Unter dem Begriff Schulterschmerzen werden sämtliche Schmerzen zusammengefasst, die im Bereich der beiden Schultergelenke auftauchen. Dabei können sie auch bis in den Hals oder den Oberarm ausstrahlen. Die Ursache liegt aber selten im Gelenk selbst, sondern wird eher durch Erkrankungen der umliegenden Sehnen und Muskeln ausgelöst. Außerdem können auch die inneren Organe, wie das Herz oder die Leber diese Schmerzen hervorrufen. Generell wird zwischen den akuten und den chronischen Schulterschmerzen unterschieden. Die akuten Schmerzen treten dabei plötzlich auf, zum Beispiel nach einem Sturz oder einem Unfall. Dabei kann der Grund ganz unterschiedlich sein, vom Oberarmbruch bis hin zum Riss einer Sehne ist alles möglich. Die chronischen Schmerzen hingegen entwickeln sich in der Regel über einen längeren Zeitraum und können das Leben sehr belasten. Gründe hierfür können zum Beispiel eine Arthrose oder ein Bandscheibenvorfall sein.

Die Ursachen von Schulterschmerzen

Die Ursachen können vielfältig sein. Es kommt eine chronische Verspannung der Muskeln in der Nacken- und Schultermuskulatur in Frage. Dies trifft oft Menschen mit einer sitzenden Tätigkeit.

Eine weitere Ursache kann eine Gelenkabnutzung sein. Dabei nutzt sich die Knorpelschicht an den Gelenkflächen ab und dies verursacht die Schmerzen. Ein weiterer Grund kann in einer Funktionsstörung in der Schulter liegen. Dabei liegt eine Verengung zwischen dem Schulterdach- und dem Oberarmknochen vor, die durch verschiedene Faktoren hervorgerufen werden kann. Außerdem kann sich auch der Schulterschleimbeutel entzünden und so die Schmerzen auslösen.

Die Rotatorenmanschette bildet einen Mantel aus Sehnen und Muskeln, die das Schultergelenk mit dem Oberarm verbindet, diese kann anreißen und so Schmerzen verursachen. Typische Ursachen sind auch eine ausgekugelte Schulter, ein Oberarm- oder Schlüsselbeinbruch, eine Gelenkeinblutung oder eine Schultersteife.

Behandlung und Therapie von Schulterschmerzen

Wie Schulterschmerzen behandelt werden, hängt von der Ursache ab. Wenn eine Verletzung oder eine Erkrankung ursächlich ist, dann wird diese entsprechend von einem Arzt behandelt. Bei einer ausgekugelten Schulter, wird diese also wieder eingekugelt und dann mit Hilfe eines Verbandes für eine gewisse Zeit ruhig gestellt. Außerdem wird nach der Abheilung einer Erkrankung an der Schulter häufig auch mit einer Physiotherapie gearbeitet, um die Schulter wieder schnell in Bewegung zu bekommen. Bei bestimmten Erkrankungen wie einem Gelenkverschleiß kann man die Erkrankung nicht heilen, hier therapiert man nur mit schmerzlindernden Mitteln.

Krankheiten mit Schulterschmerzen

Es gibt verschiedene Krankheiten, die mit den Schulterschmerzen einhergehen. Die häufigsten sind dabei Brüche im Oberarmbereich oder des Schlüsselbeins. Auch Entzündungen sind Krankheiten die mit den Schmerzen einhergehen, dabei können sich sowohl Sehnen als auch Muskeln rund um die Schulter entzündet haben. Schleimbeutelentzündungen können ebenfalls auftreten. Auch Erkrankungen an der Wirbelsäule können zu solchen Schmerzen führen. Außerdem sind Nervenentzündungen oder Verletzungen Krankheiten, die mit Schulterschmerzen einhergehen. In diesem Zusammenhang müssen auch internistische Erkrankungen, wie ein Herzinfakt, eine Gallenkolik oder Tumore an der Lunge genannt werden.

Vorbeugung von Schulterschmerzen

Schulterschmerzen mit Massagen vorbeugen

Schulterschmerzen mit regelmäßigen Massagen vorbeugen

Bestimmte Arten von Schulterschmerzen können schon im Vorfeld vermieden werden. Dabei sollte man zum Beispiel immer, wenn man sitzt oder steht, auf eine geeignete, ergonomische Haltung achten. Zudem gilt es, Stress zu vermeiden. Durch Sport kann man die Muskulatur in der Schulter gezielt trainieren und so auch Schmerzen verhindern. Zudem ist es wichtig, die Schulter nicht übermäßig, zum Beispiel durch das Tragen von hohen Gewichten zu belasten. Regelmäßige Massagen können auch dazu beitragen, Schulterschmerzen vorzubeugen.

Medikamente gegen Schulterschmerzen

Für die Therapie setzt man die folgenden Mittel ein:

  • Entzündungshemmer
  • Schmerztabletten
  • Physiotherapie

Hausmittel gegen die Schmerzen

Bei plötzlich auftretenden Schmerzen in der Schulter hilft es oft, zu kühlen. Wenn die Schmerzen durch eine sitzende Tätigkeit ausgelöst wird, dann ist es hilfreich den Arbeitsplatz ergonomisch zu gestalten. Auch Akupunktur kann hilfreich sein. Betroffene sollten bei einigen Krankheiten auch mit Hilfe von Sport versuchen, die Muskulatur aufzubauen. Außerdem kann auch eine Entspannungstherapie helfen.