Sehstörungen sind sehr unangenehm, auch wenn sie nur vorübergehend auftreten. Während diese kurzzeitigen Veränderungen des Sehvermögens oftmals als harmlos bezeichnet werden können und von selbst wieder abklingen, gibt es doch auch zahlreiche Störungen des Sehvermögens, die eine krankhafte Ursache haben und ärztlicher Behandlung bedürfen. Dennoch sollte generell jede Veränderung des Sehvermögens ernst genommen werden, denn diese können auf ein anderes Krankheitsbild hinweisen.

Ursachen für Sehstörungen

Befeuchtung der Augenoberfläche gegen Augentrockenheit

Befeuchtung der Augenoberfläche gegen Augentrockenheit

Für Sehstörungen gibt es verschiedene Ursachen, die von einer Überbelastung der Augen bis hin zu einer ernsthaften Erkrankung reichen. Dabei müssen diese Störungen des Sehvermögens niemals beide Augen gleichzeitig betreffen, sondern treten zum überwiegenden Teil nur an einem Auge oder zeitlich versetzt auf. Die Störungen des Sehverhaltens können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und sich auf verschiedene Arten bemerkbar machen. So werden ein Brennen oder Jucken der Augen, eine vermehrte Tränenbildung, ein starkes Druckgefühl, Augenflimmern oder Schwindel bereits als eine Sehstörung empfunden.

Krankheiten mit Sehstörungen

Sehr häufig treten allerdings Sehstörungen im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auf. Zu diesen Erkrankungen gehören krankhafte Veränderungen des Auges, neurologische Erkrankungen, Entzündungen der Nasennebenhöhlen, Unterzuckerung, Migräne oder ein Schlaganfall.

Es können also auch Erkrankungen außerhalb des Auges, die manchmal bisher noch unerkannt geblieben sind, Sehstörungen hervorrufen. Treten Sehstörungen im Zusammenhang mit Weitsichtigkeit oder Kurzsichtigkeit auf, können sich diese über einen längeren Zeitraum hinweg zunehmend stärker entwickeln.

Behandlung und Therapie von Sehstörungen

Bei der Behandlung von Sehstörungen wird immer die Beseitigung der Grunderkrankung im Vordergrund stehen. Können diese Grunderkrankungen als relativ harmlos, wie zum Beispiel eine Unterzuckerung, bezeichnet werden, lässt sich eine Sehstörung innerhalb kürzester Zeit beseitigen.

Schwerwiegendere Grunderkrankungen, wie zum Beispiel Migräne, erfordern eine zielgerichtete Therapie mit Medikamenten. Liegen die Ursachen für Störungen des Sehvermögens im Vorhandensein einer Kurz- oder Weitsichtigkeit, kann schon das Benutzen von Sehhilfen (Brille, Kontaktlinsen) eine langfristig erfolgreiche Therapie darstellen.

Wurde als Grunderkrankung eine krankhafte Veränderung des Auges diagnostiziert, kann der behandelnde Augenarzt auch Medikamente verordnen, die zur Senkung des Augeninnendrucks geeignet sind. Sollten alle Behandlungen nicht den gewünschten Erfolg bringen, gehören auch operative Eingriffe oder eine Laserbehandlung der Augen zu den erfolgreichen Behandlungsmöglichkeiten.

Verbeugung von Sehstörungen

Einer Sehstörung vorzubeugen, ist leider nur bedingt möglich. Zwar wurde in letzter Zeit immer wieder über die Möglichkeit eines gezielten Augentrainings diskutiert, aber von einer generellen Vorbeugungsmöglichkeit kann dabei nicht gesprochen werden.

Führen Ermüdungserscheinungen (zum Beispiel bei längerer Arbeit am Computer) zu Sehstörungen, dann sind regelmäßige Pausen eine wichtige Vorbeugungsmaßnahme. Auch die ausreichende Versorgung des Körpers mit Vitamin A spielt eine wichtige Rolle, wenn es um die Vorbeugung von Störungen des Sehvermögens geht.

Dabei muss auf keinen Fall auf Mittel aus der Apotheke oder Nahrungsergänzungsmittel zurück gegriffen werden, denn Spinat, Karotten, Milch, Butter, Eigelb, Leber und frisches Obst enthalten auch viel Vitamin A.

Medikamente gegen Sehstörungen

Damit der Augenarzt ein geeignetes Medikament verschreiben kann, muss die Grunderkrankung bekannt sein. In der Apotheke können betroffene Personen auch rezeptfreie Medikamente erwerben, die allerdings oftmals nur das Gefühl von Augentrockenheit beseitigen und der zusätzlichen Befeuchtung der Augenoberfläche dienen. Auch homöopathische Mittel werden bei der Behandlung von Sehstörungen eingesetzt, dazu gehören zum Beispiel:

  • Natrium chloratum,
  • Iris versicolor,
  • Atropinum sulfuricum,
  • Crocus und
  • Cina

Hausmittel gegen Sehstörungen

Wer auf altbewährte Hausmittel zurückgreifen möchte, wird leider nicht viele hilfreiche Mittel finden. Empfehlenswert bei verschwommenen Sehen, Augenbrennen oder Augenflimmern ist das Essen von frischen Heidelbeeren oder das Benetzen der überanstrengten Augen mit kaltem Wasser. Bei unangenehm trockenen und gereizten Augen kann Nachtkerzenöl eine Linderung bringen, das in der Apotheke erhältlich ist.