Wadenkrämpfe sind eine äußerst unangenehme Sache – sie kommen plötzlich und können zu verschiedenen Zeitpunkten auftreten, so vor allem beim Sport oder auch in der Nacht beim Schlaf. Insbesondere beim Sport können Wadenkrämpfe fatale Folgen haben, weil durch den plötzlichen Schmerz die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sein kann. Es kann zu Stürzen und Umfällen kommen und beim Schwimmen kann eine Paniksituation mit gefährlichen Folgen eintreten.

Bei einem Wadenkrampf zieht sich der Muskel schmerzhaft zusammen, die Muskulatur wird hart und starr und der Betroffene spürt einen starken Schmerz. Wadenkrämpfe entstehen durch eine vorübergehende nervale Fehlfunktion. In der Regel sind sie harmlos, manchmal können sie aber auch Hinweis auf ein ernstes Leiden sein.

Ursachen

Die Ursachen für Wadenkrämfe können vielfältig sein. Meist geht man hier von einem Mangelzustand oder einem unausgewogenen Verhältnis an Elektrolyten aus, insbesondere von einem gestörten Kochsalzverhältnis. Auch untrainierte oder – besonders im Falle von Sportlern – überanstrengte Muskeln können eine Ursache sein. Des Weiteren kann eine familiäre Veranlagung zu Wadenkrämpfen bestehen aber auch die veränderte hormonelle Situation während einer Schwangerschaft kann das Auftreten von Wadenkrämpfen begünstigen, ebenso eine ungünstige Schlafposition. Ferner können Durchblutungsstörungen, Muskelkater, und eine falsche Fußstellung verursachend sein. Oft kann die Ursache aber auch gar nicht erkannt werden.

Wadenkrämpfe können zu massiven Schlafstörungen führen © Piotr Marcinski - Fotolia

Wadenkrämpfe können zu massiven Schlafstörungen führen © Piotr Marcinski – Fotolia

Die meisten dieser Ursachen sind harmlos, in selteneren Fällen können Wadenkrämpfe aber auch eine pathologische Ursache haben. Nervenschädigungen, Gefäßerkrankungen oder Stoffwechselerkrankungen, wie Diabetes, können hier eine Rolle spielen, daher ist bei häufigen, sehr schmerzhaften oder langen Wadenkrämpfen ein Besuch beim Arzt ratsam, insbesondere dann, wenn die Wadenkrämpfe ohne starke körperliche Belastung auftreten.

Auch können Wadenkrämpfe zu masseven Schlafstörungen führen, wenn sie vermehrt in der Nacht auftreten. Oftmals strahlen die Schmerzen dann bis in den Oberschenkel oder die Füße aus.

Behandlung

In der Regel sind Wadenkrämpfe aber harmlos und mit einigen Mitteln schnell in den Griff zu kriegen. Das einfachste Mittel gegen Wadenkrämpfe ist das Dehnen der Muskulatur durch starkes Strecken oder auch Aufstellen des betroffenen Beines. Die Zehen sollten hierbei in Richtung des Schienbeins gedrückt werden, um den Krampf effektiv zu lösen. Meist lösen sich Wadenkrämpfe dadurch binnen kurzer Zeit und der Schmerz vergeht, gelegentlich bliebt ein Gefühl wie bei einem Muskelkater zurück.

Auch das Massieren der Wade kann rasche Abhilfe schaffen. Ebenfalls kann die Einnahme von elektrolythaltigen Getränken und Magnesiumtabletten helfen, wobei zu erwähnen ist, dass eine ausgewogene Ernährung und ein guter Flüssigkeitshaushalt die beste Vorbeugung sind, solange keine pathologischen Ursachen vorliegen. Auch das Vermeiden von Alkohol und Nikotin kann dem Entstehen von Wadenkrämpfen vorbeugen.

Wadenschmerzen

Wadenschmerzen gehören zu den klassischen Krankheitssymptomen von Venenleiden, einem Gebrechen, welches aktuell auf dem besten Weg ist sich zur Volkskrankheit Nummer eins in unserer heutigen Wohlstandsgesellschaft zu entwickeln. Wadenschmerzen können unterschiedliche Ursachen haben, meistens entstehen sie durch Fehl- oder Überbelastung.

Als Wadenschmerzen bezeichnet man das Verkrampfen des Wadenmuskels, dieser zieht sich zusammen, ohne sich dabei gleich wieder zu entspannen. Gerade bei Joggeranfängern kommt dies nicht selten vor. Wadenschmerzen sind zwar schmerzhaft aber sonst nicht besonders gefährlich. Meistens halten sie nur kurz an und verschwinden so schnell wieder, wie sie gekommen sind. Oftmals treten sie nachts oder in den frühen Morgenstunden auf, aber auch beim Leistungssport wir Fahrradfahren und Joggen kann es oftmals zu Wadenschmerzen kommen.

Speziell Sportler leiden oft an Wadenschmerzen © blas - Fotolia

Speziell Sportler leiden oft an Wadenschmerzen © blas – Fotolia

In manchen Fällen können Wadenschmerzen ein Zeichen für eine ernsthafte Erkrankung sein, in diesem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden. Hierfür müssten die Wadenschmerzen aber bereits chronisch auftreten und könnten dann auf eine arterielle oder venöse Erkrankung hindeuten.

Ursachen

Die häufigsten Ursachen der Wadenschmerzen sind dabei eine unzureichende Bewegung, aus falscher Ernährung resultierendes Übergewicht, Genussmittelbrauch von Alkohol und Nikotin sowie das Tragen zu enger Beinkleider und Schuhe.

Sportler, stillende Mütter und Jugendliche leiden öfter unter Wadenschmerzen, da sie einen besonderen Nährstoffbedarf haben und sich bei ihnen meistens zu wenig Magnesium im Körper befindet. In der Regel zeichnen sich Wadenschmerzen durch folgende Symptome aus: stechender Schmerz in der Wade, Bewegungseinschränkung, Ausstrahlung des Schmerzes bis in die Zehen.

In diesem Fall sollte man Versuchen die betroffene Stelle zu überdehnen. Bei Wadenschmerzen sollte man das Bein im Sitzen strecken und mit beiden Händen den Fuß kräftig in Richtung Oberkörper ziehen. Diese Stellung sollte solange eingehalten werden, bis die Wadenschmerzen nachlassen. Eine leichte Massage hilft die verhärtete Stelle zu lockern. Wer dauerhaft etwas gegen Wadenschmerzen tun möchte, der sollte auf ein hoch dosiertes Magnesiumpräparat zurückgreifen, um das Absinken des Magnesiumpegels im Blut zu verhindern. Magnesium ist ein lebenswichtiges Mineral, das für wichtige Prozesse in den Zellen sowie für die Aktivität von Muskeln und Nerven notwendig ist.

Magnesium hilft

Der tägliche Bedarf an Magnesium liegt bei 300–400 mg täglich für einen Erwachsenen. Der kann durch das Einnehmen von Magnesiumpräparaten gedeckt werden. Wer viel Sport treibt oder regelmäßig harter körperlicher Arbeit nachgeht, der hat einen erhöhten Magnesiumbedarf. Wadenschmerzen können aber auch durch viel Sport und regelmäßiges Schwitzen entstehen, der Körper scheidet zu viel von dem lebenswichtigen Mineral Magnesium aus. Das führt zu einem Mangelzustand und kann zu Wadenschmerzen führen. Wenn jemand jedoch regelmäßig unter Wadenschmerzen leidet, kann das ein Zeichen für eine Stoffwechselstörung sein.

Hilfreiche Tipps zur Vorbeugung und Bekämpfung von Wadenschmerzen

Der Bewegungsapparat des Menschen wurde nun einmal zum Laufen geschaffen. Nutzen Sie dies! Selbst eine halbe Stunde Laufen pro Tag ist das beste Trainingsprogramm für gesunde Venen überhaupt. Regelmäßig ausgeübte Ausdauersportarten wie Radeln, Schwimmen, Tanzen oder Gymnastik sorgen selbstverständlich ebenfalls für eine starke Beinmuskulatur und widerstandsfähige Venen. Vergessen werden sollte die Beinbewegung auch keinesfalls am täglichen Arbeitsplatz. In einem optimalem Job haben Sie die Möglichkeit abwechselnd zu stehen, zu laufen und zu sitzen. Das ist leider nicht immer möglich.

Leichte Bein- und Fußgymnastikübungen an Ort und Stelle durchgeführt, schaffen jedoch auch in solchen Fällen eine schnelle Abhilfe. Am wohlverdientem Feierabend versprechen kalte Beingüsse oder Wassertreten in der Badewanne den Wadenschmerzen alsbaldige Linderung. Eine ballaststoffreiche, vollwertige und fettarme Ernährung unterstützt eine erfolgreiche Behandlung von Venenleiden natürlich noch zusätzlich.

Des Weiteren sind in der freien Natur auch einige Kräuter gegen Wadenschmerzen wie Rosskastanie, Beinwell, Rosmarin und Arnika gewachsen. Präparate aus diesen Naturheilmitteln wirken durchblutungsfördernd, machen das Blut fließfähiger und stärken die Venen. Sie haben zudem den großen Vorteil keinerlei Nebenwirkungen zu verursachen. Ist eine Venenerkrankung jedoch bereits akut, wird eher der synthetische Wirkstoff Heparin als effektives Gegenmittel eingesetzt.

Magnesiummangel

Magnesium ist für unseren Körper sehr wichtig, deshalb sollte ein Magnesiummangel möglichst schnell behandelt werden. Der Körper kann diesen Mineralstoff nicht selbst herstellen, weswegen wir ihn uns mithilfe von Nahrung und Getränken zuführen müssen. Wir brauchen Magnesium zum Beispiel für die Aktivierung vieler Enzyme, für die Bildung unserer DNS, für den Energiestoffwechsel der Zellen und für die Festigung unserer Knochen. Bei Magnesiummangel oder auch bei einer andersartiges Dysbalance können die unterschiedlichsten Störungen auftreten.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Magnesiumzufuhr von 400 mg für Männer und 310 mg für Frauen, die Werte können aber mit steigendem Alter leicht variieren. Studien haben gezeigt, dass diese Werte durch die normale Nahrungsaufnahme oft nicht erreicht werden, sodass 20 bis 40 Prozent der Bevölkerung unter einem Magnesiummangel leiden.

Ursachen

Magnesiummangel kann verschiedene Ursachen haben. Zum Beispiel ist in Gemüse und Getreide heute weniger Magnesium enthalten als früher, da der Magnesium-Gehalt von Düngemitteln verringert worden ist. Auch einseitige Ernährung, beispielsweise bei einer Diät kann zu Magnesiummangel führen.

Bei Magnesiummangel werden oft Tabletten verschrieben © Creatix - Fotolia

Bei Magnesiummangel werden oft Tabletten verschrieben © Creatix – Fotolia

Genetische Faktoren können einen Mangel begünstigen, wenn zum Beispiel die Aufnahme durch den Darm vermindert ist oder das Abtransportieren über die Niere erhöht. Erhöhter Bedarf an Magnesium besteht für den Menschen zum Beispiel in der Wachstumsphase, in der Schwangerschaft, bei körperlichen Belastungen und Stresssituationen. In dieser Zeit kann schneller ein Magnesiummangel auftreten als sonst.

Bei Durchfall, Erbrechen oder starkem Schwitzen kommt es zu einem höheren Verlust von Magnesium. Genauso kann ein Magel entstehen durch die Langzeiteinnahme bestimmter Medikamente, zum Beispiel von Abführmitteln, entwässernden Medikamenten, Krotinsonpräparaten, Chemotherapeutika und einigen Antibiotika. Zudem kann Magnesiummangel auch als Folge von bestimmten Krankheiten auftreten, wie etwa durch Diabetes mellitus, chronischen Nierenerkrankungen, Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, bei Erkrankungen der Schilddrüse und den Nebenschilddrüsen oder auch bei Alkoholmissbrauch.

Symptome

Wer an Magnesiummangel leidet, kann dies an einigen Symptomen erkennen. Dazu gehören Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe, Unruhe, Reizbarkeit, schnelle Erschöpfbarkeit, Verstopfung, Störung des Herz-Kreislauf-Systems und bei Schwangeren kann es zu Fehlgeburten und vorzeitigen Wehen kommen. Treten solche oder ähnliche Symptome auf, sollte baldmöglichst ein Arzt aufgesucht werden.

Magnesium und Sport

Magnesium ist an sehr vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Logische Schlussfolgerung daraus ist, dass Sportler aufgrund erhöhter Stoffwechselaktivität einen höheren Bedarf an diesem Mineralstoff haben.
Zudem wird Magnesium durch den Schweiß abgegeben und während sportlicher Aktivitäten vermehrt durch die Nieren ausgeschieden. Daher müssen gerade Ausdauersportler auf eine ausreichende Zufuhr achten, um einem Magnesiummangel entgegenzuwirken.

Behandlung

Der Arzt wird bei Magnesiummangel eine Therapie mit Tabletten verschreiben, die einen hohen Magnesiumgehalt haben. Magnesiumpräparate mit organischen Säuren wie Aspartat und Citrat empfehlen sich hier am meisten. Nach einer Kur mit solchen Tabletten sollte sich der Magnesiummangel gelegt haben und wieder auf einem gesunden Level sein. Bei genetisch bedingtem Magnesiummangel muss eine dauerhaft erhöhte Zufuhr des Mineralstoffes erfolgen. Wer auf eine gesunde Lebensweise achten und einen Magnesiummangel verhindern möchte, sollte von vorneherein immer genügend Magnesium zu sich nehmen. Lebensmittel mit viel Magnesium sind zum Beispiel Bananen, Spinat, Brokkoli, Erbsen, Bohnen, Haferflocken, Reis, Nüsse oder Schokolade.

Kaliummangel

Kalium ist ein enorm wichtiger Mineralstoff (ein Alkalimetall) für den menschlichen Körper (auch als Mengenelement bezeichnet).

Kalium ist in jeder Zelle an den physiologischen Prozessen beteiligt:

  • Reizbarkeit der Muskeln, zum Beispiel der Reiz, der das Herz schlagen lässt
  • Regulatieren des Zellwachstums
  • Beeinflussen der Gefäßfunktionen
  • Aufrechterhalten des normalen Blutdrucks
  • Säuren-Basen-Gleichgewicht
  • Freisetzung von Hormonen wie zum Beispiel Insulin
  • Verwertung von Kohlenhydraten

Was versteht man unter Mangel an Kalium?

Man spricht von Kaliummangel, wenn deutlich zu wenig Kalium im Blut vorhanden ist.
Ab einem Wert unter 3,6mmol/l Kalium im Blutserum handelt es sich um Kaliummangel.
Die medizinische Bezeichnung für Kaliummangel lautet Hypokaliämie.

Durchfallerkrankungen oder starkes Erbrechen sind meist Ursache des Mangels an Kalium. Mangel an Kalium kann ebenfalls eine Folge von zu starker körperlicher Anstrengung und relativ starkem Schwitzen sein, da der Körper viel Flüssigkeit verliert. Betablocker können auch zu Kaliummangel führen. Enormer Konsum an koffeinhaltigen Erfrischungsgetränken, wie z.B. Cola (ab täglich etwa 2-3 Liter) kann auch Grund für Kaliummangel sein. Denn neben Koffein führen auch zu viel Glukose und Fruktose zu Kaliumverlust.

Was kann man gegen Kaliummangel tun?

Die einfachste Lösung ist, sicherzustellen genügend Kalium zu sich zu nehmen. Um einen Mangel an Kalium zu verhindern, sollte man auf genügend kaliumhaltige Lebensmittel zu sich nehmen. Lebensmittel mit hohem Kaliumgehalt sind beispielsweise Kartoffeln und deren Kartoffelprodukte, Bananen, Erbsen, Knäckebrot, Fisch (besonders Heilbutt und Ölsardinen) und weitere Obstsorten wie Avocados und Honigmelonen.

Symptome von Kaliummangel

Müdigkeit und oder Konzentrationsstörungen sind die typischsten Symptome bei Mangel an Kalium. Kopfschmerzen, Schwindel, Verstopfung und Blähungen sind ebenfalls häufige Symptome. Aber die bekanntesten Symptome von Kaliummangel sind Herzrhythmusstörungen und insbesondere Wadenkrämpfe oder andere Krämpfe.

Ein Wadenkrampf kommt meistens wie ein anderer Muskelkrampf aufgrund eines Mangels an Kalium zustande. Die hundertprozentige Koordination zwischen Gehirn und Muskel ist dann nicht mehr gegeben. Aus diesem Grund entstehen die Muskel- und Wadenkrämpfe. Bei verstärktem und fast chronischem Leiden unter Wadenkrämpfen können spezielle Kaliumpräparate Abhilfe schaffen.

Museklfaserriss

Ein Muskelfaserriss ist eine ernste Angelegenheit und muss sofort behandelt werden. Meistens handelt es sich bei einem Muskelfaseriss um eine Sportverletzung. Dabei reißen Teile oder ganze Muskelstränge vom Skelett ab. Ein Muskelfaserriss wird oft als eine Steigerung einer Muskelzerrung bezeichnet. Meistens tritt sie gerade dann beim Sport auf, wenn man sich ungenügend aufgewärmt hat oder draußen kalte Witterung herrscht.

Ein Muskelfaserriss ist zu Beginn kaum von einem Krampf zu unterscheiden © cirquedesprit - Fotolia

Ein Muskelfaserriss ist zu Beginn kaum von einem Krampf zu unterscheiden © cirquedesprit – Fotolia

Ein steifer Muskel verletzt sich schneller als ein aufgewärmter, weil er viel dehnbarer ist. Oftmals lässt sich ein Muskelfaserriss schlecht von einem starken Krampf unterscheiden. Der Schmerz kommt plötzlich und ist stechend. Im Falle eines Krampfes verhärten sich die Muskeln und lassen sich kaum noch bewegen. Ein wirklich sichtbares Zeichen für einen Muskelfaserriss ist die Blaufärbung an der verletzen Stelle. Meistens wird angenommen, dass bei einem Muskelfaseriss lediglich ein paar Fasern reißen würden, in Wirklichkeit reißen mehrere, wenn nicht sogar ein ganzes Muskelfaserbündel.

Sportler, die Sportarten betreiben, welche schnelle Reaktionszeiten und kurze ruckartige Bewegungen voraussetzen, wie z. B. American Football, Handball, Squash, Tennis und Hockey, sind besonders anfällig für solche Verletzungen. Wer unter einem Muskelfaserriss leidet, der wird Probleme haben, sich überhaupt noch bewegen zu können, denn ein Muskelfaserriss führt meistens zu einem Totalausfall der geschädigten Muskelgruppe.

In manchen Fällen lassen sich sogar manchmal eindeutige Eindellungen oder auch zusammengezogene Muskelanteile erkennen. Einige Verletzungen folgen dem gleichen Schmerzschema, benötigen aber andere Hilfe, so z. B. ein Sehnenriss oder eine Muskelprellung, der ein Ermüdungsbruch folgt. Die Erstmaßnahmen bei einem Muskelfaserriss sind: Pause einlegen, verletze Stelle mit Eis behandeln, Kompression anlegen und dann hochlagern. In den ersten Tagen kommen kühlende und abschwellende Salben und Verbände zum Einsatz. Nach vier bis fünf Tagen kann mit leichten Massagen begonnen werden.

Wichtig ist jedoch, dass die verschriebene Schonzeit des Arztes unbedingt eingehalten werden muss. Sobald wieder eine schmerzfreie Belastung möglich ist, kann der Betroffene mit langsamen Dehnübungen, sowie leichten Laufübungen und Krafttraining beginnen. Erst nach fünf Wochen ist wieder eine volle sportliche Belastung wieder möglich. In den meisten Fällen ist ein chirurgischer Eingriff nicht nötig. Erst bei einem Muskelfaserriss größeren Ausmaßes und mit gefolgter Funktionsstörung ist eine Operation notwendig. Dies ist oftmals bei Sportlern der Fall. Auch hier gilt eine einzuhaltende Ruhezeit von 6 Wochen. Manchmal wird auch eine Schmerztherapie verschrieben, bei welcher der Betroffene lernt, mit dem Schmerz besser umzugehen und sich bewusster zu bewegen.

Wodurch entstehen Muskelkrämpfe?

Muskelkrämpfe, auch Spasmen genannt, können fast überall im Körper auftreten und gehen mit starken Schmerzen und einer Verhärtung des betroffenen Muskels einher. Die Ursache dafür liegt vereinfacht gesagt in einer Überbelastung des betroffenen Muskels. Der Muskel kann nicht noch mehr leisten, verkrampft sich, wird hart und verursacht Schmerzen, um sich vor einer weiteren Belastung zu schützen.

Zu Muskelkrämpfen kann es durch eine Störung im Elektrolythaushalt kommen. Wenn beispielsweise bei hohen Temperaturen viel Sport getrieben wird und es durch Schwitzen zu einem starken Mangel an Flüssigkeit und Mineralien kommt, treten Muskelkrämpfe gehäuft auf. Es kommt zu einem Mangel an Kochsalz und Magnesium und dieses führt, in Kombination mit Dehydrierung, zu den Muskelkrämpfen. Zu intensives Training und zu starke körperliche Belastung wiederum können zu irritierten Nervenbahnen führen, die ebenfalls Muskelkrämpfe verursachen können. Diese Ursachen von Muskelkrämpfen treten vor allem bei Sportlern auf oder bei untrainierten Menschen, die den Körper plötzlich ungewohnt starker Belastung aussetzen.

Um Muskelkrämpfe zu vermeiden sollte man genügend trinken © BestPhotoStudio - Fotolia

Um Muskelkrämpfe zu vermeiden sollte man genügend trinken © BestPhotoStudio – Fotolia

Darüber hinaus können Muskelkrämpfe jedoch auch im Schlaf auftreten. Ursächlich hierfür sind dann Mangelerscheinungen, dem Körper mangelt es vor allem an Calcium und Magnesium. Auch starke Kälte und psychischer Stress können Muskelkrämpfe verursachen, ohne dass eine starke körperliche Belastung hinzukommen muss. Aufgrund der verschiedenen Ursachen kann jeder von Muskelkrämpfen betroffen sein. Eine bewährte Erste-Hilfe-Maßnahme, wenn der Krampf bereits aufgetreten ist, besteht im Strecken des Muskels, wodurch sich der Krampf löst. Auch eine Massage des betroffenen Muskels kann helfen, ebenso wie Wärmetherapie.

Arten von Muskelkrämpfen

Generell unterscheidet man tonische und klonische Muskelkrämpfe. Als tonische Spasmen werden Krämpfe bezeichnet, die länger andauern und dabei relativ gleich bleibend sind. Klonische Spasmen hingegen definieren sich über den raschen Wechsel von Anspannungs- und Erschlaffungsphase sowie ein – verglichen mit tonischen Spasmen – in der Regel deutlich kürzeres Zeitintervall.

Ein Muskelkrampf kann überall im Körper auftreten. Die Beine sind besonders anfällig für Kontraktionen, und dabei vor allem die Waden. Aber auch an Füßen, Zehen und Oberschenkeln kommen Krämpfe häufig vor.

Behandlung

Um die schmerzhaften Spasmen zu vermeiden empfiehlt es sich, stets dafür zu sorgen, dass Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt ausgeglichen sind, vor allem dann, wenn es zu starker körperlicher Belastung kommt. Für Sportler ist es besonders wichtig, die Muskulatur aufzuwärmen und regelmäßig zu dehnen, ebenso trägt es zur Vermeidung von Muskelkrämpfen bei, das Leistungspensum langsam zu steigern und Überbelastung zu vermeiden. Eine gesunde Ernährung und ausreichend Flüssigkeitszufuhr sind als Vorbeugung unbedingt zu empfehlen um zu vermeiden, dass man im Schlaf oder beim Sport von den schmerzhaften und plötzlich auftretenden Krämpfen überrascht wird.

Wann eine ärztliche Untersuchung angebracht ist

Bei länger anhaltenden, außergewöhnlich starken und gehäuft – also mehrmals in der Woche – auftretenden Muskelkrämpfen ist es ratsam, einen gründlichen Check beim Arzt durchführen zu lassen. Auch wenn die Krämpfe neben den Beinen noch andere Körperregionen betreffen, sollte eine genauere Untersuchung erfolgen. Meistens liegt die Ursache nicht in krankhaften Veränderungen. Da Spasmen in seltenen Fällen dennoch Symptom einer Grunderkrankung sein können, ist es besser, auf Nummer Sicher zu gehen.