Was ist eine Zyste? Diese Frage wird gestellt, wenn Veränderungen in Form von Knoten unter der Haut erscheinen. Unter einer Zyste wird ein Hohlraum mit einem oder mehreren Kammern verstanden, der sich im Körper bildet und mit Flüssigkeit gefüllt ist. Bei der beinhalteten Flüssigkeit kann es sich unter anderem um Wassereinlagerungen aus dem Gewebe, um Blut oder um Eiter handeln. Grundsätzlich können Zysten überall im Körper auftreten, unter der Haut oder auch an Organen.

Was ist eine Zyste – wie entsteht sie?

Da Zysten nicht immer mit Schmerzen einhergehen, können sie häufig für lange Zeit unentdeckt bleiben. Die Ursachen für ihre Entstehung können dabei sehr vielfältig sein:

Gestörter Stoffwechsel

Flüssigkeit kann bei einem gestörten Stoffwechsel unter der Haut eingeschlossen werden und am Ablauf gehindert werden.

Hormonelle Störungen

Starke Hormonschwankungen können dazu führen, dass beispielsweise Zysten in der Brust, oder eine Zyste im Eileiter oder am Hoden auftreten (zum Beispiel in den Wechseljahren oder der Pupertät).

Angeborene Zysten

Aufgrund von Störungen in der Entwicklung des Körpers können sowohl gut – als auch bösartige Zysten bereits von Geburt an bestehen (zu Beispiel an Organen wie Leber, Lunge oder Niere).

Parasiten

Verursacht durch Bandwürmer wie dem Fuchsbandwurm und artverwandte Würmer können Zysten insbesondere an der Leber auftreten. Häufig tritt diese Zyste im Mittelmeerraum und in Afrika auf.

Wie wird eine Zyste erkannt?


Hautnahe Zysten können durch Ertasten, beispielsweise vom Frauenarzt, erkannt werden. Zysten im Bauchraum oder an Organen werden in der Regel durch eine Ultraschalluntersuchung oder mit Hilfe von Röntgenbildern erkannt. Dies erfolgt entweder aufgrund von Vorsorgeuntersuchungen oder bei auftretenden Schmerzen.

Wie wird eine Zyste behandelt?

Ob eine Behandlung erforderlich ist und welche, entscheidet ein Arzt anhand des Befundes. Grundsätzlich kann bei einigen Zysten der Patient auch ohne jeden Eingriff ohne Beschwerden leben. Einige Zysten bilden sich auch von alleine wieder zurück. Eine Diagnose sollte zweifelsohne jedoch immer von einem Arzt gestellt werden, um bösartige Zysten auszuschließen. Zur Entfernung der Zyste kann andernfalls eine Punktierung angesetzt werden. Bei dieser wird die Zyste aufgestochen und der Inhalt abgesaugt. Weiterhin kann sie auch operativ entfernt werden.

Wann muss eine Zyste behandelt werden?

Ein großer Teil der Zysten muss nicht behandelt werden und kann unter weiterer Beobachtung mit Ultraschall einfach an inneren Organen bestehen bleiben. Eine Behandlung ist immer notwendig, wenn sich die Zyste verändert oder es sich um einen bösartigen Tumor handelt, beziehungsweise wenn der Patient über Schmerzen klagt.

Welche Beschwerden kann eine Zyste verursachen?

Zysten können vor allem dann schmerzhaft sein, wenn sie Organe in ihrer Tätigkeit einschränken oder sie sich an sensiblen Körperstellen befinden. Dies kann damit beginnen, dass Zysten in den Nasennebenhöhlen zu einem höheren Infektrisiko führen, es können aber auch massive Schmerzen beispielsweise bei der monatlichen Periode auftreten. Die Beschwerden sind abhängig von der Lage und der Größe der Zyste.

Wie erkennt man eine Zyste?

Wie kann man eine Zyste erkennen? Zysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume im Gewebe. Zysten treten bei weiblichen Betroffenen häufig im Eileiter und Eierstock oder in der Brust auf. Eierstockzysten (Ovarialzyste) entstehen unter dem Einfluss von Geschlechtshormonen oder durch verstopfte Drüsen, die ihr Sekret nicht abgeben können. Es sind Schwellungen die auch als ‚Tumor‘ bezeichnet werden. Dennoch ist eine Zyste nicht mit Krebs gleichzusetzen, da der Begriff ‚Tumor‘ allgemein eine ‚Schwellung‘ beschreibt und nicht zwingend Krebs bedeutet.

Ursachen und Symptome

Auch im Knie kann man Zysten erkennen. Diese sollten dann aber rasch entdernt werden. © Fotolia.com

Auch im Knie kann man Zysten erkennen. Diese sollten dann aber rasch entdernt werden.
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Zysten werden häufig ohne Symptome durch Zufall bei einer gynäkologischen Untersuchung gefunden. Wenn sie eine bestimmte Größe erreicht haben, können sie jedoch Schmerzen auslösen, da sie auf die umliegenden Nachbarorgane wie z.B. den Darm oder die Blase drücken. Dadurch können Verstopfung, Unterleibsschmerzen oder Rückenschmerzen auftreten. Patientinnen beschreiben den Befund auch als Zwicken oder Pieksen im Unterleib. Auch schmerzhafte Regelblutungen, Schmierblutungen und ein vergrößerter Unterbauch können Anzeichen auf eine größere Zyste sein. Die Symptome hängen jedoch grundsätzlich immer von der Größe und Beschaffenheit der jeweiligen Zystenart ab. Treten starke, kolikartige Schmerzen auf, kann dies ein Hinweis auf unerwünschte Folgen durch die Schwellung sein. Je nachdem um welche Zystenart es sich handelt, sind die Ursachen unterschiedlich. Es gibt zwei Zystenarten, die funktionellen Zysten und die Retentionszysten, zu denen Dermoidzysten gehören. Erstere werden wesentlich häufiger diagnostiziert. Sie entstehen durch den Einfluss des Hormonspiegels in der Pubertät und in den Wechseljahren. Oft entstehen Ovarialzysten durch den Follikel, in der eine Eizelle heranreift. Platzt dieser Follikel nicht wie gewohnt auf, sammelt er immer mehr Flüssigkeit in sich an und eine Zystenentstehung ist die Folge (Follikelzyste). Auch das Krankheitsbild Endometriose, bei der die Gebärmutterschleimhaut sich auf Eileiter und Eierstöcken ausweitet, kann die Zystenbildung fördern.

Diagnose

Hat die Zyste eine bestimmte Größe erreicht, lässt sie sich als Wölbung ertasten. Diese Wölbung ist oft elastisch und prall. Ein Gynäkologe erkennt häufig Zysten durch die vaginale Tastuntersuchung bei Vorsorgeuntersuchungen. Auch bei

einer Ultraschalluntersuchung durch die Scheide oder Bauchdecke können Zysten entdeckt werden. Selbst in einem Knie können sich Zysten bilden, diese sollten dann aber rasch entfrent werden, da sie den Bewegungsapparat erheblich beeinträchtigen können. Die Knötchen, vor allem Kleinere, bilden sich in vielen Fällen meist allein zurück. Sind die Schwellungen größer und bereiten Schmerzen, kann der Arzt zuerst eine Hormontherapie verordnen. Klingen die Beschwerden nicht ab und kommt es zu Komplikationen, ist ein operativer Eingriff oft der letzte Weg zur Besserung. Dermoidzysten lassen sich meist nur durch eine Operation entfernen. Knötchen in der Brust können selbst ertastet werden, sollten aber dennoch immer vom Arzt kontrolliert werden. Vor allem bei Patientinnen über 40 ist eine gynäkologische Untersuchung ratsam, da in dem Alter das Risiko für maligne Tumoren merklich steigt.

Zysten in der Brust

Wie entstehen Zysten in der Brust? Zysten sind meist nicht bösartig. Dennoch können sie Probleme auslösen. Unter einer Zyste versteht man ein verschlossenes Drüsenläppchen. Darin bildet sich immer ein wenig Flüssigkeit. Da aber der Abfluss verschlossen ist kann die Flüssigkeit in diesem Fall nicht abfließen.

In dem Drüsenläppchen sammelt sich nun die Flüssigkeit an und dadurch wird es größer. Die angesammelte Flüssigkeit kann dünn- oder dickflüssig sein. Des Weiteren können Zysten einzeln oder gehäuft auftreten. Allerdings haben Zysten in der Brust nichts mit anderen Zysten, zum Beispiel mit einer Zyste im Eileiter zu tun. Es ist auch keine allgemeine Anfälligkeit für Zysten in der Brust bekannt. Was der Auslöser dafür ist, ist noch unklar. Ursächlich für Zysten wird die Mastopathie genannt. Diese tritt vor allem während der Menopause verstärkt auf. Verantwortlich ist dafür das Schwanken des Hormonhaushaltes. Daher sind meist vor allem Frauen zwischen 45 und 55 Jahren davon betroffen. Aber Zysten können auch angeboren sein.

Beschwerden bei Zysten in der Brust

Ab einer bestimmten Größe können Zysten in der Brust Beschwerden auslösen. Sie können häufig Schmerzen verursachen, die sich aber von anderen Brustschmerzen kaum unterscheiden. Die Schmerzen können außerdem unabhängig von der Größe der Zyste auftreten. Ebenso können sie während des Zykluses variieren.

Wie erkennt man Zysten in der Brust

Zysten in der Brust sind schwer von einem Tumor zu unterscheiden. © Fotolia.com

Zysten in der Brust sind schwer von einem Tumor zu unterscheiden.
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Man kann sie selbst durch das Abtasten der Brust erkennen. Allerdings kann man dann häufig nicht unterscheiden ob es sich um eine Zyste oder um einen richtigen Tumor handelt. Dazu sollte man den Frauenarzt aufsuchen. Manchmal tritt

auch Sekret aus der Brustwarze aus. Es sollte in jedem Fall eine Behandlung erfolgen, da sich sonst in sehr seltenen Fällen auch Karzinome oder Papillome bilden können. Die Mammographie kann den Unterschied zwischen einer Zyste und einem Tumor auch nicht erkennen. Deshalb wird häufig eine Sonographie vorgenommen. Aber auch hier muss das Ergebnis nicht immer eindeutig sein. Deshalb sollte in unklaren Fällen eine Punktion vorgenommen werden. Der Pathologe wertet dann aus, ob es sich um eine Zyste oder um einen Tumor handelt.

Therapieformen bei Zysten in der Brust

Die Behandlung der Brustzysten hängt vor allem von der Größe der Zysten und der auftretenden Beschwerden ab. Manchmal bilden sie sich auch von ganz allein wieder zurück. Eine Punktion kann Hilfe bringen. Auch kann bei vermehrt auftretenden Zysten die Einnahme der Anti-Baby-Pille helfen. Aber das sollte der Frauenarzt mit der Patientin entscheiden. Zur Vorbeugung sollte man einfach regelmäßig die Brust abtasten und bei einer Veränderung sofort den Frauenarzt zu Rate ziehen. Treten die Zysten im Rahmen einer Hormontherapie auf, bilden sie sich meist von selbst zurück sobald diese beendet wird.

Gefährliche Zysten

Zysten sind kleine Hohlräume, welche sich abgekapselt haben und ein Gewebe gebildet haben, welches unter der Haut ertastet werden kann. Im Innern der Zyste befindet sich eine Gewebeflüssigkeit, welche aus Blut oder Eiter besteht. In einigen Fällen haben sind mehrere Kammern gebildet.

Die Zysten können sich fast überall am Körper bilden und auch die inneren Organe wie Leber, die Nieren befallen oder im Eileiter bei der Frau sitzen. Häufig treten Zysten im Brustbereich auf und besonders betroffen sind Frauen, welche im Alter zwischen 30 und 40 Jahren sind. Beim Abtasten wird in der Brust ein kleiner Knoten festgestellt, was eine Zyste sein könnte. Um genau festzustellen, wie gefährlich der Knoten ist, sollte unbedingt der Frauenarzt aufgesucht werden.

Die ungefährliche Zyste

Einige Zysten entwickeln sich im Eileiter und verschwinden zum Glück vor dem nächsten Eisprung von selbst. In den meisten Fällen sind Zysten harmlos, doch es ist abzuklären ob nicht eine andere Ursache hinder dem eitrigen Gebilde steckt. In einigen Fällen sind Zysten nicht mit dem ersten Blick erkennbar und es Bedarf einer Diagnostik durch den Arzt, um das Gefahrenpotenzial festzustellen. Haben sich Zysten im Inneren des Körpers gebildet, besteht in den meisten Fällen keine Gefahr, es ist nur eine Überwachung in gewissen Abständen erforderlich.

Tritt eine Zyste im Gesicht oder Mundbereich auf, so können diese störenden Gebilde mit einer Nadel aufgestochen werden und der Eiter und das Blut können abfließen. Aus hygienischen Gründen sollte diese Arbeit ein Arzt durchführen, denn eine Wundinfektion kann zu weiteren Problemen führen. Nach einer gewissen Zeit verschwindet der kleine Knoten und es bleibt nichts Sichtbares übrig.

Gefahr im Gehirn

Gefährlicher können Zysten sein, wenn sie sich im Gehirn eines Menschen entwickelt haben. Sind wichtige Areale betroffen, so kann es zu Sehstörungen kommen, der Bewegungsapparat ist beeinträchtigt oder das Sprachzentrum wird gestört. Der Grund ist, die Zysten schränken den Blutkreislauf im Gehirn ein und die Sauerstoffzufuhr wird verringert. Damit das Gehirn gut arbeiten kann, muss es mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden. Im genannten Fall ist die Versorgung eingeschränkt und verschiedene Beschwerden treten auf. Einige Zysten bilden sich infolge von Bandwurmbefall. Bei einem bakteriellen Befall können die Ärzte Antibiotika einsetzen. Bei anderen Arten der Erkrankung kann nur eine Operation helfen, um die Zyste aus dem gefährlichen Bereich zu entfernen.

Wie kann man sich vor einem Befall schützen?

Bei Reisen in osteuropäische Länder oderdie Dritte Welt, sollte nur abgekochte Nahrung zu sich genommen werden. Zum Trinken und dem Zähneputzen wird Mineralwasser verwendet. Es muss unbedingt verhindert werden, dass Larven der Bandwürmer in den Körper gelangen und es zu einer Zystenbildung kommt.

Zyste im Eileiter

Eine Zyste im Eileiter gilt – neben Zysten in der Brust – als häufigste Form gutartiger Zubildung im weiblichen Körper. Unter einer Zyste versteht man Hohlräume, die sich im Gewebe befinden und mit Flüssigkeit gefüllt sind.

Eileiterzysten

Zu den zwei Zystenarten, die auftreten können, gehört erstens die Retentionszyste, welche bei Drüsen auftritt, deren Sekretflüssigkeit nicht abfließen kann, und die sich aufgrund dessen vergrößert.
Wesentlich häufiger sind die funktionellen Zysten, deren Entstehung mit den Hormonen verbunden ist und im Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus auftritt. Deshalb erscheinen diese Zysten im Eileiter häufig in der Pubertät und den Wechseljahren. Allerdings können funktionelle Zysten auch die Folge einer Hormonbehandlung sein. Weiter gibt es noch spezielle Erkrankungen, die eine Zyste im Eileiter auslösen können. So zum Beispiel die Endometriose, bei der es zu einer Wucherung der Gebärmutterschleimhaut kommt, wodurch monatliche Blutungen nicht abfließen können. Dadurch können Zysten im Eileiter entstehen. Angeboren ist die Dermoidzyste, bei der es sich um einen Keimzellentumor handelt. Dieser ist zwar gutartig, muss aber operativ entfernt werden.

Diagnose der Zyste im Eileiter

  • Unterleibs- und Rückenschmerzen
  • Schmerzen bem Stuhlgang
  • Verstopfung
  • irreguläre Blutungen nach der Menopause
  • schmerzhafte Regelblutungen
  • Zunahme des Bauchumfangs

Zumeist treten Zysten unbemerkt auf und klingen so auch wieder ab. Sie werden vom Gynäkologen bei Routineuntersuchungen entdeckt. Erst wenn eine Zyste so groß ist, dass sie Schmerzen bereitet, treten entsprechende Beschwerden auf:

Werden die Schmerzen stark und kollikartig, kann dies ein Hinweis auf Komplikationen sein. Das Platzen einer Zyste ist eine mögliche Komplikation, die aber in nur 3% der Fälle vorkommt. Es bleibt solange harmlos, wie keine Gefäße zerrissen werden, die zu lebensbedrohlichen Blutungen im Bauchraum führen. Viel gefürchteter ist die Stiehldrehung, bei der sich die Zyste im Eierstock dreht, wodurch die Blutzufuhr unterbrochen wird. Hält dies zu lange an, kann es zum Absterben des betroffenen Eierstockes kommen und damit ebenfalls lebensgefährlich sein. Ebenso problematisch können Regelstörungen sein, die auftreten, wenn sie Zyste eigene Hormone bildet.

Behandlungsmöglichkeiten

Meist sind Zysten im Eileiter harmlos und verschwinden von selbst wieder. Der Gynäkologe wird dies nach der nächsten Regelbutung überprüfen. Ist sie immer noch vorhanden wird eine Hormonbehandlung im Zeitraum von drei Monaten angeordnet. Verwendet werden dabei so genannte Gestagene, welche synthetisch hergestellt werden und die selben Eigenschaften aufweisen, wie das körpereigene Progesteron.
Sollte auch nach dieser Behandlung keine Besserung oder ein Auftreten von Beschwerden feststellbar sein, muss operiert werden. Operativ entfernt wird immer bei der Endometriose und der Dermoidzyste.