergiftungen sein. Sollte dieses Symptom lange anhalten, muss man auf jeden Fall einen Arzt zur weiteren Klärung hinzuziehen.

Behandlung

Kinder leiden häufig unter Schüttelfrost. © Fotolia.com

Kinder leiden häufig unter Schüttelfrost.
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Die Patienten haben während des Schüttelfrostes ein starkes Kältegefühl. Sie frieren, obwohl die Körpertemperatur normal oder erhöht ist. Dem sollte man Rechnung tragen und den Leidenden warm in mehrere Decken einpacken und zusätzlich mit einer Wärmflasche versehen. Auch heiße Getränke wie Tee sind angebracht.

Medikamente

Herkömmlich kann der Schüttelfrost mit fiebersenkenden Medikamenten behandelt werden wie zum Beispiel Ibuprofen oder Paracetamol. Man sollte bedenken, dass Schüttelfrost an sich keine Krankheit, sondern ein Symptom ist und man deshalb immer die ursächliche Krankheit behandeln muss.

Kinder leiden häufig unter Schüttelfrost. Fast alle Kinderkrankheiten werden von Schüttelfrost und Fieber begleitet. Das ist für das Kind sehr unangenehm, es entsteht dabei ein starkes Krankheitsgefühl.

Schüttelfrost tritt auch als Symptom bei Sonnenstich oder Hitzschlag auf und man fühlt sich krank. Hier sollte natürlich keine Wärme zugeführt , sondern im Gegenteil, für Abkühlung gesorgt und die fehlende Flüssigkeit ersetzt werden, am besten in Form von Wasser ohne Kohlensäure oder Tee.

Was uns krank macht

Wer krank wird, bemerkt es oft daran, dass er sich unwohl fühlt, müde und erschöpft ist und fröstelt, obwohl andere Menschen die Raumtemperatur als angenehm empfinden. Es gibt jedoch auch Krankheiten, die über einen langen Zeitraum entstehen und erst bemerkt werden, wenn die Störungen im Körper ein gewisses Ausmaß überschritten haben. Grob gesagt, wird zwischen akuten und chronischen Krankheiten unterschieden.

Akute Krankheiten

Unter akuten Krankheiten werden solche Erkrankungen verstanden, die plötzlich auftreten und entweder durch die Selbstheilungskräfte des Körpers von selbst wieder verschwinden oder nach einer medizinischen Therapie wieder behoben sind und in der Regel keine bleibenden Schäden zurück lassen.

Dazu gehören z. B.:

  • grippale Infekte, die durch Viren und Bakterien verursacht werden
  • Grippe, die durch Viren verursacht wird
  • Wunden oder Knochenbrüche, die durch Verletzungen entstanden sind

Chronische Krankheiten

Chronische Krankheiten entwickeln sich über einen längeren Zeitraum oder sind sogar genetisch bedingt und lassen sich durch medizinische Therapien nicht vollständig beseitigen.

Eine chronische Krankheit kann gebessert oder vorübergehend zum Stillstand gebracht werden, der betroffene Mensch muss jedoch lernen, damit zu leben.

Zu den bekanntesten chronischen Erkrankungen gehören:

  • Rheuma
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Bluthochdruck
  • Kurz- und Weitsichtigkeit

Gibt es einen Schutz gegen Krankheiten?

Ältere Menschen haben eine höhere Chance chronisch krank zu werden. © Fotolia.com

Ältere Menschen haben eine höhere Chance chronisch krank zu werden.
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Niemand kann sich komplett davor schützen, krank zu werden. Eine gesunde Lebensweise, Impfungen und andere Maßnahmen bieten einen gewissen Schutzgegen äußere Einflüsse, die krank machen. Trotzdem erwischt in unregelmäßigen Abständen fast jeden ein grippaler Infekt mit Schnupfen, Husten und Halsschmerzen.

Das ist zwar unangenehm und lästig, trainiert jedoch auch das Immunsystem. Wird der Körper von den krank machenden Viren angegriffen, reagiert er zunächst mit frieren und einem allgemeine Unwohlsein.

Leichtes Fieber zeigt an, dass die körpereigene Abwehr ihre Arbeit gegen das, was uns krank macht, aufgenommen hat. Wer sich nun schont, viel trinkt und mit lokalen Mitteln gegen Symptome wie Schnupfen, Husten und Halsscherzen vorgeht, hat den Infekt nach wenigen Tagen überstanden.

Sollten hohes Fieber und Schüttelfrost auftreten, gehört die Behandlung in ärztliche Hände, denn dann besteht wahrscheinlich eine Virusgrippe, die den Körper krank macht.

Gibt es einen Schutz vor chronischen Krankheiten?

In wieweit Krankheiten genetisch bedingt oder Folge der ungesunden Lebensweise in der westlichen Zivilisation sind, wird von Wissenschaftlern heiß diskutiert. Anzunehmen ist, dass beide Faktoren eine Rolle spielen, wenn wir krank werden.

Großen Einfluss hat sicher auch, dass die Menschen älter werden als früher und damit die Chance, eine chronische Krankheit zu entwickeln, stark ansteigt. Wer lange lebt, hat in den meisten Fällen, mit zunehmendem Alter, eine zunehmende Anzahl an chronischen Krankheiten.

Eine gesunde Lebensweise könnte einige dieser Krankheiten möglicherweise verhindern.

Was passiert wenn wir frieren?

In der Urzeit hatten Menschen eine viel stärkere Körperbehaarung als Schutz vor Kälte als in der heutigen Zeit. Somit muss der Körper sich anders schützen. Menschen frieren, wenn die Temperatur der Umwelt um einiges kälter ist, als die innere Körpertemperatur.

Bewiesen ist, dass Frauen häufiger und schneller als Männer frieren. Warum dies so ist, konnte noch nicht eindeutig geklärt werden. Vermutet wird, dass es daran liegt, das Frauen eine dünnere Haut haben und weniger Muskelmasse als die Männer.

Doch frieren kann auch ein anderes Alarmzeichen sein. So frieren Menschen auch bei Fieber, weil die Körpertemperatur höher als sonst ist und der Körper denkt, dass die Außentemperatur niedriger ist.

Das Frieren durch Fieber nennt man Schüttelfrost und dieser kann ein Anzeichen dafür sein, dass man krank ist.

Was passiert wenn wir frieren?

Wenn wir frieren probiert der Körper, durch Zittern sich aufzuwärmen. © Fotolia.com

Wenn wir frieren probiert der Körper, durch Zittern sich aufzuwärmen.
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Wenn uns Menschen kalt wird, ziehen sich die kleinen Muskeln unter der Haut zusammen und dadurch stellen sich die Härchen, die Menschen heutzutage noch haben, auf. Doch dieses kleine Luftpolster das dadurch geschaffen wird reicht lange nicht aus.

Deswegen verfügt der menschliche Körper über weitere Mechanismen um sich vor Kälte zu schützen. Neben der obengenannten Reaktion verringert sich durch das Zusammenziehen der Arterien vor allem in den Händen und Füßen die Durchblutung der Haut. Dadurch werden die lebenswichtigen Organe besser versorgt und der Körper hält leichter seine Temperatur.

Weiterhin hemmt der Körper während des Frierens seine Schweißproduktion und die Muskeln spannen sich an um Wärme zu produzieren. Wenn alle diese Mechanismen kaum, oder keinen Erfolg erzielen, dann versucht der Körper durch Kontraktion der Muskeln wieder Wärme aufzubauen. Das ist dann das typische Zittern und „mit den Zähnen klappern“.

Je stärker der Mensch dann friert, desto mehr zittert der Körper. Zittern ist das beste körpereigene Mittel um die Körpertemperatur wieder zu steigern.

Wie können wir uns vor dem frieren schützen?

Bewiesen ist, dass Menschen, die mehr wiegen und dicker sind, besser isoliert sind. Jedoch bekommen sie schneller Erfrierungen, weil die Haut nicht so gut durchblutet ist. Auch sind sie für andere Krankheiten mehr vorbelastet als dünne Menschen. Doch natürlich gibt es noch andere Methoden, die wir anwenden können, um nicht so sehr zu frieren.

Die bekannteste ist natürlich sich den Außentemperaturen entsprechend richtig anziehen, d.h. genügend Schichten und geeignete, wärmere Stoffe. Besonders wichtig ist dabei eine Mütze die warm hält, denn über den Kopf geht mehr als die Hälfte der Körperwärme verloren.

Aber auch am Hals und an den Handgelenken, wo die Adern dicht unter der Haut liegen, muss schützende Kleidung angezogen werden.

Ein weitere Trick um sich gegen Kälte zu schützen, ist Creme. Vor allem fetthaltige Creme schützt vor Kälte. Wichtig sind natürlich auch warme Winterschuhe eventuell noch mit wärmenden Einlagen.

Häufige Krankheiten

Fragt man nach den häufigsten Krankheiten, dann gibt es zahlreiche Statistiken mit unterschiedlichen Angaben. Die einen werten die Häufigkeit der Arztbesuche aus, andere beziehen sich auf stationäre Aufnahmen in Krankenhäusern und wieder andere richten ihre Rangfolge an den Fehltagen der Berufstätigen aufgrund dieser Krankheiten aus.

Daneben gibt es die Krankheiten, mit denen nicht der Arzt aufgesucht wird – und dies aus verschiedenen Gründen. Solche Erkrankungen werden dann nicht erfasst und es kann der Eindruck entstehen, dass sie daher gar nicht so häufig vorkommen würden.

Welche Krankheiten kommen aber beispielsweise in den ärztlichen Behandlungsstatistiken am häufigsten vor?

  • Herz-/Kreislauferkrankungen: Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, niedriger Blutdruck und auch Vorhofflimmern und Herzinsuffizienzen gehören zu den häufigen Symptomen, mit denen Patienten vorstellig werden
  • Stoffwechselstörungen: Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen und auch Adipositas (Fettleibigkeit) sind neben den Schilddrüsenerkrankungen häufig anzutreffende Krankheitsbilder in Arztpraxen
  • Sehschwächen: Rund 80% aller Behandlungsfälle in den Augenarztpraxen beziehen sich auf die konkrete Diagnose und Verschreibung von Sehhilfen bei Fehlsichtigkeit
  • Erkrankungen der Atemwege: Asthma bronchiale und die allergischen Atemwegserkrankungen
  • Rückenschmerzen
    Rückenschmerzen zählt zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland. © Fotolia.com

    Rückenschmerzen zählt zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland.
    © Fotolia.com

  • Psychische Erkrankungen: Depressionen und Angststörungen beherrschen das Bild bei den Arztbesuchen aufgrund der vorherrschenden Symptome. Im Kindes- und Jugendalter lautet die Diagnose vorwiegend in Richtung Anpassungsstörung oder Reaktionen auf schwere Belastungen. Auch sind hyperkinetische Störungen (beispielsweise ADHS) ein Grund, weshalb Kinder oft Nervenärzten zur weiteren Behandlung vorgestellt werden
  • Krankhafte Veränderungen der Haut, des Skeletts, des Blutes oder der Organe

Bei all diesen Krankheitsbildern handelt es sich um sogenannte nicht übertragbare Krankheiten. Das heißt, dass die Erkrankung nicht durch Ansteckung bei einer anderen Person erworben werden kann.

Um sich gesund zu halten, ist hier die Lebensführung mit entscheidend. Faktoren, wie beispielsweise Ernährung und Rauchen oder mangelnde Bewegung begünstigen die Entstehung dieser Krankheitsbilder. Aber auch Veranlagung und im Laufe des Lebens erworbene Sensibilisierungen des Körpers spielen eine Rolle.

Übertragbare Krankheiten

Ganz anders sieht es da mit Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Co. aus. Dies sind Infektionskrankheiten – also übertragbare Krankheiten. Die Auslöser sind Viren, Bazillen und Bakterien.

Die Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, ist die häufigste Infektionskrankheit, die in Deutschland Jahr für Jahr mehrere hunderttausend Patienten erwischt. Typischerweise äußern sich die Symptome bei den Atemwegen (Nase, Lunge/Bronchien) oder im Hals-Nasen-Ohren-Bereich (Hals-/Ohrenschmerzen, Stirn-/Kiefern-/Nebenhöhlenentzündungen).

Ein Symptom und keine eigenständige Krankheit ist dabei der Schüttelfrost. Er tritt als Begleiterscheinung bei verschiedenen Infektionskrankheiten zusammen mit Fieber auf. Der Patient fühlt sich schlapp, krank und friert unter den Schüttelfrostschüben. Sicherheitshalber gehört jemand mit Schüttelfrost zur Abklärung in ärztliche Behandlung.

Auch treten infektiöse Magen-Darm-Erkrankungen immer wieder auf. Die Erkrankungen verbreiten sich jahreszeitspezifisch meist wellenförmig.

Eine gesunde Lebensweise und die Beachtung einiger einfacher Hygieneregeln, wie beispielsweise regelmäßiges Händewaschen, werden zur Vermeidung von Ansteckungen empfohlen.

Fieber

Als Fieber bezeichnet man einen Anstieg der natürlichen Soll-Temperatur, es ist keine eigenverantwortliche Krankheit, sondern ein Symptom bei verschiedenen Krankheiten. Die normale Körpertemperatur liegt bei 36 Grad, aber sie kann auch bis auf 37,2 Grad schwanken.

Wie kann es entstehen und wie wird man es wieder los?

Fieber ist eine gesunde Reaktion des Körpers, denn der Anstieg der Körpertemperatur wirkt unterstützend, um die Viren und Bakterien zu besiegen. Bei der Fieberentstehung wird das Wärmezentrum im Gehirn intensiviert. Verschiedene Erreger greifen das Wärmezentrum unterschiedlich massiv an.

Das Fieber wird bei Virusinfektionen nicht so hoch wie bei bakteriellen Infektionen. Zur Erhöhung der Körpertemperatur sind auch die endogenen Pyrogene verantwortlich. Diese werden vom Körper selbst hergestellt und veranlassen somit den Anstieg. Werden die Körperzellen von Viren bedroht, wirken sie auch pyrogen.

Es gibt zwei Entwicklungsphasen beim Fieber. Während die Körpertemperatur steigt, frieren die Menschen und fühlen sich krank. Möglicherweise kommt noch Schüttelfrost dazu, dies ist ein Gefühl von innerer und äußerer Kälte.

Es kann bei sehr hoher Temperatur zu Sinnes- und Bewusstseinstrübung kommen. Fällt die Fiebertemperatur, fühlen sich Füße und Hände lau an, der Mensch fängt an zu schwitzen. Die Behandlung bei Fieber erfolgt durch Wadenwickel. Durch Wadenwickel kann die warme Körpertemperatur besser abgegeben werden. Natürlich werden auch fiebersenkende Mittel zur Linderung verordnet.

Ist Fieber immer gefährlich?

Bei Säuglingen sprechen Ärzte schon ab 37,8 Grad und bei Erwachsenen bei 38 Grad von Fieber. © Fotolia.com

Bei Säuglingen sprechen Ärzte schon ab 37,8 Grad und bei Erwachsenen bei 38 Grad von Fieber.
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Bei Säuglingen sprechen Ärzte schon ab 37,8 Grad und bei Erwachsenen bei 38 Grad von Fieber. Der Körper wehrt sich heftigst gegen Entzündungen und Erreger. Sie gehören ins Bett und brauchen in diesem Zustand Wärme und Ruhe.

Ganz wichtig: Über den ganzen Tag mindestens drei Liter Wasser oder ungesüßten Kräutertee trinken, denn der Körper darf auf keinen Fall austrocknen. Ab 39 Grad ist ein Arztbesuch erforderlich, erst recht wenn Bauchschmerzen oder zäher Husten hinzu kommt.

Jetzt, da das Immunsystem und somit das Abwehrsystem des Körpers geschwächt ist, ist dieser besonders anfällig für Infektionen. Schwere Lungen- und Herzmuskelentzündungen können sich außerdem dazu entwickeln.

Ein absoluter medizinischer Notfall sind Sie ab 41 Grad. Es geht einher mit schweren Vergiftungen, Virusinfektionen und Hirnerkrankungen. Von Lebensgefahr spricht man ab einer Temperatur von 42,6 Grad, denn dann beginnt das Eiweiß in den Zellen zu gerinnen und die Körperzellen stellen langsam ihre Funktionen ein.

Ab 39 Grad wird es für den gesamten Organismus eine regelrechte Strapaze, überhaupt wenn das Fieber mehrere Tage andauert. Patienten verlieren durch starkes Schwitzen viel Flüssigkeit.

Wird der Wasserhaushalt nicht ausgeglichen kommt es zu Schwindelgefühlen, Fieberkrämpfe bis hin zu Herz- und Kreislaufbeschwerden. Es können auch sehr gefährliche Thrombosen, die die Blutgefäße zusetzen, entstehen.