In der Medizin wird Schwindel als Vertigo bezeichnet. Es ist die Empfindung von Drehgefühl und Schwanken, welche mit Benommenheit einhergehen können. Häufig spricht der Mediziner auch von einer Scheinbewegung, die mit einem Ohnmachtsgefühl zusammenspielen kann, jedoch häufig nicht zu einer Ohnmacht führt. Im Englischen unterscheiden die Ärzte noch zwischen der Vertigo und der Dizziness, also dem Schwindel- und Benommenheitsgefühl. Patienten beschreiben den Schwindel sehr unterschiedlich, weshalb dieses Symptom auch auf sehr viele Krankheiten im Bereich des Kopfes zurückzuführen ist, aber auch auf eine Bakterien- oder Vireninfektion hindeuten kann. Schwindel ist ein deutliches Warnzeichen des Gehirns, welches mitteilen möchte, dass etwas nicht im Körper stimmt und der Organismus sich hinsetzen beziehungsweise ausruhen sollte.

Ursachen für Schwindel

Schwindel kann eine Reihe an körperlichen Ursachen haben. Er entsteht häufig durch widersprüchliche Informationen von Körperteilen, wie zum Beispiel den Augen, dem Innenohr und Muskeln, welche für das Gleichgewichtsempfinden verantwortlich sind. Körperliche Ursachen sind Störungen innerhalb des Ohres, wie eine Mittelohrentzündung oder andere Erkrankungen, die dem Ohr den Gleichgewichtssinn rauben. Schwindel kann ebenfalls durch Störungen des Auges auftreten, wenn sich hier entweder ein grauer Star entwickelt oder die Sehstärke nicht mehr bei 100% liegt und somit eine Sehhilfe benötigt wird. Es sind jedoch nicht nur Infektionen oder Erbkrankheiten der Sinnesorgane für den Schwindel verantwortlich, sondern auch eine psychische Störung kann ein Gefühl die Unwirklichkeit auslösen und somit zu starkem psychosomatischen Schwindel führen. Dies tritt häufig bei Patienten mit einer Angststörung auf.

Krankheiten mit Schwindel

Krankheiten mit Schwindel sind vor allem Erkrankungen, die den Körper stark schwächen, sodass dieser mit einem Schwindelgefühl antwortet. Hierzu zählen bakterielle Erkrankungen der Nasennebenhöhle, wie zum Beispiel Erkältungen, Nasennebenhöhlenentzündungen, Stirnhöhlenvereiterungen oder auch grippale Infekte, welche das Riechorgan blockieren und auch auf den Sehnerv drücken, sowie die Lymphknoten anschwellen lassen. Eine chronische Innenohrentzündung führt ebenfalls zu einem chronischen Schwankschwindel. Fieber kann hierbei ebenfalls zu einem Benommenheitsgefühl führen. Allgemein sind Erkrankungen des Hirns eine große Gefahrenquelle für einen Drehschwindel.

Behandlung von Schwindel

Nachdem der Arzt die richtige Krankheit diagnostiziert hat, können die Infektionsquellen oder Ursachen bekämpft werden. Bei bakteriellen Infektionen sollten die Bakterien abgetötet werden und der Schleim muss abgelassen werden, damit dieser nicht mehr die Sinnesorgane negativ beeinflusst. Hierfür eignet sich spezielle Rotlichtlampen, welche den zähen Schleim gut lösen können. Bei psychischen Problemen, wie zum Beispiel einer Angststörung, kann eine Verhaltenstherapie dabei helfen, dass sich die Patienten an die angstauslösenden Situationen gewöhnen und somit das Symptom Schwindel langsam wieder abklingen kann. Sollte ein Defekt innerhalb des Gehirns dafür verantwortlich sein, dass es zu starkem Schwindel kommt, so kann ein MRT darüber Aufschluss geben, welche Regionen genau betroffen sind und ob vielleicht ein Tumor der Grund für den Schwindel sein kann. Dieser müsste anschließend operativ entfernt werden.

Vorbeugung von Schwindel

Es sollte generell Stress vermieden werden, da dieser zu starker Müdigkeit führen kann, welcher ebenfalls Schwindel auslöst. Ängsten sollten sich die Patienten durch immer wiederkehrendes Aufsuchen von beängstigenden Orten stellen, damit sie nicht stärker werden können. Bei Anzeichen einer Erkältung sollte ein Nasenspray verwendet werden, welches den Schleim abfließen lassen kann, damit sich keine Bakterien im zähen Schleim vermehren können. Im Winter sollte immer auf warme Kleidung geachtet werden. Im Sommer sollte ausreichend getrunken werden, damit der Kreislauf nicht schlapp macht.

Medikamente gegen Schwindel

Es gibt einige Medikamente gegen Vertigo, welche verhindern sollen, dass das Schwindelgefühl überhand nimmt. Diese Tabletten können meistens ohne Rezept in den Apotheken erworben werden. Bei einer bakteriellen Infektion sollte ein Antibiotikum verabreicht werden, welches die Bakterien abtötet und so zu einer schnellen Genesung führen können. Nasensprays lösen den Schleim bei einer Erkältung und fiebersenkende Mittel schaffen es, dass die Schwindelgefühle durch erhöhte Temperatur verschwinden.

Hausmittel gegen Schwindel

Bestimmte Teesorten helfen, dass der Kreislauf des Organismus angekurbelt wird und dieser besser durchblutet wird. Ohren können mit einem warmem Tuch bedeckt werden, damit bei einer Entzündung der eitrige Schleim schneller abfließt. Massagen an den Schläfen führen häufig ebenfalls zu einer Linderung des Schwindels.